Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1936-03-01 · 6 (3.1936) · p. Seite 231

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
6 (3.1936)
Date
1936-03-01
Page
Seite 231 (sequence 29)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3094266-3094426-3094432--5114-3099921
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Seite 231 das Herzl- Archiv aus Wien nach Jerusalem überführt werden wird. Das Archiv wird in das Zentralarchiv der Zionistischen Organisation in Jerusalem eingereiht werden. — In einer Versammlung von Mitgliedern des früheren „Akademischen Zio- .iiistischen Verbandes" wurde beschlossen, sich an der Gründung eines Aquariums und Instituts für Meeresforschung in Tel Awiw zu beteiligen. Rabbinische Lehranstalt „Jeschiwa" Das Sommersemester an der unter Leitung des Herrn Gemeinderabbiner Dr. Jakob Hoffmann stehenden Eabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa" beginnt am Donnerstag, den 1. Ijar (23. April). Der Unterricht erstreckt sich auf: Penlateuch mit Kommentaren, biblisches Schrifttum, Mischna, Talmud mit Kommentaren, Decisoren, Hehr. Grammatik, Neuhebräisch (Lektüre und Konversation), Jüdische Geschichte und Palästinakunde. — Finden Lehrgang in der Vorbereitungsklasse werden schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen, die nur geringe Vorkenntnisse in den jüdischen Fächern haben. Anmeldungen für alle vier Abteilungen (Vorbereitungsklasse, Unter-, Mittel- und Oberstuf e) werden schon jetzt entgegengenommen, müssen jedoch bis spätestens 1. April eingereicht sein Anmeldungen mit genauen Altersdaten und Zeugnissen über jüdische Vorkenntnisse und religiöse Lebensführung sind an das Kuratorium der Eabbinischen Lehranstalt „Jeschiwa" Frankfurt a. M., Theobald Christstrasse 6, zu richten, welches zu jeder näheren Auskunft gern bereit ist. Vereinigung thoratreuer Juden in Deutschland In einem Aufruf zur Gründung einer Vereinigung thoratreuer Juden in Deutschland, der von 27 .Rabbinern und zahlreichen Persönlichkeiten des jüdischen Lebens unterzeichnet ist, heisst es u. a. : Lange haben wir uns bemüht, eine Einheitsfront sämtlicher thoratreuen Gruppen herzustellen; dieses Endziel, das nicht aus dem Auge verloren werden soll, ist zur Zeit noch nicht erreichbar. Aber wir dürfen länger nicht zögern. Grosse Teile der gesetzestreuen Judenheit, insbesondere in den Einheitsgemeinden, entbehren der unbedingt notwendigen organisatorischen Zusammenfassung. Diese Lücke muß geschlossen werden. Die jüdische Situation verlangt es. Wenn nicht jetzt, wann dann?! Was uns vorschwebt, ist die Schaffung einer grossen, nach allen Seiten hin unabhängigen thoratreuen Organisation, die alle gesinnungsverwandten Teilgruppen zusammenschliesst. Ihre Hauptaufgaben sollen sein: Festigung und Vertiefung des thoratreuen Lebens und würdige und wirksame Vertretung des thoratreuen Judentums in den jüdischen Körperschaften. Hinter uns stehen viele Einzelne; die Einzelnen sollen zu zählbarer und wägbarer Gefolgschaft zusammengeschlossen werden. Und diese Gefolgschaft soll die Kraftf des thoratreuen Judentums sinnfällig machen. Dienen wollen wir der Thora, der im Laufe der Geschlechter sieh ewig gleichbleibenden Thora. Dienen wollen wir auch der jüdischen Gemeinschaft inmitten der Gemeinschaft. Wir wollen an der Gestaltung des jüdischen Geschehens in dieser schicksalsschweren Zeit mitwirken und die Autorität des überlieferten Religionsgesetzes dabei zur Anerkennung zu bringen bestrebt sein. Der Aufbau von Erez Israel im Geiste der Thora, die Auf-, gäbe der Aufgaben in unseren Tagen, erfordert unsere verantwortungsbewusste und hingebende Arbeit. Wir rufen auf zur Gründung einer „Vereinigung thoratreuer Juden in Deutschland". Mögen Viel« unserem Kufe Folge leisten! Mögen Viele mit uns ihre Kraft einsetzen für die Stärkung des thoratreuen Judentums nach innen und nach aussen! Losung sei uns das Psalmwort: ,,Genosse bin ich allen, die Dich fürchten und Deine Aufgabe hüten." Aus Frankfurt a. M. haben den Aufruf unterzeichnet die Herren Rabbiner Dr. Hoffmann, Rabbiner Dr. Horovitz, Rabbiner Dr. Neuhaus, Rabbiner Dr. Stein, Professor Dr. Aron Freimann, Dr. Ernst Freimann, RechtsanAvalt Abraham Horovitz, Willy Mainz, Felix; Meyer, Dr. Schönberg und der Konservativ Jüdische Gemeindeverein, Frankfurt a. M. Chug Iwri im Jugendheim Du die am Dienstag und Donnerstag von 17-18 Uhr stattfindenden hebräischen Konversationsstunden sehr grossen Beifall gefunden haben, sollen weitere derartige Kurse in den Abendstunden eingerichtet werden. Sofortige Anmeldungen nimmt der Heimwai't des Jüdischen Jugendheims entgegen. (Eschersheimer Landstr. 65) Auswandererberatungen des Hilfsvereins der Juden in Deutschland Um dem gewaltig angewachsenen Auswanderungsdrang der jüdischen Bevölkerung gerecht zu werden, hat der Hilfsverein sich zur Errichtung von 11 neuen Auswandererberatungsstellen im Reiche entschlossen, die in den wichtigsten Städten den Auswanderungswilligen mit Rat und Tat zur Seite stehen und die Zentrale von einem Teil der immer mehr ansehweilenden Arbeit entlasten sollen. Bisher bestanden solche Stellen in Hamburg und Bremen. Die Beratungsstelle in Frankfurt a. M. umfasst die Gebiete Frankfurt/Main, Regierungsbezirk Wiesbaden, Hessen und Regierungsbezirk Kassel und wird von Herrn Dr. Max Hermann Maier, Quinckestrasse 26 I (Tel. 45826) geleitet. Sprechstunden: Montag, Dienstag, Mittwoch von 10-12 Uhr, Donnerstag von 3-5 Uhr. Schriftliche Anmeldung erwünscht. Die Auswandererberatungsstellen werden von der Zentrale her ständig mit der letzten Entwicklung auf dem Laufenden gehalten, sodaß eine Gewähr für zuverlässige Beratung im Rahmen des Möglichen gegeben ist. Alle ratsuchenden Auswanderungswilligen müssen sich daher von jetzt an zunächst unbedingt an die zuständigen Zweigstellen im Reiche wenden, während die Zentrale nur die Werbearbeit für Berlin und die Provinz Brandenburg sowie den ständigen Verkehr mit den Zweigstellen übenimmt. Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe Frankfurt a. M., Quinckestrasse 24, (früher Königswarterstrasse) Tel. 46976, Postscheckkonto: ..Jüdische Nothilfe 1933" Frankfurt a. M. 29990 Sprechstunden: Wirtschafts- und Rechtsberatung: Dienstag, 16K-18, Donnerstag, 16-17% Uhr. Umschichtung, Erstausbildung, Jugendalijah: Montag und Mittwoch, 10-12 Uhr, Dienstag und Donnerstag, 17-19 Uhr. Rechtsberatung: Soweit einzelne Rechtsangelegenheiten eingehende Bearbeitung erfordern, werden bedürftige Rechtssuchende den hiesigen jüdischen Anwälten zur unentgeltlichen Beratung auf deren Büro überwiesen. Kurse in Französisch, Englisch, Buchführung, Stenographie für Anfänger und Fortgeschrittene. Kurs für Anfänger in Spanisch: Beginn Montag, 2. März, 19.30 Uhr. Anmeldung. Eschersheimer Landstrasse 65 (Jugendheim). KOHLEN Kohlen u. Koks jtetsowle alle sonstig.?Sfc Brennmaterialien S. Moses & Co. Sandweg 32 Tel. 46990 |Gegr.l875| Wir liefern auch GARTENKIES Kohlenhandlung Ii 0i Büro und Lager: Frankfurt a. M., GauBstraBe 37 Telefon 4372« KOHLENHANDLUNQ '^SCHWARZ iah. Brest Schwan q. Jul. Kutanon Grüneburgweg 37 Tel. 53279 inserieren brioiii Gewinn

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.