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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-11-01 · 2 (11.1935) · p. Seite 68

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
14 (1935-1936)
Issue
2 (11.1935)
Date
1935-11-01
Page
Seite 68 (sequence 22)
Language
German
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Seite 68 reinheit verletzt, die die jüdische Keligion von ihren Bekennern fordert, entweiht G'ttes Namen und G'ttes Thora und gefährdet damit das jüdische Volk und die jüdische Rasse, Unsittlichkeit, ob mit Juden oder Nichtjuden, ist unserer Religion, ist Thora und Talmud stets ein Verbrechen gewesen. — Der Misrachi in Deutschland und die durchdie konservativen Fraktionen des Preussischen Landesverbandes und anderer Landesorganisationen vertretenen Kreise des thoratreuen Judentums haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zur Erreichung der folgenden Ziele zusammengefunden: 1.) .Religiöse Kulturarbeit. Das hierauf bezügliche Programm umfasst: Werbung für das thoratreue Judentum; Förderung des religiösen Schrifttums; Veranstaltung von Vorträgen und Lerntagungen im Reiche; weiterer Ausbau des in Berlin errichteten Rambam-Lehrhauses. 2.) Gemeinsame Arbeit für den religiösen Aufbau von Erez Jisroel. Vom Standpunkte des Gesamtinteresses der thoratreuen Judenheit ist es für die gesetzestreuen Juden in Deutschland eine Hauptaufgabe, den Aufbau Palästinas im Sinne der Überlieferung zu unterstützen. Als wesentliche Punkte innerhalb dieses Programmes können gelten: Gewinnung der öffentlichen Meinung für den religiösen Aufbau von Erez Jisroel; Vorbereitung der Jugend in Deutschland und Förderung der religiösen Jugend-Alijah. 3.) Einheitliche Stellungnahme in religiösen Fragen, insbesondere Durchsetzung der Forderungen des thoratreuen Judentums im jüdischen öffentlichen Leben. — Das dritte Semester des Jüdischen Lehrhauses Berlin wurde am 17. Oktober im Brüdervereinshaus mit einem von Frau Berta Badt-Strauss, Rabbiner Dr. Heinrich Lemle-Frankfurt a. M. und Rabbiner Dr. Ignatz Maybaum-Frankfurt a. 0. geführten Dreigespräch über das Thema „Unsere rpligiöse Situation heute" eröffnet. — Professor Dr. Hermann Grossmann, früher Privatdozent an der Universität Berlin, dann an der Hochschule in Brüssel, ist einem Anerbieten der Regierung von Persien gefolgt, der medizinischen und philosophischen Fakultät der Universität Teheran eine naturwissenschaftlich-technische Abteilung anzugliedern. Professor Grossmann selbst erhält einen Lehrstuhl'der Chemie. — Professor Paul Rosenstein, Direktor der chirurgischen Abteilung am Jüdischen Krankenhaus in Berlin, der als Gast der brasilianischen Regierung an dem Internationalen Urologenkongress in Rio de Janeiro teilnahm, ist von der neugegründeten Confederacao panamericana urologia zum Ehrenpräsidenten gewählt worden.— Im Alter von 71 Jahren starb in Berlin der philosophische Schriftsteller Dr. Moritz Kronenberg, dessen vor dem Kriege verfasste zweibändige „Geschichte des deutschen Idealismus" starke Verbreitung gefunden hat. — Breslau. Der Dozent am Jüdisch-Theologischen Seminar in Breslau, Dr. Heinrich Speyer, starb in Frankfurt a. M. im Alter von nur 38 Jahren. Der Verstorbene erhielt im Jahre 1933 einen Ruf an das Jüdisch- Theologische Seminar in Breslau, in dessen Dozentenkollegium er nach dem Fortgang von Professor Michael Guttmann eintrat. Neben dem Hebräischen vertrat er hier insbesondere die Arabistik. In den Jahren 1925-1933 war er am Breslauer Jüdischen Reformrealgymnasium, zuletzt als stellvertretender Direktor, tätig, nachdem er 1923-1924 ein hebräisches Gymnnsium in Litauen geleitet hatte. Mit Dr. Heinrich Speyer geht eine ausserordentliche Hoffnung der Wissenschaft von der hebräischen Sprache dahin. Es ist ihm nicht vergönnt gewesen, seine großen Arbeiten zu völligem Abschluss zu bringen. Doch ist anzunehmen, daß noch ein größeres Werk aus seinem Nachlass erscheinen wird. — Dresden. In Dresden starb im Alter von 50 Jahren der Mitinhaber des Bankhauses Gebr. Arnhold, Generalkonsul Dr. Heinrieb A r n h o 1 d.—Frankfurt/M. Nach Meldung der „Frankfurter Zeitung" hat die Hauptverwaltung der Deutschen Reichsbahngesellschaft am 18. September diejenigen ihrer Beamten, die Volljuden sind, vom Dienst beurlaubt. Es handelt eich bei dieser Massnahme um eine vorläufige Beurlaubung bis zum Vorliegen der angekündigten Ausführungsbestimmungen zu den neuen Reiehsbürgergesetzen. .— Köln. Im Zuge des Neuaufbaus des Kölner Gemeindewesens, der zuletzt zur Verschmelzung der verschiedenen Chewroth zu einer Einheits-Chewra führte, ist jetzt das Wohlfahrtsamt der Synagogengemeinde Köln e. V., in dem Palästina Die kürzeste und bequemste Verbindung Uber Triest mit dem 8000 BRT (1200 Tonnen Wasserverdrängung) großen, vollständig neu eingerichtetent,Schnelldampferh Gerusalemme « Galilea Palestina Erste Klasse und Touristenklasse Fahrpreise ab Triest nach Jaffa oder Haifa I. Klasse RM354.65 inkl.Taxen ab 1. Mal RM 272.15 Tour.-Kl. RM 122.10 inkl.Taxen Auf Wunsch rttualfa Verpflegung Abfahrten von Triest jeden Mittwoch und Jaden zweiten Freitag, 13 Uhr Auskünfte, Buchungen durch Frankfurt/M. KaiaeratraBe 20, ■•»; Telefon 23784 sowie alle bedeutenden Reisebüros. Im&l BßlOTEHSTiDH KONSTABLER WACHE Herren-Wäsche S ch a I s FAHRGASSE 121 u. 150 Krawatten Ga m aschen Mey-Kragen Her r e n-Handschuhe in mod. 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