Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 14 (1935-1936)
- Issue
- 1 (10.1935)
- Date
- 1935-10-01
- Page
- Seite 28 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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vaLaaataai&XSSi V^^^^Hr^fF^ .•■JWfu*+*s**~ Seite 28 Auswanderung*-, Devisen-, Rechts- Versicherung** und WirtsdiaftseAngelegenheiten Dr. jur. Richard Simon-Sayn Frankfurt am Main Parseval-Sir-fje 12,1. Nahe 'Palmengarten Fernsprecher 71414 S'ra^enbahnlinie 4 künde vom 5. Juni 1935 der Jüdischen Gemeinde zu Berlin die Einrichtung von „Umschulungslehrgängen in der Friedhofsgärtnerei der Jüdischen Gemeinde zu Berlin" gestattet. Schliesslich sind mit Genehmigung des Herrn Staatskommissars in Berlin- Siemensstadt, Nonnendamm 4, Umschulungslehrgänge für Metallbearbeitung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin eröffnet worden. Hinsichtlich dieser Umschulungslehrgänge sind Anfragen über die Einrichtung, Dauer und Kosten der Kurse an die Wirtschaftshilfe der Jüdischen Gemeinde, Abteilung Berufsumschichtung, Rosenstrasse 2-4, zu richten. Es wird darauf hingewiesen, daß zwischen dem Vorstand der Jüdischen Gemeinde Berlin und dem Herrn Staatskommissar der Hauptstadt Berlin Verhandlungen über die Einrichtung weiterer Kurse schweben. Näheres wird hierüber zu gegebener Zeit mitgeteilt. — Der „Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland" teilt folgenden Aufruf an bildende Künstler, Graphiker, Kun st g o - w erb ler mit: Durch die neue Verordnung der Reichskulturkammer ist den in Deutschland ansässigen 'nichtarischen Künstlern und Künstlerinnen anheimgestellt worden,' sich dem Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde anzugliedern. Da die Zeit der Anmeldung begrenzt ist, liegt es'iin Interesse jedes einzelnen Künstlers, sich umgehend eintragen zu lassen. Adresse: Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland, Berlin S W68, Charlottenstr. 90-92, Abteilung Bildende Kunst. Es wird um folgende Angaben gebeten: Name und Adresse, Art der bisherigen Tätigkeit, Voraussetzung der _ Berufsarbeit, welchem Verband eder Verein bisher angeschlossen. Diejenigen, die bisher keiner Gruppe angehört haben, werden sich später zwecks Aufnahme in eine Fachgruppe einer Jury untersteilen müssen. Um Weitergabe des Aufrufes an Interessierte wird ersucht.. — Der Jüdische Kulturbund.B erlin eröffnet das neue, von ihm gepachtete Theater in xler Kommandantenstrasse am 1. Oktober 1935. Die erste Vorstellung ist die „Judith" von Hebbel. Die ',jMakkabäer" von Otto Ludwig werden einige Monate später in das Repertoire aufgenommen. — Die Gesundheitsverwaltung der Jüdischen Gemeinde in Berlin veranstaltet auch im kommenden Winter wissenschaftliche Abende im Logenhaus, Kleiststrasse 10, sowie Fortbildungskurse in den Krankeninstitutionen. Die Fortbildungskurse beginnen nach den hohen Feiertagen. Der erste wissenschaftliche Abend wird am 22. Oktober stattfinden. Ausserdem wird voraussichtlich im November bei ge^ nügender Beteiligung abermals ein Kursus in der „Früherkennung und Frühbehandlung "des Krebses" im Krankenhaus stattfinden. Meldungen hierfür werden schon jetzt entgegengenommen. — Am 3. September begeht der bekannte Magen- und Darmspezialist, Professor Dr. Theodor Rosen heim, seinen 75. Geburtstag. Professor Rosenheim ist ein Schüler von Geheimrat Prof. Senator. Am Aufbau der Magen- und Darmpathologie ist er führend -beteiligt gewesen. Über dieses Fachgebiet hat er ein Lehrbuch geschrieben, das eine große Verbreitung gefunden hat. — Frankfurt a. M. Uber die Zahl der nichtarischen und insbesondere jüdischen-Studenten an den deutschen Hochschulen vermerkt die letzte Hochschulstatistik, daß im Sojnmersemester 1934 von den 91.480 inländischen Studierenden 656 Angehörige der jüdischen Glaubensgemeinschaft festgestellt würden^ Dazu kommen noch Nichtarier, die nicht aus der Religionsangabe erkennbar wurden, sondern daraus, daß sie nicht zur Deutschen Studentenschaft zugelassen, worden sind. Insgesamt gehörten 1316 Studierende niclit der Deutschen Studentenschaft an: Sie sind als Nichtarier im Sinne der Ariergesetzgebung anzusehen. Es sind also etwa doppelt soviel Studierende der, Rasse nach nichtarisch wie jüdisch dem Glaubensbekenntnis nach. In ihrem ersteh Hochschulsemester standen von den Juden im Sommersemester 1934 nur 24 oder 0,4% der fr 189 inländischen Studenten im ersten Semester. — Bei der Luzerner Tagung des Kuratoriums der Her bräischen Universität Jerusalem wurde Professor Dr. Gotthold Weil, ehemals Professor an der Universität Frankfurt a.;M. und Direktor der Orientalistischen Abteilung der Staatsbibliothek in Berlin, zum Professor für arabische und türkische Philologie ernannt. Professor Dr. Weil wird gleichzeitig; das Amt des Di- Herren Wäfche Krawatten Für den >w Obergang 1 nferlock - U n f e rwä s ch e Woilsocken, Handschuhe, Schals in gröhter Auswahl tonet-__ gegen Fussbeschwerden in eleganten Formen und Ausführungen Goefhe*Schuhhaus GOETHESTRASS 28 S pezialhaus feiner Damenschuhe Bettfedern Inletts, Metallbetten, Matratzen Spez.:KI»senfUllungen i größL Auswahl z.billigst.Preisen m.mod Maschine Schönfeld Reineckstr.13 Telefon 25330 Die jüdische Wohlfahrts pflege braucht Sie! 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