Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 13 (9.1935)
- Date
- 1935-09-01
- Page
- Seite 500 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite: 500] Erzeigt ihnen als f das massgebende Spezialgeschäft FRANKFURT *M BlEIDENSfR.3*5 für modische Kleinigkeiten eine Fülle Neuheiten. Knöpfe, Blumen, Garnituren, Handschuhe, Gürtel, Strümpfe Frankreich. Der Grossrabbiner von Marokko, Raphael Enearoua de Se 1 e, ist in Raba,seinem Amtssitz, im 89. Lebensjahr gestorben. Raphael Encarqua de Sale war der Präsident des religiösen Tribunal der marokkanischen Judenschaft und galt als einer der grössten rabbinisehen Autoritäten unter der afrikanischen Judenheit. Griechenland. Per neu ernannte Generalgouverneur von Saloniki, Verriopoulos, versicherte der Jüdischen Gemeinde in Saloniki, daß er um finanzielle Beihilfen bemüht sein werde. Holland. Im Rahmen der Tagung der Weltvereinigung für das religiös-liberale Judentum im Haag, fand eine Round Table Konferenz statt, die das Thema: Die Aufgabe des religiös-liberalen Judentums in der Gegenwart behandelte. Den Vorsitz führte Rabbi Dr. Mattuck-London. — Bei den Wahlen zur ersten Kammer des holländischen Parlaments wurde der bisherige Senator und bekannte Philantrop S. van den Bergh und Dr. Henri Polak, der Präsident der allgemeinen niederländischen Diamantarbeitervereinigung wiedergewählt. Ausserdem trat neu in. die erste. Kammer des Parlaments S. de la Bella, eine führende Persönlichkeit in der sozialen Bewegung Hollands, ein. Nunmehr sitzen im holländischen Senat insgesamt vier Juden als Angehörige der verschiedenen Fraktionen. — Der österreichische Bundespräsident Miklas ernannte den Verwaltungsdirektor der Finanzabteilung im Haag, Dr. L. A. Ries, zum Großoffizier des Verdienstordens. Italien. Der bei dem Flugzeugunglück in der Nähe von Kario zusammen mit dem italienischen Arbeitsminister Razza umgekommene Baron Raimondo Franchetti, ein berühmter italienischer Forscher und besonderer Fachmann in abessinischen Fragen, war Jude und mit den Rothschilds verwandt. Er war ein Sohn des Komponisten Baron Alberto Franehette, dessen Mutter Baronin Louise Rothschild war. Oesterreich. Im 47. Lebensjahr starb in Wien der bekannte Aguda-Führer Dr. Leo Dentsclilünder, der - pädagogische Leiter des Beth Jakob Mädchenschulwerks der Aguda und Organisator des Keren Hathora. Polen. Das hauptsächlicn von Jaden bewohnte Städtchen Sztszerzew, 15 km von Lask entfernt, ist fast völlig abgebrannt. 105 Häuser, darunter 90 jüdische, wurden 'vernichtet Fas?t 300 jüdische Familien blieben ohn«- Übila-'h Der Sehfdon wird auf mehr als eine,Million Zloty, geselligst. — Im Warschauer Judenviertel ist,;_eyi vierstöckiges. Hau? zusamm'-ngisiüizt und hat zahlreiche, meist jüdische Bewohnen, unter seinen Trümmern begraben. Sechs jüdische Bewohner des Hauses wurden tot aus den Trümmern geborgen. Weitere sechs, die vermisst werden, konnten noch nicht aufgefunden werden. Zehn Personen sind schwer verwundet worden. — Im Saale des Lichtspieltheaters Atlanticin Krakau fand die.feierliche Eröffnung der Misrachi-Weltkonferenz statt. Das Präsidium der Konferenz besteht aus den Herren Rabbiner Meir Berlin, Rabirier Fischmann, H. Farbstein, Rabbi Amiel, Rabbi Gold, Rabbi Neufeld, Genachowski u. a. in. Als Vertreter der Behörden wohnten der Eröffnungssitzung ein Woidwodsehaftsrat und ein Mitglied des Stadtpräsidiums bei. — Der Parteitag des Misrachi in- Polen hat eine Reihe von Erschliessungen bereffend die misrachistischen Forderungen an den 19. Zionistenkongress gefasst. In diesen Entschliessungen heisst es: „Der Parteirat fordert die Misrachi-Fraktion auf dem 19. Zionistenkongress auf, mit allem Nachdruck die Annahme von geeigneten Resolutionen gegen die religiöse Zügellosigkeit* in Palästina und gleichzeitig Garantien dafür' zu verlangen, dass die gefassten Beschlüsse verwirklicht werden. Sollte der Kongress die religiösen Forderungen des Misrachi ablehnen, so wird die Misrachi-Organisation darüber beschliessen müssen, ob sie weiter in der zionistischen Organisation verbleiben soll. Abgesehen von diesen religiösen Forderungen muss sich die Misrachi- Frakton auf dem 19. Zionistenkongress mit aller Schärfe gegen die Rechtsberaubung des religiösen Judentums durch die Zionistische Organisation auf dem Gebiet der Einwanderung und Ansiedlung wenden. Die Misrachi-Fraktion des Kongresses muss eine Änderung dieser Lage ultimativ fordern. Da die Zionistische Organisation es nicht als ihre Pflicht erachtet, bisher gegen den traurigen Zustand der Religionsverletzung in Palästina Massnahmen zu treffen, und da alle diesbezüglichen feierlichen Zusagen bis heute, nicht erfüllt wurden, finden wir keine Möglichkeiten, uns an der Leitung der Zionistischen Organisation zu beteiligen". — Im Monat Juli? haben sich im Vergleich zum selben Monat des Vorjahres die Einnahmen des Keren Kaj e m et h in Polen um 60 Prozent erhöht. — Das palästinensische Oberrabbinat hat gemeinsam mit den Vertretungen von 300 Synagogen und Bethäusern in Palästina das in Krakau weilende Mitglied des Tel Awiwer Rabbinats, P. Tchush, ersucht, dein Zionisten- Grojl iotöner & £orf fieimer ßtebfrouettberg 39,1. Sto<fc — ©egrüttbet 1837 töifll. n.i»eulf(öe 6errenjfoffe Bin Kaiserstrasse 4 Inn. A. Lo eb P. 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