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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-06-01 · 10 (6.1935) · p. Seite 400

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
10 (6.1935)
Date
1935-06-01
Page
Seite 400 (sequence 26)
Language
German
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Seite 400 Kinder nicht zur Verfügung stehen. Drei Erzieherinnen beaufsichtigen die Kinder und versuchen mit Turnen, Spielen, Handarbeiten und sonstigen anregenden Beschäftigungen dem Hort das Gepräge eines gemütlichen Heims zu geben. Ausserdem werden alljährlich durch tatkräftige Unterstützung der jüdischen Wohlfahrtspflege Ferienspiele veranstaltet, die zur Erholung und Gesundung der Kinder wesentlich beitragen. Der Hort leidet Not. In zunehmendem Masse hat sich die finanzielle Lage des israelitischen Kinderhortes verschlechtert, da die Eltern leider nicht in der Lage sind, die Zuschüsse in der notwendigen Höhe zu leisten. Größere Reparaturen und Neuanschaffungen von Material für die Kinder sind dringend und schnell notwendig. Mehr denn je muß es heute ein Wunsch aller verantwortungsbewussten Juden sein, daß den Kindern im Heim jene Pflege, Erziehung und Beaufsichtigung zuteil wird, die sie infolge der Ungunst oder Besonderheit der Verhältnisse der schwer arbeitenden Eltern zu Hause oft entbehren müssen. Wir appelieren an Euer soziales Bewusstsein und an Euer jüdisches Gemeinschaftsgefühl. Helft unsern jüdischen Kindern! Gebt unseren Sammlern, wenn sie, mit Ausweisen versehen, im Kreise unserer Freunde für den „Israelitischen Kinderhort in der Bleichstrasse" sammeln. Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe Frankfurt a. M., Königswarterstr. 24, I., Tel. 46976 Postscheckkonto „Jüdische Nothilfe 1933", Frankfurt a. M. 29990 ÜAchtungü Die Sprechstunden der Beratungsstelle haben sich wie folgt geändert: Sprechstunden: Wirtschafts - und Rechtsberatung: Dienstag und Donnerstag von 16%—18 Uhr. Für Ümschichtler: Montag und Mittwoch von 10—12 Uhr, Dienätag und Donnerstag von 17—19 Uhr. Rechtsberatung: Soweit einzelne Rechtsangelegenheiten eingehende Bearbeitung erfordern, werden bedürftige Rechtssuchende den hiesigen jüdischen Anwälten zur unentgeltlichen Betreuung auf deren Büro überwiesen. Kurse in Französisch, Englisch, Stenografie für Anfänger und Fortgeschrittene. Anmeldungen: Eschersheimerland'str. 65 (Jugendheim) . Jüdischer Arbeitsnachweis ( Weiblich | Unentgeltlicher Arbeitsnachweis und Berufsberatung der weiblichen Fürsorge e. V. für jüdische Frauen und Mädchen. Sprechstunde nur nachmittags von 3—6 Uhr, Hans Handwerkstrasse 3, Tel. 25462. Wir empfehlen: Tüchtiges Geschäftspersonal: Buchhalterinnen, Kontoristinnen, Stenotypistinnen (auch mit eigener Maschine), Verkäuferinnen, Schneiderinnen, Näherinnen und Flickerinnen, Kunststopferin mit guten Referenzen. Hauspersonal: Stützen, Hausdamen, Haushälterinnen, Kindergärtnerinnen, Kindermädchen, Haustöchter und Monatsfrauen. Studentinnen für Unterrieht und Nachhilfestunden. Wir bitten die Hausfrauen, telefonische Anmeldungen nur vormittags aufzugeben. Arbeitgeber im Bedarfsfalle: Anruf i [ Seit langem vergiffen. in jedem jüdischen Qaufe erwünföt, daher immer wieder gefragt i Die vierundzwanzig Bücher der HEILIGEN SCHRIFT nach dem masoretischen Texte in einem Bande in der Uebersetzung von Dr. Z u n z H. Arnheim, Dr. Julius Fürst, Dr. M. Sachs IDie 17. Auflage gelangt Milte August zur Ausgabe. Würdige Ausstattung, klare Antiquaschrift, fester Einband Volkstümlicher Preis, m QQ Besonders zu GeschenknurRM*"« zwecken geeignet. Leo Alterthum Verlag, Berlm-Charlottenburg 9 Tel. J9 Heerstr. 4161 Kaslanienallee 17 usgabe. Wür- H ester Einband H zu Geschenkflj eeignet. H Ottenburg 9 B anienallee 17 H Geschenk werke, Lehr- und Wörterbücher, Palästina-Führer Literatur, Marken-Alben, Kataloge, Zeitschriften, Schulbücher. Hebraica, Judaica, Tallesim, Ritualien etc. Buchhandlung Hugo Oppenheimer Frankfurt a. M.f Rückertstr. 57 Tel. 42833 Tflcbt. Kaalmann übernimmt Kassierungen von Vereinsbeiträgen und Inkassisalier Art Gefl. Zu* s&riften u. J. 230 a. d. Anz «Verw. Ravensteinstr. 11 FRANZ ROSENZWEIG Briefe Unter Mitwirkung von Ernst Simon ausgewählt und herausgegeben von Edith Rosenzweig 743 Seiten Grossoktav. In Leinen M 12.50 In den Briefen Franz Rosenzweigs erschliesst sich der ganze Reichtum und Ernst seiner ungewöhnlichen Persönlichkeit. In ihnen wird seine Wirksamkeit -im jüdischen und im deutschen Geisteslehen der Zeit erst ihrem ganzen Umfang nach erkennbar, wird sein Gewicht als Sprecher der westjüdischen Umkehr voll verständlich. Die im Wissen unerbittlichen, von Leid und Unrast der Zeit tief erregten, angriffslustigen, ja ironischen, und dann doch wieder abgeklärten, überlegen weisen Briefe lassen erkennen, wie —über das Werk hinaus — in Rosenzweigs persönlichem Leben und Schicksal eine Zeit und ihre Frage wahrhaft Antwort gefunden hat, SCHOCKEN VERLAG / BERLIN SW19

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