Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 8 (4.1935)
- Date
- 1935-04-01
- Page
- Seite 322 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 323 Achduth-Mazzenbezug Die Ortsgruppe der Achduth ist in der Lage, an Mindermittelte für Pessach Mazzen und Mazzenmehl, hergestellt unter Aufsicht der Kitualkommission der Israelitischen Gemeinde Frankfurt a. M., zu folgenden Preisen zu liefern: A) Mazzen in 5 und 10 Pfund-Kollen ä 43 Pfg. per Pfund B) Mazzenmehl, abgewogen in Paketen a 48 Pfg. per Pfund. Der Betrag für das bestellte Quantum ist gleichzeitig mit der Bestellung an den Unterzeichneten bar zu zahlen oder auf;dessen Postscheckkonto 71579 dahier zu überweisen. Zahlungen können auch auf das Postscheckkonto des Herrn S. Blank 33783 dahier, Finkenhofstrasse 2, erfolgen. Die Lieferung erfolgt ab Mazzenbäckerei, bei Versendung nach auswärts gegen Erstattung der Versendungskosten, bei Versendung in Karton gegen Erstattung des Selbstkostenpreises. Bestellungen sind bis spätestens 11. April 1935 erfordern ch. Der Vorstand Dr. Schönberg, Vorsitzender Allerheiligenstrasse 83 Achawa Gegen Ende des verflossenen Jahres wurde wie üblich in einer Verwaltungsausschußsitzung, die Herr Oberlehrer E. Gut einberufen hatte, die Verteilung der Pensionszuschüsse vorgenommen. Es konnten rund RM. 3000.— zur Ausschüttung bereit gestellt werden. Im Jahresbericht wurde des schweren Verlustes gedacht, den die Achawa durch das Hinscheiden ihres langjährigen verdienstvollen Kassiers, Herrn Bankdirektor Emil Simon, erlitten hat. Seine Nachfolge hat Herr Bankier Herbert Frohmann angetreten. — Einer Mitgliederversammlung lagen Anträge vor, die Kasse gemeinsam mit ähnlichen Institutionen zu einer Zentralhilfskasse des Verbandes der jüdischen Lehrervereine auszubauen. In einer später einzuberufenden Generalversammlung soll die Angelegenheit zur Behandlung gelangen. Anfragen beantwortet der Schriftführer, Herr Studienrat Walther Rothschild, Hammanstrasse 5, Frankfurt am Main. Verein zur Aussteuerung hiesiger israel. Bürgerstöchter E. V. Der seit 1790 bestehende Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Bürgerstöchter hat seine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung abgehalten. Der Mitgliederbeitrag für 1935 wurde wieder auf RM. 9.— festgesetzt. Bei der Verlosung von zwei Aussteuern erster Klasse aus 1934 von je RM. 3000.— wurden die Nummern 61 und 202 gezogen. Den Mitgliedern, die diese Beteiligungsnummern besitzen, steht das Recht zu, den genannten Betrag als Mitgift einem Mädchen zuzuweisen, das den satzungsgemässen Bedingungen entspricht. Ferner hat der Vorstand beschlossen, acht Aussteuern zweiter Klasse von je RM. 400.— am 28. Mai d. J. zur Vergebung zu bringen. Zur Bewerbung um diese Aussteuern zweiter Klasse ist jedes jüdische Mädchen, das den Bedingungen der Satzungen genügt, ohne irgend eine Zahlung zugelasssen. Anmeldungen haben von den Bewerberinnen bezw. ihren Eltern oder Vormündern bis zum 23. April d. J. bei Herrn Wolfgang Auerbach, Gervinusstrasse 10, vorm. 8-9 Uhr zu geschehen. Den Vorstand bilden zurzeit die Herren Alfred Schwarzschild, Vorsitzender, Wolfgang Auerbach, Ludwig Groedel, Abraham Horovitz, Dr. Ernst Kirchheim, Dr. Julius Sichel und Fritz Stern. Exemplare der Satzung werden auf Anfordern (Anschrift Gervinusstrasse 10) zugesandt. Jüdische Beratungsstelle fürJWirtschaftshilfe Frankfurt a. M., jetzt Königswarterstr. 24, I., Tel. 46976, Postscheckkonto „Jüdische Nothilfe 1933", Frankfurt a. ^M. 29990. Allgemeine Sprechstunden: Montag bis Donnerstag von 15 % bis 17 Uhr, Montag, Dienstag, Donnerstag für Kaufleute. Mittwoch: Rechtsberatung. Soweit einzelne Recht sangelegenheitenoingehendeBearb ei tung erfordern, werden bedürftige Rechtssuchende den hiesigen jüdischen Anwälten zur unentgeltlichen Betreuung auf deren Büro überwiesen. Kurse in Franz., Engl., Ital., Spanisch, Stenographie für Anfänger und Fortgeschrittene. In den italienischen Kurs können Anfänger, die etwas sprachliche Vorkenntnisse haben, z. Zt. aufgenommen werden. Anmeldungen: Eschersheimer Landstr. 65 (Jugendheim). Hauswirtschaftliche Kommission Sprechstunden der Hauswirtschaftlichen Kommission für Rat und Auskunft in hauswirtschaftlichen und. Hausangestelltenfragen: Dienstag von 11—12 Uhr und Mittwoch von 4—5 Uhr, Hans-Handwerkstraße 3. Juristisch-wirtschaftliche Beratungsstelle des CV. Die juristisch-wirtschaftliche Beratungsstelle des Centraivereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Landesverband Hessen-Nassau und Hessen und Ortsgruppe Frankfurt a. M. Steinweg 9, Zimmer 22, (Sprechstunden täglich außer Samstag und Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr) erteilt im Einvernehmen mit den jüdischen Spezialorganisationen im Rahmen der Richtlinien der Reichsvertretung der deutschen Juden Rechtsauskünrte in allen juristischen und wirtschaftlichen Fragen, die mit der neuen Gesetzgebung zusammenhängen. Ferner werden Kollektiv- und Einzelschritte bei Behörden und Verbänden bearbeitet. Um eine unnötige zeitraubende Belastung der Beratungsstelle, welche jedem deutschen J u d e n zur Verfügung steht, zu vermeiden, wird gebeten alle für dieAuskunft wichtigen Belege mitzubringen und die Sprechzeit möglichst einnzuhalten. Jüdischer Arbeitsnachweis | Weiblich ~\ Unentgeltlicher Arbeitsnachweis und Berufsberatung der weiblichen Fürsorge e. V. für jüdische Frauen und Mädchen. Sprechstunde nur nachmittags von 3—6 Uhr. Berufsberatung und Lehr stellen-Vermittl ung Mittwoch von 3—5 Uhr. Wir empfehlen: Tüchtiges Geschäftspersonal: Buchhalterinnen, Kontoristinnen, Stenotypistinnen (auch mit eigener Maschine), Verkäuferinnen, Schneiderinnen, Näherinnen und Flickerinnen, Modistinnen, Kunststopferin mit guten Referenzen. Tüchtiges Hauspersonal, Stützen. Hausdamen, Haushälterinnen, Kindergärtnerinnen, Kinderfräulein, Kindermädchen, Köchinnen und Monatsfrauen. Lehrerinnen und Studentinnen für Unterricht und Nachhilfestunden, zur Beaufsichtigung und Beschäftigung der Kinder. Wir suchen: für eine große Anzahl junger Mädchen, die Ostern die Schule verlassen, Lehrstellen in kaufmännischen und gewerblichen Ret r.i eben. Arbeitgeber helfen Sie uns! Melden Sie uns die Vakanzen für Lehrmädchen in Ihren Geschäften und Betrieben! Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge, Hans-Hand werkstraße 3, Telephon 25462. Nachhilfestunden Für Nachhilfestunden in Sprachen, Mathematik und anderen Fächern, sowie Beaufsichtigung von Kindern können vom Verein Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden e.V. Königswarterstrasse 241, Ruf Nr. 46164 (männlicher Arbeitsnachweis) geeignete Kräfte nachgewiesen werden. [~M3nnlM> ] Arbeitgeber! Weit über 800 Arbeitsuchende sind bei dem männlichen xVrbeitsnachweis gemeldet und warten auf Unterbringung! Jeder jüdische Arbeitgeber wende sich bei freiwerdenden Arbeitsplätzen an uns! Tel. 46164. Die Kriegsbeschädigten, Frontkämpfer, Kinderreichen und sonstigen älteren Angestellten und Arbeiter bedürfen besonderer Berücksichtigung. Arbeitgeher! Helft die Not der jüdischen Arbeitslosen zu lindern! Meldet uns sofort jede vorkommende Dauer- und Aushilfsstelle! Sprechstu n den: für gewerbliche Arbeitsuchende: Montag und Mittwoch von 9—11 Uhr, für kaufmännische Arbeitsuchende: Dienstag und Donnerstag von 9—12 Uhr. Berufsberatung und L e h r s t e 11 e n v e r m i 111 u n <r: Nach vorheriger Anmeldung und Ausfüllung der Fragebogen, die in der Geschäftsstelle täglich von 3—4 Uhr erhältlich sind: Dienstag nachmittag von 4—6 Uhr. Freitags keine Sprechstunden. Unsere gemeinnützige Schreibstube nimmt jederzeit Vervielfältigungsaufträge, Adressenschreiben usw. bei prompter Ausführung entgegen. Wir suchen: Handwerkliche Lehrstellen in Stadt und Land, Anlernstellen in gewerblichen Betrieben. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden e. V. (männlicher Arbeitsnachweis) Königswarterstr. 24, I. Stock. Telefon 46164.