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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1935-01-01 · 5 (1.1935) · p. Seite 189

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
5 (1.1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 189 (sequence 23)
Language
German
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Seite 189 Ihre Verlobung geben Sie bekannt durdi eine Anzeige im Mitteilungsblatt »DieseAnzeige kostet 4.86Mk. v r Ihre Vermählung geben Sie bekannt durch eine Anzeige im Mitteilungsblatt kostet 4.86 Mk, ^Diese Anzeige V r Rüth Freibig, Zahnärztin Dr. Werner Fraenkel, Zahnarzt Verlobte "\ v. Gartenstr. Frankfurt a. 112 M., den 31. Dezember 1934 — Gr. Hirsdtgraben 11 J Jüdische Chronik Berlin. In der „Deutschen Justiz" wird eine Allgemeine Verfügung des Reichs- und Preußischen Justizministers vom 10. Dezember veröffentlicht, die neue Grundsätze über die Beiordnung von Rechtsanwälten in Armensachen außerhalb des ehemaligen oherschlesischen Abstimmungsgebiets aufstellt. Danach sind bei der Auswahl des beizuordnenden Anwalts Wünsche der Partei nach Möglichkeit zu berücksichtigen. Wird ein Wunsch nicht geäußert, so ist der Anwalt so auszuwählen, wie es den berechtigten Belangen der Partei und ihren mutmaßlichen Wünschen entspricht. Es wird dabei davon auszugehen sein, daß eine arische Partei die Beiordnung eines arischen Anwalts erwartet. Die bisher im Reiche und in den Ländern geltenden Erlasse und Verfügungen über die Beiordnung von Armenanwälten werden im Geltungsbereich der neuen Allgemeinen Verfügung gegenstandslos. — Wie die „Frankfurter Zeitung"mitteilt, verurteilte das Arbeitsgericht in Aachen eine Firma zur Wiedereinstellung einer nichtarischen Angestellten, weil die Kündigung eine unbillige Härte darstelle. Die Angestellte sei unter einem Vorwand, in Wirklichkeit aber wegen ihrer Abstammung gekündigt worden. Man hätte sie, die sonst vielleicht. dauernd der öffentlichen Fürsorge zur Last falle, ohne Schädigung des Betriebes an anderer Stelle weiter beschäftigen können. — Auf einem Vortragsabend des Centraivereins deutscher Staatsbürger Jüdischen Glaubens sprach Rechtsanwalt Dr. Rudolf Callmann aus Köln, stellvertretender Vorsitzender des C. V. und Mitglied des Präsidialausschusses der Reichsvertretung der deutschen Juden, über den „jüdischen Menschen in der Problematik unserer Zeit". — Eine stark besuchte Kundgebung zugunsten der jüdischen National - und Universitats-Bibliothek in Jerusalem hielt im großen Saal des Logenhauses die Gesellschaft der Freunde der Jerusalem-Bibliothek ab. — Unter dem Namen Palestine Stripping Co. Ltd. ist mit Unterstützung der Arnold-Bernstein-Linie in Hamburg eine jüdische Schiffahrtslinie mit dem Sitz in Haifa gegründet worden. Die erste Fahrt des 10 000 Tons umfassenden Schiffes „Tel Awiw", die anläßlich der Eröffnung der Linie stattfindet, beginnt ab Hamburg am 26. Januar 1935. Der fahrplanmäßige Verkehr wird am 13. März von Triest, am 21. März von Haifa aus aufgenommen. Die Dauer der Ueberfahrt beträgt fünf Tage. — Der bekannte Gelehrte Lazarus Goldschmidt hat soeben die deutsche Uebersetzung des Talmud zum Abschluß gebracht. Der längst ersehnte 9. Band der großen Talmud-Ausgabe liegt nunmehr druckfertig und dürfte demnächst in dem Verlag von Martinus Nijhoß im Haag erscheinen. — Der frühere Professor der Technischen Hochschule in Charlottenburg und Dozent an der Hochschule für Politik, Dr. Wilhelm Haas, ist an die Universität in Teheran berufen worden. — Michael Taube, der bekannte Dirigent und Musiker, der auch am Kulturbund Deutscher Juden in Berlin als Dirigent gewirkt hat, hat der Berufung, in Palästina eine Serie von Symphonie-Konzerten zu geben, Folge geletetüt. — Professor Dr. Paul Rosenstein, der Direktor der chirurgischen und urologischen Abteilung im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, ist zum auswärtigen Mitglied der italienischen; urologisehen Gesellschaft in Rom ernannt worden. — Am 25. Dezember waren 125 Jahre vergangen, daß David Friedländer, der Vorkämpfer für die Emanzipation der deutschen Juden, gestorben ist. Breslau. Die „Nationalsozialistische Schlesische Tageszeitung" in Breslau hatte vor kurzem beanstandet, daß neben dem Bild des Führers im Anwaltszimmer des Oberlandgerichts in Breslau Bilder der jüdischen Justizräte Heilberg und Steinitz, der früheren Vorsitzenden der Anwaltskammer, sich befänden. Wie das gleiche Blatt mitteilt, sind jetzt die beiden Bilder entfernt worden. — Frankfurt. In einer Sitzung des Kuratoriums des der Frankfurter Universität angegliederten Instituts für Kulturmorphologie, wurden verschiedene Gelehrte zu korrespondierenden Mitgliedern des Instituts berufen. Wie die „Frankfurter Zeitung" meldet, befinden sich hierunter Prof. Dr. Doro Levy aus Florenz und Prof. Dr. Freiherr von Heine-Geldern, aus Wien. — Gleiwitz. Am 24. Dezember vollendete Justizrat Dr. Arthur Kochmann in Gleiwitz sein 70. Lebensjahr. Als Führer der oherschlesischen Juden hat er sich um das Ergehen seines engeren Heimatbezirkes zahlreiche Verdienste erworben. Als Mitglied im großen Rate des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden ist er für die Gesamtinteressen der deutschen und preußischen Juden tätig. Auch in nichtjüdisehen Kreisen sind seine Verdienste um seine Vaterstadt gebührend anerkannt worden. Im Jahre 1918 wurde ihm der Titel eines Stadtältesten, i. J. 1928 der eines Ehrenbürgers verliehen. — Hamburg. Unter großer Beteiligung der Dreigemeinden Hamburg-Altona-Wandsbeck beging am Sonntag die „Große Synagoge" in Altona die Feier des W. KATZ t£ tnh. Max Liebmann Lebensmittel Spezialität: Kaffee eijj. Rösterei. Wein, Weinbrand, Liköre. Sämtl. Putz- und Waschmittel. Bergerstrasse 197 Ruf 42836 Damenu. Herrenfriseur H. Schwedt Königswarterstr. 2 Wasseru. Fönwellen, Scheitel-Frisieren Verlangen Sie Düte unsere Anzeigen- Preisliste! MODERNE PHOTOGRAPHIE PORTRÄTS, KINDERBILDNISSE Erstklassige Ausführung lässige Preise Lotte Goldschmidt Beethovenstrafle 50, Ii. 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