Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 13 (1934-1935)
- Issue
- 3 (11.1934)
- Date
- 1934-11-01
- Page
- Seite 108 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 108 Büroverlegung Der Verein Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V. (männlicher Arbeitsnachweis) befindet sich jetzt: Königswaxterstraße 24, I. Stock. Neue Fernsprechnummer: 46164. Heizer frei! Der Verein Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden e. V. Königswarterstr. 24, I. (männlicher Arbeitsnachweis), weist besonders darauf hin, daß eine Anzahl geprüfter Heizer für die Heizperiode nachgewiesen werden können. (Rufnummer 46164.) Judisdie Körperbehinderte Die' erste Mitgliederversammlung der Frankfurter Ortsgruppe fand am 51. Juli im Turnsaal des Israelitischen Kinderhortes statt und erfreute sich, guten Besuches. Unter Vorsitz des Obmanns der Blinden, Max Leopold, berichtete die Geschäftsführerin Irma Dresdner über die schon erreichten Erfolge durch Umschulung von Mitgliedern. Herr Emil Münster gab die Yergünstigungen bekannt, die die Geschäftsstelle, vor allem für Blinde, vermitteln kann und für Körperbehinderte anstrebt. Der 2. Teil wurde durch Bezitationen von Herrn Ludwig N e u g a ß eingeleitet, dann behandelte Herr Rabbiner Dr. L e m 1 e in besonders eindrucksvoller Weise das Thema „Schicksal und Wille". Jüdische Blindenanstalt Die Jüdische Blindenanstalt für Deutschland E. V., Berlin-Steglitz, Wrangelstraße 6/7, ist das einzige Institut in Deutschland, welches ausschließlich jüdische Blinde betreut. Im eigenen Heim wird eine Werkstatt zur Erzeugung von Bürstenwaren unter Aufsicht eines sehenden jüdischen Meisters unterhalten. Die hergestellten Waren sind erstklassig, werden in der Provinz von dem Vertreter, Herrn Ludwig Becker und seinen Angestellten nach Katalog verkauft und frei Haus geliefert. Mit jedem Auftrag auf Lieferung von Bürstenwaren wird die Not der jüdischen Blinden gelindert. Berufsprobleme der Handelsvertreter Die Ortsguppe Frankfurt *a. M. des Centraivereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. V. hatte die jüdischen Han- Die Möglichkeit sich an die jüdische Bevölkerung Hessens zu wenden, ist nunmehr wieder geschaf en. Das „Mitteilungsblatt israelitischer Religionsgemeinden Hessens" erscheint wieder i n einer Auflage von ca; 5500 Exemplaren. Auf Grund freundschaftlicher Uebereinkunft mit dem Vorstand der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main ist der Verlag des „Mitteilungsblattes" in der Lage, seinen Lesern eine hochwertige, redaktionell vorbildlich geleitete Zeitschrift zu liefern. Über 100 Firmen erkannten - bereits den hohen Werbewert des „Mitteilungsblattes". Wenn Sie sich an die jüdische Bevölkerung in Stadt und Land wenden wollen, benutzen Sie das „Mitteilungsblatt" für Ihre Reklame. Die Anzeigenpreise sind niedrig gehalten; ein Versuch wird Ihnen den Wert dieser Reklame beweisen. Probenummer und Anzeigen-Tarif durch die Anzeigen-Verwaltung M. ISAAC dt Co. Frankfurt am Main + Ravensteinstr. 11 + Tel. 44888 delsvertreter aus Frankfurt a. M. und den umliegenden Gemeinden zu einer Versammlung am 22. Oktober eingeladen, welche sich eines überaus guten Besuches zu erfreuen hatte. Der Centraiverein hat, wie der Syndikus des Landesverbandes Hessen-Nassau und Hessen, Dr. Matzdorff, ausführte, seine Organisation dieser Berufsgruppe zur Verfügung gestellt, um unterschiedslos in der gegenwärtigen Notlage den jüdischen Handelsvertretern die Möglichkeit zu geben, ihre Sorgen durch eine Stelle bearbeiten zu lassen. Diese Einrichtung ist das Handelsdezernat, das im Auftrage der Reichsvertretung der deutschen Juden beim Centraiverein errichtet worden ist. Sein Leiter, Syndikus Dipl.-Kaufmann Artur Juliusburg, Berlin, hielt das Hauptreferat über das Thema „Berufsprobleme für den-jüdischen Handelsvertreter", in dem er die Entwicklung der allgemeinen Handelsvertreterorganisationen, die vorübergehende Einführung des Arierparagraphen in die Satzungen und die zu entwickelnde Ausgestaltung der Berufsverbände zur Zwangsorganisation schilderte. Er machte weiter Ausführungen über die besondere Berufslage der jüdischen Handelsvertreter und die Arbeit des im Auftrage der Reichsvertretung der deutschen Juden beim Centraiverein errichteten Handelsvertreterdezernats, das schon in vielen Fällen jüdische Berufskollegen mit Erfolg beraten hatte. In der Aussprache betonte Herr Eugen Herzberg, Berlin, daß die Schaffung des Dezernats eine vorübergehende Notwendigkeit sei und im Augenblick der Eingliederung in die Gesamtorganisation aufhören werde zu bestehen. — Der Leiter der Versammlung, Herr Otto Kaufmann, Frankfurt a. M., brachte einmütig den Willen zum Ausdruck, in jüdischer Solidarität auch für diese Berufsgruppe im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten zu arbeiten. . Genesungsheim Oberstedten Das Genesungsheim Oberstedten der Eduard und Adelheid Kann-Stiftung in Oberstedten im Taunus (bei Bad Homburg) war diesen Sommer von Erholungsbedürftigen nicht nur aus Frankfurt und Umgebung, sondern aus allen Teilen Deutschlands so stark besucht, daß es zeitweise nicht möglich war, alle Erholungsbedürftigen aufzunehmen; ein Beweis dafür, wie beliebt und weitbekannt das schöne Heim ist. Um vielfach geäußerten Wünschen Rechnung zu tragen, hat sich die.Verwaltung entschlossen, das Heim auch im Winter geöffnet zu halten. Arnold Lazarus-Halle Die Wiedereröffnung der Arnold-Lazarus-Halle findet Samstag, den 3. November 1934, 20K Uhr, Königswarterstr. 26, statt» Die Räume sind renoviert und erweitert. Gäste herzlich willkommen. Endspiele um den deutschen Makkabi-Pokal in Fußball und Handball. Ausscheidungskämpfe für die Makkabiah 1935 Der Jüdische Turn- und Sportverein Bar Kochba Frankfurt führt am 11. November im Auftrage des deutschen Makkabikreises Endspiele durch. Süddeutschland hat sich bereits durch seine Siege gegen Westdeutschland (Fußball 3:0, Handball 7:3) für das Endspiel qualifiziert, während der Gegner am 28. Oktober aus dem Spiel Mitteldeutschland gegen Berlin/Grenzmark ermittelt wird. Die süddeutschen Mannschaften sind gerüstet. Die besten Spieler wurden in den verschiedenen Auswahlspielen festgestellt. Der 11. November soll entscheiden, welcher Bezirk die größere Anzahl Spieler für die Makkabiah 1935 in Palästina stellt. Diese Spiele, die in Anwesenheit des Präsidiums des deutschen Makkabikreises in Frankfurt stattfinden, werden ein großes Ereignis sein und spielerisch auf hohem Niveau stehen. In den Mannschaften stehen Ligaspieler guten Formats. Am Vorabend findet anläßlich dieser Spiele eine große Veranstaltung (Ton und Wort) im Saalbau statt. Alles Nähere auf den Plakaten und bei den Funktionären. Die jüdische Wohlfahrts pflege braucht Sie! usika I ie n Instrumente B. Färnberg Nachf. R. Hinrichs Schillerstrasse 20, Telefon 22106 Konzertkarten-Verkauf Antiquariat