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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1934-09-01 · 1 (9.1934) · p. Seite 22

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
13 (1934-1935)
Issue
1 (9.1934)
Date
1934-09-01
Page
Seite 22 (sequence 24)
Language
German
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Seite 22 Persönliche Nachrichten Ismar Elbogen Am J. September wurde Professor Dr. Elbogen, Dozent an der Lehranstalt (früher Hochschule) für die Wissenschaft des Judentums in Berlin, 60 Jahre alt. Prof. Elbogen ist eine der markantesten Erscheinungen in der jüdisch-wissenschaftlichen Welt Deutschlands. Zwei Arbeiten begründeten schon in seinen Jugendjahren seinen wissenschaftlichen Ruf, seine überlegene Kritik an Halevi's Doroth harischonim und seine „Geschichte des Achtzehngebetes". Hervorgegangen aus einer von der David Rosin-Stiftung am Jüdisch-theologischen Seminar in Breslau gestellten Preisaufgabe und weit über eine solche hinausgewachsen, lenkte sie ihn auf die Erforschung der jüdischen Liturgie und ihrer Geschichte hin. Frucht dieser Forschungen ist sein Hauptwerk: „Der jüdische Gottesdienst in seiner geschichtlichen Entwicklung", das 1913 in dem von der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums herausgegebenen Grundriß der Gesamtwissenschaft des Judentums erschien. Es bringt zuerst eine genaue Beschreibung der einzelnen Gebetstücke am Wochentag und an den ausgezeichneten Tagen des Jahres, schildert die Vorgänge bei der Vorlesung aus der Thora, belehrt über die Einzelheiten der synagogalen Poesie und gibt dann die Geschichte des Gottesdienstes von den Anfängen bis in die unmittelbare Gegenwart. Sein.Werk ist das Buch über den jüdischen Gottesdienst geworden. Neben ihm gehen allerhand Einzelstudien über besonders bemerkenswerte ältere Fassungen des Gebetes, besonders 'der palästinensischer Herkunft einher und Darstellungen jüdischer Geschichte. Besonders sei auf seine Arbeit „Die Religionsanschauungen der Pharisäer" hingewiesen. Sie erschien in einer Zeit, in der die öffentliche Auseinandersetzung zwischen christlicher und jüdischer Theologie mit besonderer Heftigkeit die pharisäische Grundlage jüdischer Frömmigkeit umstritt, und stellte das Bild der Pharisäer in ihrer wirklichen Frömmigkeit vor aller Augen hin. — Unmöglich Her ein geschlossenes Bild seines reichen Wirkens zu entwerfen. Hervorgehoben sei nur, daß er an allen wichtigen neuzeitlichen Enzyklopädien, nicht nur den jüdischen, entscheidend mitgearbeitet hat und daß ihm bei der Abfassung des liberalen Einheitsgebetbuches eine wichtige Rolle zufiel. Im Rat des preußischen Landesverbandes hat sein Wort Klang und Gewicht. Er ist bei allem Verständnis für Liberalismus von ausgesprochen konservativer Denkart. — Zu der wissenschaftlichen Bedeutung,' der umfassenden Belesenheit und der gründlichen Kenntnis der weitschichtigen jüdischen Literatur, der tiefen Allgemeinbildung gesellt sich eine herzliche Liebenswürdigkeit, eine seltene Fähigkeit, wertvolle Menschen aufzuspüren und mit ihnen in Fühlung zu bleiben, das verständnisvolle Eingehen auf die Lernenden und deren Bedürfen und die Kraft zur verläßlichen Freundschaft. bint^n "DT IfllttD ' M. D. , Silberne Hochzeit 20. August: Aaron Lubadowski und Frau Rosa geb. Kalinsky, Rechneigrabenstraße 5; 5. September: Julius Wolf und Frau Henni geb. Oppenheimer, Scheffelstraße 29; 9. September: Hermann Königs-berger und Frau Auguste geb. Kaufmann, Grünestraße 36. . Dienstjubiläum Am 1. September konnte der Synagogenwart Joseph Mühlfelder (Synagoge Börneplatz) auf eine 30jährige Tätigkeit im Dienste der Israelitischen Gemeinde zurückblicken. #<& nA|« Mäntel H6lZ-jacken IfN Umarbeitungen, Modernisierungen, p II | Reparaturen zu billigsten Preisen, Itun" *ra cha ny ß Zeit 11 Friedensstr. 10. neben dem Frankf. Hof. FÜR DEN HERBST Elegante Herbst - Mäntel Vornehme Woll- und Seidenkleider Fesche Pelzjacken + Aparfe Pullover FUHRLÄNDER Gegr. 1860 ZEIL 74-78 Unsere Kunden bestätigen uns, daß wir die richtigen Qualitäten in den elegantesten Mustern preiswert führen. H Darum sollte auch der Weg zum Einkauf Ihrer Feiertags-Krawatte H nur sein zu 1 KRAWATTEN-CHIC ■ BIEBER GASSE 2 an der Hauptwache H Inhaber: Bernh. Heumann und Max Grünebaum Wmmammmm^^mmmmr GOLDWAREN fi D I ll 1)1 fl fl II ZEIL 8 REPARATUREN UU1UU1UI111 TELEFON 22277 miio navim i-dtd All' meinen Kunden, und die es noch werden wollen, wünsche ich ein frohes neues Jahr! M. Schwarz Fenster-Reinioung Wlndeekstr. 13, jetzt Tel 44729 TaiK Erich Dörr (früher Trommel) Neue Schiesingergasse 6-8 Tel. 24491 Spezialität: Herren - Stärke - Wäsche und Cardinen Maschinen zum Selbstwasch n.Voranmeld. Bunt-, Mangelu. Haßwäsche n. Gewicht Besichtigung jederzeit gerne gestattet S. HOLLÄNDER WERKSTÄTTE FÜR STEINARBEITEN GR- ABMALER LEO HOROVITZ Bildhauer und Zise'eur ECKENHEIMhR LANDSIR. 127 FERNSPR. 52014 Helft dem notleidenden Glaubensbruder! Jüdische Notstandsküche. Postscheckkonto Nr. N 86776

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