Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 7 (3.1934)
- Date
- 1934-03-01
- Page
- Seite 283 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 283 Achduth, Vereinigung gesetzestrener Juden Deutschlands Die Ortsgruppe der Achduth ist in der Lage, für Pessach an Minderbemittelte Mazzen und Mazzenmehl zu folgenden Preisen zu liefern: a) Mazzen in 5- und 10-Pfund-Rollen ä 40 Pfg. per Pfund Ji) Mazzenmehl, abgewogen in Paketen, ä 46 Pfg. per Pfund. Der Betrag für das bestellte Quantum ist gleichzeitig mit der Bestellung an den Unterzeichneten bar zu zahlen oder auf dessen Postscheckkonto 71579, clahier, zu überweisen. — Die Lieferung erfolgt ab Ma/zenbäckerei Heidestrafie 79, dahier, bei Versendung nach auswärts gegen Erstattung der Versendungskosten, bei Versendung in Karton gegen Erstattung des Selbstkostenpreises. Bestellungen sind bis spätestens 20. März 1954 erforderlich. Der Vorstand Dr. Schönberg, Allerheiligenstraße 83. Verein znr Aassteuerung hiesiger israelitischer Bürgerstöchter E. V. Der seit 1790 bestehende Verein zur Aussteuerung hiesiger israelitischer Bürgerstöchter hielt unter Vorsitz des Herrn Alfred Schwarzschild seine diesjährige Mitgliederversammlung ab. Vor Eintritt :n die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende des Hinscheidens des .Vorstandsmitgliedes Herrn Max Stern s. A., zu dessen Ehren die Versammelten sich erhoben. An Stelle des Verstorbenen wurde Herr Fritz Stern in den Vorstand gewählt. — Der Mitgliederbeitrag wurde wieder auf RM. 9.— festgesetzt. — Bei der Verlosung von zwei Aussteuern I. Klasse aus den Erträgnissen von 1933 von je RM. 3000.— wurden die Nummern 43 und 167 gezogen. Den Mitgliedern, die eine dieser Beteiligungsnummern besitzen, steht das Recht zu, den genannten Betrag als Mitgift einem Mädchen zuzuweisen, das den satzungsgemäßen Bedingungen entspricht. — Ferner hat der Vorstand beschlossen, acht Aussteuern II. Klasse von je RM. 400.— am 24. April ds. Js. zur Vergebung zu bringen. Zur Bewerbung um diese Aussteuern II. Klasse ist jedes jüdische Mädchen, das den Bedingungen der Satzung genügt, ohne irgendeine Zahlung zugelassen. Anmeldungen haben von den Bewerberinnen bezw. ihren Eltern oder Vormündern bis zum 23. März ds. Js. bei Herrn Wolfgang Auerbach, Gervinusstraße 10, vorm. 8—9 Uhr, zu erfolgen. — Der Verein lädt auch hiermit zur Erneuerung bezw. Erwerbung der Mitgliedschaft ein und bittet, ihm den Jahresbeitrag von RM. 9.— auf sein Postscheckkonto Nr. 50338 zu überweisen. Jedes Mitglied erhält mit der Quittung über den Jahresbeitrag seine Beteiligungsnummer für die Verlosung der Aussteuern I. Klasse aus 1934, die in der ordentlichen •Mitgliederversammlung des nächsten Jahres erfolgen wird. -— Exemplare der Satzung werden auf Anfordern (Anschrift: Gervinusstraße 10) zugesandt. Tageshelm der erwerbslosen jüdischen Jugend Königswarterstrafle 26 pt, täglich geöffnet von 2—8 Uhr (Leitung: Phil. Rochwerg, Rückertstrafie 59, Tel. 45434). Wochenprogramm: Sonntag 3—fab Uhr: Schreiner-Lehrwerkstätte (Theorie), Leitung J. Sommer; Tisch- Tennis-Turnier. — Montag, 2—8 Uhr: Schreiner-Lehrwt-rkstätte, Ltg. J. Sommer; Schreibmaschinen-Wettbewerb. — Dienstag, 2—8 Uhr. Schreiner-Lehrwerkstätte; 5—6 Uhr: Stenographie für Fortgeschrittene. Lt/. Frau Postawelski; 7—8 Uhr: Englisch für Anfänger, Ltg. W. Wolff. — Mittwoch, 2—8 Uhr: Schreiner-Lehrwerkstätte; 3—4 Uhr: Hebräischer Sprachkurs für Anfänger, Ltg. M. Kaszalski; 4—5 Uhr: Hebräischer Sprachkurs für Fortgeschrittene, Ltg. M. Kaszalski. — Donnerstag. 2 bis 8 Uhr: Schreiner-Lehrwerkstütte; 3Mt—4V4 Uhr: Hebräisch für Fortgeschrittene; 4%—5Mt^Uhr: Hebräisch für Anfänger. — Freitag und Samstag geschlossen. — Sport. Aussprachen. Schreibmaschine zum Ueben steht /ur Verfügung. Zeitungen, Zeitschriften, Bücher Brettspiele. Jeden Nachmittag kostenlose Verpflegung. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Jugenddienst Die Zentralstelle Jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des jüdischen Frauenbundes Frankfurt a. M., will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende Helferin zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Geschäftsstelle Frankfurt a. AI., Langest?. 3. Hallensportfest Der Frankfurter Bar-Kochba hatte zu einem Hallensportfest im Hippodrom eingeladen, und damit nicht nur mehr als dreitausend Zuschauer anzuziehen verstanden, sondern auch eine sportliche Beteiligung erreicht, die die Veranstaltung auf eine beachtliche Höhe brachte. Außer den besonders zahlreich erschienenen Berlinern waren die im Makkabi- Verband zusammengeschlossenen Vereine von Köln, Kassel, Düsseldorf, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Fulda, Wiesbaden und Nürnberg erschienen. Dazu kamen die schmuck uniformierten Gruppen des J. P. D., die die sportlichen Darbietungen ergänzten und durch eigene Vorführungen, auch lustiger Hindernisläufe, viel Beifall auslösten. In der Ueberfülle des Programms — das Zuviel des Gebotenen war auch der einzige Fehler in der guten Organisation der Veranstaltung — vermochte die Ausscheidung in der Handballmeisterschaft besonders zu fesseln. In der Endrunde standen sich Frankfurt und Mannheim gegenüber. Der harte Kampf endete 3:3. Die Aufmerksamkeit der sportlich Interessierten galt dem neunzehnjährigen Franz O r g 1 e r , der unter den Läufern eine große Hoffnung darstellt. Ihm verdankt der Kölner Verein den Sieg in der Schwedenstaffel über den Berliner Verein, der als sicherer Gewinner angesehen wurde. Im 1000-m-Lauf war Orgler von den vorausgegangenen Anstrengungen soweit mitgenommen, daß er dem rationeller laufenden Werthen - Berlin mit Brustbreite den Sieg lassen mußte. — Tischtennis, Ringen, Boxen, gymnastische Vorführungen der Männer und Frauen belebten den Ablauf der Wettkämpfe, in deren Mittelpunkt der Aufmarsch aller beteiligten Vereine und die Rede des Makkabi-Präsidenten Dr. Rabau stand. Er konnte nicht nur die Vertreter der Gemeinde, des Rabbinats, der jüdischen Verbände und Organisationen begrüßen, sondern auch eine interessierte Zuschauerschaft, die, selbst wenn sie sportlich nicht orientiert war, an die Lebendigkeit und die körperliche Geschultheit dieser jungen Menschen freudige Hoffnung knüpfte. — r. Zulassung Zur Behandlung der jüdischen Pfleglinge des Fürsorgeamtes ist der staatlich geprüfte Dentist J. Sandel, Friedberger Landstraße 52, wieder zugelassen worden. Tragen Sie „die gufe CARSCH-Kleidung" Pralinen! jEig. Herstell. 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JRärs 1934 erroröerlia). granffitrt a. SDt., ben 19. ftebruar' 1934. DER VORSTAND $r. Sdjönberp, SBurfitfenb r, 9lu>rfjeiIioenftr. 83. Brencabor — Adler Od I—Festino BALLON>RXDER Reparaturen an all.Faniikaten, Rädern, Radio, Nähmaschinen Seewald nur ZEIL 19 Kunsthorn Bestecke Dessert 3.80 Mk. Tafel. . 4.30 Mk sauberste Arbeit frei dort vom Hersteller. Lagerkarte 79 Solingen PETER THUM Schuhmachermeister Orthopädische Massarbelt sowie alle Reparaturen Tel. 53326 Emii Claars»r. 1