Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 12 (1933-1934)
- Issue
- 1 (9.1933)
- Date
- 1933-09-01
- Page
- Seite 23 (sequence 25)
- Language
- German
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Seite 23 Persönliche Nachrichten 85. Geburtstag 2. September: Frau Auguste Bischof swerder geb. Hirschberg, Eschersheimer Landstraße 81. 75. Geburtstag 6. September: Louis H a Ii n, Eckenheimer Landstraße 77. Goldene Hochzeit 17. September: Herr Mendel Langer und Frau Helene geb. Bamherger, Rossertstraße 4. 26. August: Herr Michael Schön berg und Frau Anna geb. Levi, Friedberger Anlage 7. Silberne Hochzeit 2. September: Philipp Lipschitz und Frau Nanny geb. Hirsch, Herderstraße 83. 9. September: Max Hirsch und Frau Johanna geb. Grünebaum, Zeil 16. Nachforschung Wer verkehrte in den Jahren 1925—1926 mit dem Glaser und zeitweise Viehtreiber Arthur Imber aus Zloczow (Ukraine), zuletzt wohnhaft Bockenheimer Landstraße 142a? Für die in Betracht kommende Familie liegt hierselbst eine wichtige Mitteilung bereit. Umgehende Meldung audi von Personen, die sachdienliche Auskunft geben können, erbeten vom Gemeindehaus, Fahrgasse 146, Zimmer 36. Anstalten und Vereine Kulturelle Veranstaltungen Wie den Lesern des Gemeindeblatts bekannt ist, wurde in Berlin ein Kulturbund deutscher Juden staatlich genehmigt, der unter bestimmten Bedingungen künstlerische Darbietungen der verschiedensten Art (Theateraufführungen, Orchester- und Kammerkonzerte u. dgl.) durch jüdische Künstler für jüdisches Publikum veranstaltet. Aehnliche Bestrebungen sind in kleinerem Rahmen auch in Frankfurt im Gang. Voraussichtlich wird es möglich sein, bereits in der nächsten Nummer des Gemeindeblatfcs Näheres hierüber mitzuteilen. Jüdische Beratungsstelle für Wirtschaftshilfe Frankfurt a. M., Fahrgasse 146, HL, Tel. 26976, Postscheckkonto: ..Jüdische Notbilfe 1933" Frankfurt am Main 29990. Sprechstunden: für Juristen: Dienstag und Mittwoch von 15 bis 17 Uhr; für Lehrer: Montag und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr; für Künstler: Montag bis Freitag von 12 bis 13 Uhr; für Aerzte: Montag und Donnerstag von 11 'A bis 13 Uhr; für Kaufleute und alle anderen Berufe: Montag bis Freitag von 15 bis 18 Uhr. Rabbinische Lehranstalt „Jesdiiwn" Das Wintersemester an der unter Leitung des Herrn Genieinderabbiner Dr, Jakob Holtmann stehenden Anstalt beginnt am 22. Oktober. Anmeldungen für alle drei Abteilungen (Vorbereitnngsklasse, Unter- und Oberstufe) werden sdion jetzt entgegengenommen. Der Unterridit erstreckt sich auf: Pentatetidi mit Kommentaren, biblisches Schrifttum, hebr. Grammatik, N e u h e b r ä i s c h (Lektüre und Konversation), Misdina und Talmud mit Kommentaren und Uezisoren. Für den Lehrgang in der Vorbereitungsklasse werden schulentlassene Knaben und Jünglinge aufgenommen, die schon einige Vorkenntnisse in Mischna besitzen. Anfnahmegesuche, denen beigefügt sein müssen: kurzer Lebenslauf und Zeugnisse über jüdisdic Vorbildung und religiöse Lebensführung sind bis spätestens 26. September an das Kuratorium der llabbinischen Lehranstalt, Frankfurt a. M., Theobaldstraffe 6, zu richten, welches zu jeder näheren Auskunft gern bereit ist. Zwei Aufrufe des Jüdischen Frauenbundes An die Eltern Der Vorstand des Frauenbundes fühlt die Verpflichtung, die jüdische Elternschaft darauf hinzuweisen, daß an den kommenden Hohen Feiertagen alle jüdischen Kinder vom Schulbesuch zu befreien sind. Abgesehen von der religiösen Ueberzeugung, die für den einzelnen Geltung hat, ist aus Gründen der Solidarität das Fernbleiben der Kinder von den Schulen an diesen Tagen unbedingt erforderlich. — Die Genehmigung hierzu wird, wie durch behördliche Erlasse festgestellt ist. von den Schulen auch weiterhin erteilt. WTo Eltern nicht gemeinsam mit ihren Kindern den Gottesdienst besuchen können, wird der jüdische Lehrer (bezw. die Lehrerin) gern bereit sein, es den Kindern zu ermöglichen. An die Frauen In .dieser Schicksalszeit ist die äußere und innere Haltung jeder jüdischen Frau bedeutsamer denn je. Sie verlangt erhöhtes Verantwortungsbewußtsein und Besinnung auf echtes jüdisches Wesen. Sie fordert Einfachheit der Formen. Abstimmung aller Töne auf die Stimmung der Zeit, ein Auftreten, das der Würde des Judentums entspricht. Nachweisbar Solide Gewi nnau ssichten bietet die Mitgründung einer Spezialschuhfabrik zur Herstellung orthopädischen Damenschuhwerks in bisher noch nidit gebrachten Ausführungen. Gesucht werden noch 20 Mille. Ernsthafte Interessenten für passive Teilhaberschaft oder aktive Beteiligung in der kauftn. Leitung (Branchekennhmie nicht erforderlich), oder im Verkauf (Kundenkreis vorhanden), wenden sich vertrauentvoll u. Off. S. 30 an die Anzeigen-Verwaltung ds. Blattes trüber-Prolinen schmecken mir doch am Besten! So hört man die Damen täglich plaudern. 6*f0erjtro&e2 Seiefon 74670 JRGR FRANKENTHAL G. M. B. H. KOLONIALWAREN, DELIKATESSEN, WEINE UND SPIRITUOSEN AJcf»*»» gt, tr.79 TELEFON 2 38 39 Das schönste Geschenk zu den Feiertagen Ihr Bild aus dem PHOTO=ATELIER „MAY" Kaiserstrafje 19 (Indanthrenhaus) führend für modernelB/ldnisse zu billigen Preisen ergtUeJTLaßan^tig öder Mantel in bester Qualität u. Verarbeitung Mk. 70.—, 90.—;^^a^^^g§M (aus Ihrem Stoff) m. Zutaten, 2-3 Anproben, Garantie tateil. Sitz M. 45-*y&2 Verarb. o. Aufschi. Verl. Sie unverb. Mustervorlage mit Zeitangabe