Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 11 (1932-1933)
- Issue
- 1 (9.1932)
- Date
- 1932-09-01
- Page
- Seite 17 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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17 Jüdische Arbeitsvermittlung Männlich. Bei dem Verein Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V., Langestraße 30 part. (männlicher Arbeitsnachweis), sind ständig ca. 500 jüdische erwerbslose Menschen gemeldet und zwar: Kaufmännische Angestellte .aus allen Branchen: Verkäufer für Engros und Detail, Lageristen, Expedienten, bilanzsichere Buchhalter, in Mahn-, Klage- und Steuerwesen perfekt, fremdsprachliche Korrespondenten, Stenotypsten; junger tüchtiger Detailverkäufer aus der Seidenbranche. Gewerbliche Arbeiter, z. T. mit eigenem Handwerkszeug, wie Gärtner, Bäcker, Metzger, Schlosser, Spengler. Elektrotechniker, Schreiner, Tapezierer, Polsterer, Portefeuiller, AVeißbindcr, Maurer, Bauhilfsarbeiter u. s. f. Ungelernte Arbeiter: wie Packer, Auslaufer, Radfahrer (stadtkundig), Lagerarbeiter, Hilfsarbeiter für jede Art Beschäftigung. Gesucht wird: Ein tüchtiger junger Mann, Lagerist, für Herrenkleiderfabrik. Ferner ein junger Mann für die Kalkulation und Expedition einer Lederwarenfabrik. Arbeitgeber! Helfen Sie den jüdischen Erwerbslosen, indem Sie bei Vergebung jeglicher Dauer- oder Gelegenheitsarbeit sofort 26162 oder 28248 anrufen. Beachten Sie unsere Schreibstube, in der Druck- und Vervielfältigungsaufträge, sowie Adressenschreiben prompt, billig und bestens ausgeführt werden. Sprechstunden: für Kaufleute: Dienstag von 9—11 Uhr vorm., Eschersheimer Landstraße 65; für gewerbliche Arbeiter und ungelernte Arbeiter: Montag, Donnerstag und Freitag von 9—11 Uhr vorm., Langestraße 30 part. Berufsberatungssprechstunde: Dienstag von 5—6 Uhr nachm., außerdem nach vorheriger Vereinbarung. Berufsberatung und Arbeitsnachweis für Juden E. V., Langestraße 30 part., Tel. 26162 und 2824S. Weiblich. Gemeldet sind: Tüchtiges Geschäftspersonal: Buchhalterinnen, Kontoristinnen, Fakturistinnen, Lageristinnen, Verkäuferinnen, Stenotypistinnen (auch mit eigener Maschine); Schneiderinnen, Näherinnen, Modistinnen, Kunststopferin mit guten Referenzen. Hauspersonal: Stützen, Haushälterinnen, Kindergärtnerinnen, Kinderfräulein, Kindermädchen und Haustöchter. Kranken- und Säuglingspflegerinnen. Gesucht werden: Tüchtige Alleinmädchen und perfekte Köchinnen mit guten Zeugnissen. Arbeitsnachweis der Weiblichen Fürsorge, Frankfurt a. M., Langestraße 3, Tel. 25462. Jüdische Erziehungsberatungsstelle Beratung für Eltern und Kinder bei Erziehung*- und Schulschwierigkeiten, Eschcrsheimer Landstraße 65 (Jugendheim). Die Beratungen sind unentgeltlich und streng vertraulich. Auskunft erteilen: die Leiterin Frau Dr. Alice S c h a u m b e r g . Eckenheimer Landstr. 17, sowie die Mitglieder des pädagogisch-psychologischen Ausschusses des israelitischen Lchrervereins, Mittelschullehrer Julius Flörsheim, Koselstraße 52, und Lehrer Alfred Speyer, Baustraße 5. Um unnötiges längeres Warten in der Sprechstunde zu vermeiden, ist vorherige Anmeldung erwünscht. Zionistischer Delegiertentag Der Delegiei ieniag der Zionistischen Vereinigung für Deutschland findet am 11. und 12. September im Volksbildungsheim statt. Außer den führenden deutschen Zionisten Kurt Blumcnfeld und Dr. Nach um Goldmann sprechen M. M. Ussischkin und Dr. Arthur Ruppin aus Palästina, sowie Prof. Brodetzky, Mitglied der Zionistischen Exekutive, London. Bunter Abend Die durch ihre zahlreichen Mitwirkungen bekannte und beliebte Kapelle Fritz Manfred Kuttner veranstaltet Samstag, den 17. September, 20Vi Uhr, im Zoo-Kinosaal einen Bunten Abend mit Tanz. — In dem großen Kabarett-Progamm wirken mit: Ruth Ascher, Erni Feitier, Lily Kay, Max Federlein, Max Firnberg, Herbert Heß, Kurt Kaufmann; ferner Modevorführungen der Firmen Straßburger Modenhaus, Hutsalon Jenny Friedmann. — Eintrittskarten bei Firnberg, Theaterkasse Wronker, Konditorei Freimark und an der Zoo-Kasse. Beth Hamidrasch Chewrat Tehillim Die Gebeträume sind nach Schwanenstraße 8 part. verlegt. Zu den hohen Feiertagen sind noch einige Herren- und Damenplätze zu vermieten. Interessenten wollen sich an Herrn Lubowsky, Schwanenstraße 8 I, wenden. Festabend Der Konservativ -Jüdische Gemeindeverein veranstaltet anläßlich des fünfzigjährigen Bestehens der Synagoge am Börneplatz am Sonntag, den 25. September, einen Festabend in der Frankfurt- Loge, bei dem Herr Prof. Dr. Heinemann (Breslau) die Festrede halten wird. Tagung des jüdisch-liberalen Weltverbandes In der Zeit vom 5. bis 9. August fand in Amsterdam und im Haag eine Tagung des „Wcltverbandes für religiös-liberales Judentum" statt. Die Veranstaltungen begannen mit zwei Elternversammlungen, in denen Miß Lily Montagu-London über „Religion im Heim und religiöse Erziehung" sprach. In einer Zusammenkunft der Jugend berichtete Heinz Kellermann-Berlin von dem Streben der Jugend, durch Kurse und Heimabende ihr jüdisches Wissen zu mehren. Den Höhepunkt bildete eine unter dem Vorsitz von Rabbiner Dr. Mattuck-London abgehaltene Round Table Conference mit einer Aussprache über die ..falsche" Assimilation und ihre Bekämpfung. In einer öffentlichen Schlußversammlung in Amsterdam endlich behandelte der Präsident des Weltverbandes, Dr. Claude G. Montefiore-London, die wissenschaftlichen Grundlagen des liberalen Judentums. Im Verlauf der Tagung wurden auch zwei Festgottesdienste mit einer eigens zu diesem Zweck geschaffenen Liturgie abgehalten. Von der Habima. Das berühmte hebräische Künstler-Theater hat bisher in 19 Ländern und 115 Städten gespielt, überall mit triumphalem Erfolg, besonders auch hier in Frankfurt. Das nunmehr in Palästina ansässige Theater befindet sich, da es in keiner Weise subventioniert wird, in einer äußerst kritischen Lage. Der Kreis der Freunde der Habima in Berlin wendet sich daher an alle, die an dem Fortbestand dieser einzigartigen Truppe interessiert sind, mit der Bitte um Beiträge. Anschrift: I. Kaiisch, Berlin W. 15, Wullenweberstraße 3. Gesellschaftsreise Die Freie Jüdische Volkshochschule Berlin plant anläßlich des 300. Geburtstages von Spinoza eine Gesellschaftsreise nach dem Haag zum gleichzeitigen Besuch einer Festwoche der internationalen Spinoza-Gesellschaft. Die Reise findet voraussichtlich zwischen dem 5. und 10. September d. J. statt und führt von Berlin direkt nach dem Haag (Wohnung in Scheveuingen), von dort nach einem dreitägigen Aufenthalt und Besuch der interessantesten Veranstaltungen der Festwoche sowie des Spinoza- Museums in Leyden zu einem zweitägigen Aufenthalt nach Amsterdam mit Besichtigung der jüdischen und sonstigen Sehenswürdigkeiten, dann zurück über Köln nach Berlin. Es wird beabsichtigt, von Köln noch eine kurze Rheinfahrt bis nach Worms und Speyer zur Besichtigung der dortigen jüdischen Altertümer zu machen. Der Preis der Reise wird für ungefähr 10 Tage Rm. 140.— bis Rm. 145.— bei koscherer Verpflegung betragen. Bei genügend großer Beteiligung kann sich der Preis noch ermäßigen. Selbstverständlich ist auch die Teilnahme von allen anderen Städten Deutschlands aus möglich, wobei eine eventuelle Fahrpreisdifferenz in Anrechnung gebracht wird. Interessenten wollen sich möglichst umgehend mit dem Sekretariat der Freien Jüdischen Volkshochschule, Berlin N 24, Oranienburgerstraße 29/30, in Verbindung setzen. Von IFußstützen #150 Trotz Qualität mäffig im Preis | 2 ,<2tia&a&i,' Weiert f US) den Beweis, w Der fußgerechte Schuh des Wohlbehagens! Schuhgesellschaft m. b. H., Frankfurt a. M., Steinweg 8, Mainzer Landstraße 101 (Schuh-Friedrich) IlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllillllllllllW S. HOLLÄNDER Gegr. 1878 WERK STÄTTE FÜR STEINARBEITEN GRABMÄLER Kunstgewerbliche Werkstätte für Metallarbeiten — Plaketten LEO HOROVITZ Bildhauer und Ziseleur ECKENHEIMER LANDSTR. 127 FERNSPR. 52014 Das gab es noch nie! Porzellanbär hat speziell für die sparsamen Hausffrauen seine Läger durchgesehen und bringt SONBER-ANGEBOTE für die Einmachzeit in einer Auswahl und zu solch billigen Preisen, wie Sie sie noch nicht erlobt haben. Und dabei beachten Sie bitte alles nur einwandfreie Qualitätsware! 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