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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1931-12-01 · 4 (12.1931) · p. Seite 94

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
10 (1931-1932)
Issue
4 (12.1931)
Date
1931-12-01
Page
Seite 94 (sequence 20)
Language
German
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94 Studien" von Frey, die schon ein persönliches Gepräge verrieten. Besondere Sorgfalt galt dem Volkslied: ans einfachen Volksliedern mit selbstgewählter Begleitung wurden wir zu dem kunstvoller begleiteten Lied geführt, und schließlich zu einer kleinen Fantasie über das Volkslied zu vier Händen. Alles ließ -die sorgfältige Arbeit der Leiterin erkennen, die großen Wert legt auf den- Gemeinschafts-Unterricht in allerkleinsten Gruppen, mit aufspürender Rücksicht auf die Eigenart des einzelnen Kindes. Eine Würdigung des zu ermäßigten Preisen erteiltenmusikalischen Gruppen-Unterrichts durch Oberstudiendirektor Dr. Driesen beschloß den gelungenen Abend. Diament-Abend. Die Gesellschaft für jüdische Volksbildung veranstaltete am 10. November gemeinsam mit dem Mädchenklub in dessen Bäumen einen Abend mit Vorlesung aus Werken des Dichters Ja c Diament, Zum Vortrag kamen u. a. Gedichte aus dem Buch ..Gott lacht" und eine Kriegsnovelle „Der Kosak". Die gehaltvollen, von starker künstlerischer Eigenart zeugenden Dichtungen fanden bei den zahlreichen Zuhörern stürmischen Beifall, ebenso auch die hervorragende Interpretation des Dichters durch Herrn Dr. Max Stern. Konzert. Die alten Zweifel, ob synagogale Musik in den Konzertsaal gehört, wurden durch das unter Leitung von Max Neumann am 29. November veranstaltete wohlgelungene Synagogal-Konzert nicht behoben. Den ersten Teil bestritten hauptsächlich der jüdische Männergesangverein „Hasomir" und ein Knabenchor mit Oberkantor Alter (Hannover) als Solist. Alter verfügt über ein gutes Stimmaterial, das ihn aber leicht dazu verführt, die liturgischen Gesänge zum Opernhaften hinzuwenden. Der Chor gefiel allgemein gut, nur ließ die Intonation manchmal zu wünschen übrig. Tenöre und Soprane waren in der Höhe etwas herb (man sollte sie lieber falsettieren lassen), die erfreuliche Leistung des Baritons (J. Herzog) und des Bassisten (J. Kaufmann) ist hervorzuheben. Der zweite Teil (jüdische Vokalmusik) war weitaus glücklicher gewählt. Hier zeigte sich Alter als stilgerechter Interpret des jüdischen Volksliedes; an Kapellmeister Reinhold M e r t e n vom Rundfunk fand er einen soliden Begleiter auf der Orgel und am Klavier. Konzertmeister Hugo Kolberg von der hiesigen Oper bewies seine bewährte Kunst in der Wiedergabe mehrerer Violin-Soli, von denen der oft gespielte „Ni.<?Tin" von Bloch besonders hervorzuheben ist. Dirigent und Mitwirkende wurden von dem zahlreich erschienenen Publikum reichlich und verdientermaßen gefeiert. P. E. Fest der Sanitätskolonne. Die Freiwillige Sanitätshauptkolonne vom Roten Kreuz, die in unserer Vaterstadt den Sanitätsdienst ehrenamtlich und unter Ausschaltung aller politischen oder konfessionellen Tendenzen versieht, veranstaltet ihr diesjähriges Weihnachtsfest am Samstag, den 26. Dezember, abends 8 Uhr, im Karlshaus, Seilerstr. 20. Eintrittskarten im Vorverkauf 50 Pfg.. an der Abendkasse 75 Pfg. Auskunft erteilt Herr Harry Weiß, Neue Mainzerstr. 68 (Tel. 24554). Fürsorge der Heilsarmee. - Im Rahmen ihrer vielseitigen Liebestätigkeit nimmt die Heilsarmee sich besonders auch der Erwerbslosen an. In ihrem Männerheim ist ein Holzbetrieb eingerichtet. Die Ausgabe von Bettler-Gutseheinen. ermöglicht es, an Stelle des Hausbettels einen Beitrag zur Unterkunft oder zur Entnahme von Speisen und zum Einkauf von Brennholz zu leisten. (Näheres im Anzeigenteil.) 1III1II1I1I1IIIII1IIIII1IIII1I111III1II1I1II1II1I1II1II111II1I11III1I11II1II1IIII1IIIII1H ADLER-APOTHEKE Infi Apotheker H. Nußbaum Tel. 25262 Trierische Gasse 16 Gegr. 1783 Niederlage sämtl. homöopathischen Präparate. Speziallaboratorium für Harnuntersuchungen. Kostenloser Eilbötendienst in alle Stadtteile. Vereins- und Versammlungskalender (Mitteilungen für die nächste Nummer müssen spätestens am 22. Dezember bei der Schriftleitung vorliegen.) Hinweis. Aus Baumgründen können Vereinsanzeigen nur in besdiränktem Umfang aufgenommen werden, insbesondere werden Arbeitsprogramme einzelner Vereine höchstens zweimal jährlich veröffentlicht. Auf einzelne Veranstaltungen wird in der Regel nur dann hingewiesen, wenn sie auch für Niditmitglieder zugänglich sind. Talmud Thora-Verein. Vereinslokal Synagoge Börneplatz, Büro Theobaldstr. 6. Forbbildungsunterricht für Knaben und Mädchen in kleinen Abteilungen unter Leitung bewährter Lehrkräfte. Der Unterricht erfolgt kostenlos und wird täglich Theobaldstr. 6 erteilt. Anmeldungen werden täglich entgegengenommen, Fortbildungsunterricht für junge Leute täglich ab 20 Uhr. Allgemeine Schiurim: Sonntags von 8J4—(Theobaldstraße 6) Gemoro Dr. J. Unna, nach Mincho (Börneplatz) Josif Omez Rabb.-Ass. Kirschbaum; Montags von 20A—21i4 (Hanauer Landstr. 41) En Jaakauf Dr. J. Unna; Dienstags von 2QA—2VA (Gagernstr. .36) Gemoro Rabb. Donath; Mittwochs von 20A—21H (Hanauer Landstr. 41) Newiim Dr. J. Unna: Donnerstags von 20A—21A (Theobaldstr. 6) Gemoro Dr! J. Unna; Samstags von 11%—12% (Hermesweg) Schulchan Aruch Dr. J. Unna; Samstags von 15—16 (Börneplatz) Raschi R-abb.-Ass. Lipinsky; Samstags % Stunde vor Nacht (Börneplatz) Mikro Dr. J. Unna. Damenschiurim: Samstags von IIA—12A (Börneplatz) Newiim Rabb. Donath; Mittwochs von 18—19 (Theobaldstr. 6) Dinim Rabb. Donath; Mittwochs von 20A—2VA (Theobaldstr. 6) Dinim Rabb. Donath. Lassar Mainz-Jeschiwa-Stiftung. Uhlandstr. 46, Hinterhaus, 1. Stock. Dienstag 19 K—20K> Gemoro (Rabb. Dr. Hoff mann); Samstag 15—16, Dienstag und Donnerstag 20—21 Gemoro (L. Rackow). Freies Jüdisches Lehrhaus. Die von Dr. Eduard Strauß geleitete Arbeitsgemeinschaft über die Heilige Schrift findet regelmäßig Donnerstag von 19X—20 Uhr im Lehrzimmer der Westendsynagoge (Nebeneingang Freiherr vom Stein-Straße) statt. Die Teilnahme ist kostenlos und kann jederzeit erfolgen. Schule der jüdischen Jugend. Heim: Eschersiheimer Landstr. 65. Ab 1. Dezember werden unsere Hebräischkurse gemeinsam mit der Hebräischen Sprachschule veranstaltet. Hebräischkurse Mo., Do. 18—19, 19—20, Leiterin: Frau Fraenkel. Für Fortgeschrittene: Mo., Do. 21—22, Leiter: M. Kaczalski. Ein Anfängerkurs für Rinder und ein wöchentlich l-Std.-Kurs für Fortgeschrittene werden neu beginnen. Anfragen an Dr. Karl Guggenheim, Eschenheimer Anlage 80. Arbeitsgemeinschaft Geschichte, der Juden: Die Zeit des zweiten Tempels. Leiter: N. Glatzer. Verein Montefiore E. V. ^fTw Verein zur Pflege der idealen Interessen jüdischer junger Leute im Verband der jüdischen Ju- V_xL/ gendvereine Deutschlands.. 1. Vors.: Lehrer Al- ^*mr fred Speyer, Baustraße 5, Tel. 56477. Heim: Eschersheimer Landstr. 65. Vorträge, Arbeitsgemeinschaften, Theatergruppe, Bücherausleihe, Wanderungen, Freitagabend- Feiern. Bund jüdischer Pfadfinder (dm Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands). Selbsterziehung auf jüdischer Grundlage unter Anerkennung jeder positiv-jüdischen Oesinnung. Fahrten und Heimabende. Auskunft durch Ernst Löb, Lindenxing 19, Tel. 94711. Jüdisch-liberale Jugendgemeinschaft. Regelmäßige Heimabende, Arbeitsgemeinschaften, gesellige Veranstaltungen, religiöse Feiern. Nähere Auskunft: Dr. Hugo Hoffmann, Untermain-Anlage 7, Tel. 34585. „Kameraden" Deutsch-jüdischer Wanderbund. Fahrten, Heimabende, Arbeitsgemeinschaften. Ort&gruppenleitung: Paul Vogel, Im Trutz 30. Heim: Eschersheimer Landstraße 65 H. „Kadimah" Bund jüdischer Jugend. Arbeitsgemeinschaften, Kurse, Heimabende, Fahrten. Sekretariat bei Horst Sonnenfeld, Eschersheimer Landstr. 84, Tel. 34475. Heim: Eschersheimer Landstraße 65 H. Brith Haolim (J. J. W. B.) Zweck des Bundes ist die geistige und körperliche Ertüchtigung der jüdischen Jugend und ihre Erziehung auf zionistisch-sozialistischer Grundlage.. — Heimabende, Kurse, Fahrten. Zuschriften an Jakob Thal er, Herderstr. 19, b. Lang, oder an Jetty Tannenbaum, Röderbergweg 40.

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