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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1931-12-01 · 4 (12.1931) · p. Seite 88

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
10 (1931-1932)
Issue
4 (12.1931)
Date
1931-12-01
Page
Seite 88 (sequence 14)
Language
German
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88 Z e i t s c h r if t f ti r. d i e Geschichte der Juden in Deutschlands Philo-Verlag, Berlin 1931. Jahrg. 3. Heft 2/3. Einzelheft RM 2.75. — Die noch wenig bekannten mittelalterlichen Handelsbeziehungen "zwischen Eegensburg und Kiew bezw. dem Orient werden durch Studien von Julius Bmtzkus (Berlin) beleuchtet. Ein Bild a"s dem späteren Mittelalter gibt der von Viktor Kurrein veröffentlichte Aufsatz über .JDie Mesnerin von Enns", einer der von der Verfolgungswelle zu Anfang des 15. Jahrhunderts betroffenen Judengemeinden Oberösterreichs. Seine These ist, -daß die Hostienschändung mit der Ketzerbewegung zusammenhängt. In ein ganz anderes Gebiet gehört die umfangreiche Arbeit über „Die hebräische Sprachwissenschaft in Deutschland im Ze'talter des Humanismus", deren beide ersten Teile in der vorliegenden Doppelnumtmer abgedruckt sind. Der Verfasser. Otto Kluge., hat es sich z«r Aufgabe gemacht, -die Entwicklung der hebräischen Studien in Deutschland während der Zeit von 1480 bis 1550 darzustellen. Drei weitere Aufsätze führen in das 19. Jahrhundert. Der eine betrifft die Fra?e der Einrichtung einer „Oberbehörde für Religaonsangelenrenheiten der Israeliten": A. Eckstein (Bamberg") veröffentlicht aus den Jahren lRfil'62 stammende ..unbekannte Gutachten von Dr. Mever Fenohtwang und Samson Raphael Hirsch", die damals auf Verlansren der bayerischen Regierung erstattet wurden. A"s Aktenstücken ,.Zur ostiüdischen, Einwanderuns in Pre"ßen" berichtet Salo Baron. Ä. Menes macht statistische Mitteilungen über da« jüdische Schulwesen in Preußen um die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Das reichhaltige Heft wird ergänzt durch die ..Bibliographischen Notizen" von Heinrich Loewe und eine Uebersicht über die ..Dissertationenliteratur zur Geehichte der Juden aus den Jahren 1922 bis 1928" von Guido Kisch. Jüdische Chronik Deutschland Berlin. Nach den Aufstellungen des statistischen Büros der Jüdischen Gemeinde ergeben sich für das 1.. Halbjahr 1931, verglichen mit 1930. folgende Ziffern der Bevölkerungsbewegung: Geburten 689, davon aus Mischehen 137 — 19,8% (i. V. 577); Eheschließungen 726 (866\ davon Mischehen 278 - 38,2% (i. V. 394 - 45,4%); Sterbefälle 1370 (1276); Ueberschuß der Sterbefälle über die Geburten 681 (699); bei Wegiassung der nur vorübergehend Anwesenden beträgt der Sterbeüberschuß 829. — In den Jahren 1925 bis 1930 sind 260636 Personen aus der protestantischen. 40475 aus der katholischen Kirche und 3393 Juden aus der jüdischen Gemeinde ausgetreten. — Die Rädelsführer der antisemitischen Ausschreitungen am jüdischen Neujahrsfeste wurden wegen einfachen Landfriedensbruchs zu Gefängnisstrafen verurteilt. — In einer Sitzung des Vorstandes der Zentrum spartei erklärte Prälat Dr. Kaas daß an eine Koalition zwischen Zentrum und Nationalsozialisten nicht zu denken sei. — Kürzlich wurde ein vom C. V. eingerichtetes Tages -und Abend heim für jüdische Angestellte eröffnet. — Der Präs:dent des Preußischen I andtags Friedrich Bartels ist vor kurzem dahingeschieden. Er hat den Antisemitismus stets auf das entschied°nste bekämpft. Insbesondere sei seiner Rede gegen die Friedhofsschändungen bei der großen. Kundgebung des C V. in Dankbarkeit gedacht. — Am 12. 11. wurde der bekannte Literarhistoriker Professor Eduard Engel 80 Jahre alt. — Prof. Otto Warburg. der neue Nobel-Preisträger für Physiologie und M"d:zin. ist jüdischer Abstammung gehört ab°r d°m Judentum n'cht mehr an. — D^rms^adt. Die le+zt°n Wahlen zum ppssischpn Tandtajr brachten d°n Nat;onnlpo7;a1i?ton 97 Mandate, während s'e b'^hpr nur üh°r e;n°n Sitz verfügt°n. — TV,*»s»i*»n. T>i0 7w°i loit°n<lori B°pmtr,n nrOT"°ind'vv",rwriltung, he:r*A Nic1,th7dpn. wurden w°"-on p*,v>"p'P'>Vipi. TTTitaj-srhlncTiino'en fristlos pn+loRopTi — ^tn«» Zum N^Mol^r rlns nont;:on'"rtan ppz'Vrsrabbinpr« Dr. Wein^^ten wiT-d"1 Dr T.nnTiheimor. ein PcVtülnr PropIpiTT PnWvn°rs"T"'nnT!5. tro-wHVilt. _ F^ankf»f+ a. M Von nn+i<=aTT,?t?Rc1ior So^p. wir b^nii^+ot worden, ds»ß der früher^ Fratii'fnrtar und Wz'ge "R"rl*n°r Ptarlf1*SrnT"p^pr Bruno A seb für d?e "nipnctp, <iv er nac^ T.fisnng seines Vertrages mit r?pr Ptarl* Fra^^urf diesor .«■"Wcfnfhat. Rins°nhonnrare bezogpn h°^e. Nu^m^r bat Ob<»rh,"rnrerTn0it:!tor Dr. Landmann in einer pi+zunw der Frankfurter Stadtv°rordn.erenvprsnm-mlung miforotent. daß App^ für Reine nfleWprtrnnrlJpTie Frankfurter Tät'o-Vp^t im gsuz^n RM. ROOf)— pr>>nltpn hs»>v» die er zu p-leichen Teilen der Rprlinpr und dor Frankfurter Winterhilfe überwiesen habe. — Hamburg. Rp'chRbankprSesirfant Dr. Luther ernannte Dr. Carl Melchior zum deutschen Mitglied des beratenden SonderauRRchuRses der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in BaRel. — Hannover. Infolge eines Straßenba>»nunfalls ist Dr. B. Knoller, Direktor der Israelitischen ReligionRRchnle, verschieden. Dem. Heimgegangenen werden seltene Geistes- und Herzensgaben nachgerühmt. — Kassel. In der Sitzung des Vorstandes und Ausschusses des ..Preußischen Landesverbandes gesetzestreuer Synagogengemeinden" wurde der Entwurf des neuen Judengesetzes beraten — Nürnberg. Im Alter von 67 Jahren verstarb in Nürnberg, wo er im Ruhestand lebte, der frühere Rabbiner der Gemeinde Augsburg, Dr. Richard Grünfeld. — > Oldenburg. Der oldenburgische Landtag lehnte das von den Nationalsozialisten beantragte Schächtverbot ab. Europa. Ausland Oesterreich. Wien. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde hat sich in einer öffentlichen Sitzung mit den J. C. SCHLUND Juwelier bue;id,e:nstras;se 2 8 Preiswerter Goldschmuck + Bestecke + Silber Süb. Cigareflenefuis von M. 10.— an Stiluhren . . . von M. 7.— an Q Latscha _ 1ieferf Leoensmilfel IA©ÄK WMB Wir haben SCIHieiLaiE^tPlLMl eine Filiale eröffnet. 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