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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1931-05-01 · 9 (5.1931) · p. Seite 300

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
9 (1930-1931)
Issue
9 (5.1931)
Date
1931-05-01
Page
Seite 300 (sequence 22)
Language
German
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300 Altveteranenhilfe. Am Samstag, den 50. und Sonntag, den 31. Mai veranstaltet der Aussdiuss für Altveteranenhilfe des Kreis-Kriegerverbandes Frankfurt a. M. Blumentage zum Besten der Altveteranen von 1864, 1866, 1870/71 und ihrer Hinterbliebenen. Die durdi die Sammlung aufgebrachten Gelder werden an die Altveteranen und ihre Witwen ohne Rücksidit auf Religion oder Parteizugehörigkeit verteilt, alle Arbeiten, auch die Sammlung, werden ehrenamtlich durchgeführt. Jüdischer Turnerhund. Die Generalversammlung zeigte, dass die Mitgliederzahl gewachsen und der Verein in erfreulichem Aufschwung begriffen ist. Dank der Opferwilligkeit einer Reihe älterer Mitglieder und der Subvention der Gemeinde und der Stadt. Körperschaften war es möglich, ohne nennenswertes Defizit abzuschliessen. Dem Vorstand wurde eine Reihe von Wünschen zur Verbesserung und Ausgestaltung des Turnbetriebs zur Prüfung anheimgegeben. Die Vorstandsw a h 1 ergab die Wiederwahl der ausscheidenden Herren Dr. Frank und S. Eisemanen, sowie die Neuwahl des Herrn M. Stern und der Damen Frl. Ilse Joseph und Frl. Erna Strauss. Ferner gehören dem Vorstand an: die Herren Dr. E. Freimann (Vors.), H. Hackel, K. Buchbinder und Frau Br. Adler. Jüdischer Turn- und Sportverein „Bar Kochba" E. V. Die Generalversammlung des Vereins fand am 11, April unter grosser Beteiligung statt. Der Versammlung wohnte Nathan Kaminsky vom „Deutschen Makkabi-Kreis", Berlin bei. Der 1. Vorsitzende Ernst Hamburger eröffnete die Versammlung und gab einen Bericht über das Wirken des Vereins im vergangenen Jahr. Herr Kaminsky sprach in der Generaldebatte über die Ziele des Makkabi-Gedankens und forderte die Anwesenden auf, sich für diese Arbeit einzusetzen. Nach der sich hieran anschliessenden Debatte wurde der neue Vorstand gewählt, der aus Alfred Adler (1. Vors.), Bochner, Lichner, Brünell, Bindefeld, Frl. Buchbinder, Frl. R. Berger und Max Flörsheim besteht. 30 Jahre Hilfsverein der deutschen Juden. Die diesjährige Generalversammlung des Hilfsvereins der deutschen Juden, die am Sonntag, den 19. April, unter dem Vorsitz von Dr. James Simon im Hotel „Kaiserhof" zu Berlin stattfand, trug als 50. Jahresversammlung des Vereins einen besonders festlichen Charakter. In den auf der Tagung gehaltenen Referaten wurde ein anschauliches Bild des 50jährigen Wirkens des Hilfsvereins entrollt, wobei bemerkenswerte Schlaglichter auf die politischen Verhältnisse und die Lage der jüdischen Bevölkerung in den osteuropäischen Ländern, insbesondere in Russland, Polen, Litauen und Rumänien fielen. Die innige Zusammenarbeit des Hilfsvereins mit anderen grossen jüdischen Organisationen, insbesondere mit der Jewish Colonization Association, auf dem Gebiete der Auswandererhilfe kam vor allem in den Ansprachen Dr. James Simons und Dr. Mark Wischnitzers zum Ausdruck. Tiefen Eindruck auf die Versammlung machte die Mitteilung Max M. Warburg S, dass Freunde Dr. James Simons im Begriff stehen, zu Ehren des verdienten Vorsitzenden des Hilfsvereins, der am 17. September 1931 seinen 80. Geburtstag feiert, einen James-Simon-Fonds für die Schulzwecke des Hilfsvereins zu schaffen, für den .bereits RM 140 000.— gezeichnet sind. — Generalsekretär Dr. Mark Wischnitzer erstattete den Tätigkeitsbericht für das Jahr .1950. Nachdem Rechtsanwalt Heinrich Stern den Dank und die Bewunderung der Versammlung für das erfolgreiche Wirken des Hilfsvereins zum Ausdruck gebracht und Geheimrat Goldfeld -Breslau namens der Mitglieder aus der Provinz dem Vorsitzenden des Hilfsvereins Dr. James Simon besonders .gedankt und die Pflicht aller Mitglieder zu verstärkter Arbeit betont hatte, wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Es folgten Ansprachen von-Dr. Bernhard Kahn über die Geschichte des Hilfsvereins, Bankier Max M. W a r b u r g über die geplante Simon-Stiftung und Justizrat Dr. Blau, der im Namen des Hilfskomitees für die notleidenden osteuropäischen Juden in Frankfurt a. M. und der Jewish Colonization Association in Paris sprach. Rabbiner-Seminar zu Berlin. Die Eröffnung des Sommer-Semesters hat am 15. April stattgefunden. Der Vorsitzende des Dozentenkollegiums, Herr Dr. J. Wohlgemuth, begrüsste zunächst die zehn neu eingetretenen ordentlichen Hörer, die sämtlich aus Deutschland stammen, und knüpfte daran eine längere Ansprache, in der er das Bildungsideal des Seminars und seine Aufgabe in der Vermittlung eines universalen Wissens mit genauester Kenntnis der jüdischen Religion und ihrer Lehren erblickt, eingehend zeichnete. Im Besonderen hob er die Anforderungen in den talmudischen Fächern PRPGJ?ISS Mlmü-JaaüßCgehame der ideale Staubsauger Hohe Saugkraft / Fast geräuschloser Gang MAUZ & PFEIFFER Fabriklager Frankfurt a. 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