Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 9 (1930-1931)
- Issue
- 4 (12.1930)
- Date
- 1930-12-01
- Page
- Seite 127 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3094266-3094360-3094364--2619-3097366- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
127 andern? Ihnen bleibt der Beruf als gemeinsame Arbeit, als schlichtes Miteinandersein, als Tragen des anderen aus der grösseren Festigkeit des eigenen Grundes. Selbst verstand lieh behandelte die Vortragende auch den Beruf der Mutter und die Schwierigkeiten der Erziehung in einer Zeit ohne Ideale, zu denen man erziehen könnte. Auch die oft tragische Problematik, die in der Vereinigung von Beruf und Mutterschaft liegt, wurde gestreift und manche andre, nicht weniger brennende Frage, auf die einzugehen der Raum verbietet. Ueber manches hätte man bei weniger vorgeschrittener Zeit noch lange diskutieren mögen. Dr. Ada Heinemann. Ehrenamtliche Frauenarbeit. Frauen und Mädchen, die über freie Zeit verfügen und ihre Stunden gerne nutzbringend ausfüllen, werden gebeten, ehrenamtlich unsere Arbeit au teilen. Wer unter Einsatz seiner Persönlichkeit und mit Liebe tätig ist, wird einen schönen Sinn seines Wirkens auffinden und sich belohnt fühlen. Auskunft über Arbeiten auf allen sozialen Gebieten erteilen Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes und Weibliche Fürsorge E. V., Geschäftsstelle L a. n g e s t r a s s e 3. Jugenddienst . Die Zentralstelle Jugenddienst (nachgehende Fürsorge) des Jüdischen Frauenbundes Frankfurt a. M. will allen alleinstehenden Jugendlichen eine beratende H ei f e r i n zur Seite stellen. Anfragen und Mitteilungen an die Geschäftsstelle Frankfurt a. M., Langestrasse 5, tragen zur Erreichung dieses Zieles bei. Wohnräume der Weiblichen Fürsorge. Seit Jahren bietet die Weibliche Fürsorge im Erwerb stehenden Frauen und Mädchen zu billigen Preisen eine Wohn-Unterkunft, die ihren Insassen zu einem Heim geworden war. Um dies zu erreichen, waren zweckmässige haglichen Zimmer. Er wird durch Bilder- und Pflanzenschmuck erhöht, und ein geräumiges Wohnzimmer lädt zu gemütlichem Zusammensein ein, dem es in den freien Standen der Mieterinnen dienen soll. Schlafraum Noch mehr als seither werden in Zukunft Freitag- Abende und Festtage festlich begangen werden. Mancherlei Pläne liegen ausserdem vor, deren Ausführung die Wohnräume zu einem kleinen Mittelpunkt jüdischen Lebens werden lassen können. Und wir brauchen solche „Punkte*' heute mehr denn je! Paula Nassauer-Niedermayer. Altersheim. Die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes beabsichtigt in Bälde die Errichtung eines rituell geführten Altersheims Tür Angehörige des jüdischen Mittelstands, dessen Pflegesatz M. 4.50 bis M. 5.— täglich nicht übersteigen sdil. Es ist an die Ennietung einer grossen Wohnung oder eines Häuschens gedacht, das in Einzelzimmer für Ehepaare oder Einzelpersonen eingeteilt wird. Zur Ausführung des Planes sind zunächst genügend Anmeldungen von ernsthaften Interessenten nötig, die bereit wären, ihr Zimmer selbst zu möblieren. Sie werden um genaue Mitteilungen an die Geschäftsstelle der Ortsgruppe, Langestrasse 5, gebeten. (Anm. d. Schriftl.) Dieser Plan hat nichts zu tun mit einem ähnlichen, kürzlich hier unter der Rubrik „Aussprache" erörterten Projekt, das, wie wir hören, unter der Führung des Herrn Joseph Schwab seiner Verwirklichung entgegengeht. „Isupa'". Ein Kennwort, das jedem jüdischen Mitbürger geläufig sein sollte. Es handelt sich um ein altes Werk der Menschenliebe, das schon reichen Segen gespendet hat im Laufe Wohnraum Wohnung und Wohngegend selbstverständliche Voraussetzungen. Beide waren bei der Gründung der Wohnräume im Jahre 1913 vorhanden. Im Laufe der letzten Jahre hatten sich aber unbehebbare Misstände herausgestellt, die ein längeres Verbleiben in den alten Räumen unmöglich machten. Bevor eine Verlegung ins Auge gefasst wurde, ergab sich die Frage, ob angesichts der vielen z. Zt. in Privathäusern freistehenden Zimmer die Existenzberechtigung der Wohnr räume noch bejaht werden könnte. Die ernste Prüfung dieser Frage brachte das Ergebnis, dass die Wohräume neute — und gerade heute — besonders notwendig sind, sodass sie neu errichtet werden müssten, wenn sie nicht bestünden, denn auch damals bei ihrer Gründung war es nicht der Mängel an Privatzimmern, der sie entstehen Hess. Es war der Wunsch, im Erwerb stehenden Frauen und Mädchen, die losgelöst von ihrer Familie in der Grosstadt leben, bei geringen Ausgaben ein „zu Hause" zu schaffen, das sie bei den gegebenen Bedingungen wohl nur selten in einem Privathaus finden.könnten. Der Kampf um die wirtschaftliche Existenz lässt den Wert des Rückhaltes, den ein zu Hause bietet, als Gegengewicht vor allem für Jugendliche erheblich steigern. Aus diesen Gründen hat sich die Weibliche Fürsorge trotz grosser Schwierigkeiten entschlossen, die Verlegung der Wohnräume vorzunehmen. Es ist ihr gelungen, im Haus, Bäckerweg 26, geeignete Räume zu finden, die hübsch und wohnlich eingerichtet worden sind und mehr zeitgemässen Komfort bieten. Freundliche Möbel in kräfti-. gen Farben vermitteln einen freudigen Eindruck der be- Kübler's Hanna Die Schlupfhose der Dame reinwollen 1! gestrickt enganliegend praktisch warmhaltend kurze Beine Gr.42 lange Beine Gr. 42 Meine Auswahl in Farben u. Extra¬ Grössen ist nicht zu übertreffen. Spezialgeschäft für Qualitätsware Goethestr.17 Bergerstr.181 Hasengasse 2