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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1930-04-01 · 8 (4.1930) · p. Seite 339

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
8 (1929-1930)
Issue
8 (4.1930)
Date
1930-04-01
Page
Seite 339 (sequence 39)
Language
German
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Maximilian Stein, Vorträge und Ansprachen. I. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M. 1929, 286 S., geb. RM. 5.—. In besonders splendider Aufmachung hat die deutsche Grossloge des Ordens Bne Brith Vorträge und Ansprachen des an hervorragender Stelle in ihrem Kreis wirkenden Verfassers herausgegeben. Während die Ansprachen und Trauerreden im Wesentlichen den besonderen Angelegenheiten der Logen gewidmet sind, beschäftigen sich die Vorträge mit allgemeineren jüdischen und literarischen Gegenständen. Es ist ein schönes Zeugnis für die Logen, dass einer ihrer im Wirtschaftsleben führenden Brüder von einer solchen Vielseitigkeit geistiger Interessen getragen ist, dass er gleichzeitig über Beethoven, Nietzsche und Paul Heyse, wie über Zionismus und Christentum sprechen kann, um nur einige der Themen anzuführen. Mit Recht rühmt Leo Baeck in seinem Geleitwort diese geistige Grundhaltung des Verfassers. In Frankfurt wird die im Jahr 1908 auf Charles Hallgarten gehaltene Gedenkrede besonders interessieren. Festgabe zum zehnjährigen Bestehen der Akademie für die Wissenschaft des Judentums. 1919—1929. Akademie-Verlag, Berlin 1929. 91 S. brosch. RM. 3.—. Das schön gedruckte Heft enthält folgende sechs Beiträge: Julius Guttmann, Die Akademie für die Wissenschaft des Judentums. Leo Baeck, Gustav Bradt. — Ernst Cassirer, Die Idee der Religion bei Lessing und Mendelssohn. Ein ungedruckter Vortrag Hermann Cohens über Spinozas Verhältnis zum Judentum. Eingeleitet von Franz Rosenzweig. Ismar E1 b o g e n, Zum Problem der jüdischen Literaturgeschichte. Isaak Heinemann, Ursprung und Wesen des Antisemitismus im Altertum. — Die von der Elite unserer Gelehrten herrührenden Abhandlungen zeichnen sich durch ihr hohes wissenschaftliches Niveau aus und behalten dauernden Wert. Jüdisches Jahrbuch 1930. 271. S. RM. 4.80. Dieses Jahrbuch ist in erster Linie den Angelegenheiten der Berliner Gemeinde gewidmet und wegen der grossen Bedeutung, die Berlin mit seiner nahezu ein Drittel der gesamten deutschen Judenheit umfassenden jüdischen Bevölkerung, sowie als Sitz zentraler Institutionen erlangt hat, ein wertvolles Hilfsmittel für alle in jüdischen Angelegenheiten tätigen oder an ihnen interessierten Kreise. „Bausteine prakt. Pädagogik". Auf S. 98 ist, wie uns Herr E. Gut mitteilt, die bibliographische Angabe Josef Unna entgegen der Annahme des Rezensenten die richtige. Die in der Jüdischen Volksbücherei erschienene Lebensbeschreibung des Rabbi Elia von Wilna von Isak Unna ist wie die übrigen Schriften dieser Reihe von Gut nicht erwähnt. Monatsschrift für Geschichte u. Wissenschaft des Judentums. Das Februarheft eröffnet ein Aufsatz von A. Lewkowitz über neuere Schriften zur jüdischen Philosophie der Neuzeit. Ueber die Palästinasehnsucht im Mittelalter berichtet H. J. Zimmels auf Grund von Quellen, die selbst dem Historiker kaum vertraut sind. Ueber zahlreiche Erscheinungen auf dem Gebiete der schönen Literatur berichtet Lotte Barschak. Mitglieder der „Gesellschaft zur- Förderung der Wissenschaft des Judentums" (Jahresbeitrag Mk. 10.— auf das Postscheckkonto der Gesellschaft, Berlin 7030, Paul Veit Simon) erhalten die Zeitschrift unentgeltlich. Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik. Während die ersten beiden Hefte der von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden gemeinsam mit der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge und Arbeitsnachweise herausgegebenen Zeitschrift bedeutsame Ausführungen über „Grundfragen eines Bewahrungsgesetzes" von Ministerialrat Dr. Wittelshöfer, über „Die beruflichen und sozialen Wandlungen im deutschen Judentum" von J. Koralnik und einen Bericht über das „Kinderhaus Kowno" von Dr. Hans Lubinski enthielten, bringt das soeben erschienene Heft eine ausgezeichnete Einführung in das jüdische Wohlfahrtswesen in den Vereinigten Staaten Amerikas von Prof. Dr. Erich Seligmann und überaus wichtige und wegweisende Ausführungen über „Die Behandlung der Ausländer in der Wohlfahrtspflege nach geltendem und werdendem Recht" von Ministerialrat Ruppert; daneben enthält jedes Heft wichtige kleinere Beiträge und eine reichhaltige Umschau über aktuelle Probleme derjüdischen Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik, gesetzgeberisches Material, Bücher- und Zeitschriftenbesprechungen. Abonnementspreis der Zeitschrift beträgt für jüdische Gemeinden, Organisationen, Vereine. Anstalten und persönliche Mitarbeiter der jüdischen Wohlfahrtspflege Mk. 4.— halbjährlich, für alle anderen Bezieher Mk. 6.— halbjährlich. Zu beziehen durch die Zentralwohlfahrtsstelle, Berlin-Charlottenburg 2, Kantstr. 158. Tagungs- und Tätigkeitsbericht der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden. [Berlin 1930.) 68 S. Die Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden veröffentlicht soeben in Heft 4 ihrer Schriftenreihe die wertvollen Referate von Justizrat Dr. Eli Straus-München, Frieda Weinreich-Berlin, Direktor Rothschild-Dinslaken über Planwirtschaft und Wohlfahrtsarbeit, die anlässlich der Frankfurter Tagung der Zentralwohlfahrtsstelle gehalten worden sind. Das Heft berichtet sodann über die eingehende Ausspräche über Rabbiner und Jugend (Dr. Max Grünewald-Mannheim, Dr. Joachim Prinz-Berlin, Dr. Franz Wolf-Frankfurt, Dr. Georg Lubinski-Berlin), in der mit voller Offenheit und Gründlichkeit die Problematik der Stellung des Rabbiners zur Jugend ausgesprochen wird. Besonders ergebnisreich sind die Entschliessuiigeu und Leitsätze, die das Ergebnis der Aussprache über Nachwuchs jüdischer Krankenschwestern darstellen. Von den Reden anlässlich der öffentlichen Kundgebung in Frankfurt a. M. vom 12. Mai 1020 ist vor allem die Ansprache von Rabbiner Dr. Baeck wiedergegeben. In einer umfassenden Darstellung berichtet der Geschäftsführer der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Dr. 011 e n d o r f f, über den Aufbau und die Arbeit der Zentralwohlfahrtsstelle in der Zeit vom April 1028 bis Dezember 1929. j Der Morgen. Zweimonatsschrift. Mit dem Anrilheft be- | ginnt der sechste Jahrgang des „Morgen". Aus dem reichen j Tnhalt: Raimund Eberhard, ein gläubiger Christ, erörtert I die seelische und geschichtliche Bedeutung des Ans™ «'s ans | AegyTTten in einer Abhandlung ..Gedanken zum Pessachfest". Die in Heft 5 und 6 des V. Jahrgangs besonnene Erörterung religiöser Zeitfragen wird in diesem Heft von Emil Schnysrh und Ernst Simon mit zwei Abhandlungen über die län^l'Vhe deutsche und d?e bäuerlich palästinensische Frömmigkeit weitergeführt. Richard Wilhelm, der kür^lir-h Heimgegangene, hat einige Abschnitte der ..grossen Wissenschaft des Da TTüo" überset7t, in denen die gan^e Tiefe altrhinesischer Weisheit sich offenbart. Ein Reisebericht von Cecil Roth, ..Der Apostel der Marannen", lenkt das Ausrenmerk auf eine bisher kaum bekannte, ausserordentlich interessante Bewegung im heutigen Portugal, wo N^'hkommen der im 15. Jahrhundert zwangsweise getauften Marannen zum Judentum zurückkehren. Dem Sinn der BnmVslarle, die einst die Bundestafeln im alt-israelitischen Heiligtum bar?, geht Harrv Torczyner, in „Das Geheimnis der Biwleslade" nach. Franz Rosenzweig spricht in einem nachgelassenen Essai ..Vertauschte Fronten" zu uns. ausgehend von der zweiten Auflage von Cohens „Religion der Vernunft aus den Quellen des Judentums". '^W7^^^/ Sorgst Du dafür, daß niemand friert? Denkst Du an die Hungernden? .[Jüdische Wohlfahrtspflege Frankfurt a. M. Langestr. 30 Postscheckk. 54893 Tel. Hansa 26531 MAU M ANNS KERNSEI FE ' MIT GARANTIE-STEMPEL ^sraEramra^ - ist das beste Waschmittel, für das es keinen Ersatj gibt. Für jeden Pfennig, den Sie das Stück;: gute Kernseife mehr zahlen, sparen Sie ebenso-:' uiefc/Märk durch Minderuerschfeif) dgr Wäsche.

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