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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1930-01-01 · 5 (1.1930) · p. Seite 205

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
8 (1929-1930)
Issue
5 (1.1930)
Date
1930-01-01
Page
Seite 205 (sequence 33)
Language
German
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Maximilian Stein, Vorträge und Ansprachen. J. Kauffinann Verlag, Frankfurt a. M. 1929, 2S6 S, geb. RM. 5.-. Die Gründung der Universität Frankfurt. Verlag Englert & Schlosser, Frankfurt a. M. 1929, 260 S. geb. RM. 7.50. Dr. S. Bernfeld u. Dr. F. Bamberger, Die Lehren des Judentums nach den Quellen. Bd. III, Teil 5, Gustav Engel Verlag, Leipzig 1929, 502 S. RM. 7.50. Bertha Pappen heim, Allerlei Geschichten, Maasse-Buch. J. Kauffinann Verlag, Frankfurt a. Main. 1929, 346 S. geb. RM. 9.—. Max Blatt, Eine Schicksalsfrage des jüdischen Volkes. M. A. Wahrmann, Frankfurt a. M. 1929, 28 S. RM. 0.80. Der Morgen, Jahrg. V, Nr. 4, Gedenkheft für Julius Gold stein. Luach 5 6 9 0, M. Lehrberger & Co. Frankfurt a. M. 1929, 50 S. RM. 0.50. Gedenkbuch für Moses Mendelssohn. Herausgeg. v. Verband d. Vereine f. jüd. Geschichte u. Literatur. Verlag M. Poppelauer, Berlin 1929, 171 S. Zeitschrift f. d. Geschichte d. Juden in Deutschland. Moses Mendelssohn. 5. Heft. Oktober 1929, Philo-Verlag, Berlin 1929, 97 S. RM. 2.75. Samuel Meiseis, Klassiker der Weltliteratur im j ü d. - h e b'r. K u 1 t u r k reise. Verlag Die Neuzeit, Wien 1950, 16 S. RM. 1.—. H. E. v. Kalinowski, Judas I s c h a r i o t. Verlag Grunow & Co. Leipzig, 204 S. geb. RM. 5.—. Dr. M. D i e n e m a n n, G a 1 u t h. Philo-Verlag, Berlin 1929, 16 S. brosdi. RM. 0.50. Dr. M. Freudenthal, Zum zweihundertjährigen Geburtstag Moses Mendelssohns. Philo-Verlag, Berlin 1929, 50 S. brosch. RM. 2.—. Dr. M. Joseph Grozinger, Geschichte der jüdischen Philosophen von Moses Mendelss oh n bis zur Gegenwart. Philo-Verlag, Berlin 1929, 204 S. brosch. RM. 10.—. Rudolf Schay, Juden in der deutschen Politik. Welt-Verlag, Berlin 1929, 320 S. RM. 7.—. Armand Lunel, Nicolo Peccavi oder Weltgeschic hte in Carpentras. Aus dem Französischen von Lina Frender. Welt-Verlag. Berlin 1929, 235 S. RM. 6.—. Nathan Asch, Liebein Chartres. Rütten & Loening, Frankfurt a. M. 1930, 226 S. brosdi. RM. 3.—, geb. RM. 5.-. Dr. Max Kreutzberge r, Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik. Herausgeg. von der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, Berlin 1929, 103 S. Edouard de Pomiane, Cuisine Juive Ghettos Modernes. Verlag Albin Michel, Paris 1929, 240 S. frs. 12.—. Mitteilungen zur jüdischen Volkskunde. 31. u. 32. Jahrg. Herausgeber: Dr. M. Grunwald, J. Kauffinann Verlag, Frankfurt a. M. 1929, 74 S. brosch. RM. 3.50. Bausteine praktischer Pädagogik. Zum Jubiläum des 125jährigen Bestehens des Philanthropins. Ges. v. Studiendirektor Dr. Otto Driesen, Verlag Kornsand & Co. Frankfurt a. M. 1929, 142 S. RM. 5.—. Das Philanthropin. Jubiläumsnummer 1S04 bis 1929. 1. Jahrg. Nr. 5/4. Kornsand & Co. Frankfurt a M. 1929, 36 S. RM. 1.—. Ludwig Marcus e, Revolutionär und Patriot. Das Leben Ludwig Börnes. Paul List Verlag, Leipzig 1929, 320 S. geb. RM. 10.—. Dr. Alfred Wiener, Juden und Araber in Palästina. Philo-Verlag, Berlin 1930, 53 S. brosch. RM. 1.40. Moses Mendelssohn Gesammelte Schriften. Jubiläumsausgabe. Herausgeg. v. J. Elbogen, J. Guttmann, E. Mittwoch. Akademie-Verlag, Berlin 1929. 1. Bd. 639 S., 16. Bd. 452 S. Subskriptionspreis: in Buckranleinen RM. 12.—, in Halbfranz RM. 15.— pro Band. Die in der vorstehenden Büchersdtan besprochenen Werke sowie alle { wichtigen Neuerscheinungen finden Sie stets in der i Jos, Strauß'schen Buchhandlung \ Biebergasse 13 Frankfurt a. M. Fernsprecher Hansa 3610 \ Neue Schriften über „Jüdische Kunstdenkmäler". Erich Toeplitz: Die Malerei in den Synagogen. Beiträge zur jüdischen Kulturgeschichte. Heft III. Die Gesellschaft zur Erforschung jüdischer Kunstdeukmäler, die dieses Heft herausgibt, fügt damit zu ihren bisherigen wertvollen Publikationen eine neue aufschlussreiche Untersuchung, eine Arbeit des rührigen Verwalters des Frankfurter Jüdischen Museums. Hier wird' der Versuch gemacht, ein Gebiet religiöser Kunst im Zusammenhang darzustellen, das bisher nur gelegentlich und vereinzelt betrachtet worden ist. Verfasser geht von den Wandmalereien in den Synagogen des Ostens aus, beschreibt ausführlich die Malereien in der Synagoge zu Jablonow am Pruth (nach Grotte 1674 entstanden) und zeigt, wie diese Kunstübung nach Franken gekommen ist und hier offenbar eine besondere Pflege gefunden hat. Von den gewiss einst zahlreidi vorhandenen Beispielen sind noch drei wohl erhalten: Bechhofen bei Ansbach, an Ort und Stelle, Horb bei Bamberg (jetzt in Bamberg), und Kirchheim bei Würzburg (jetzt in Würzburg). Diese drei Synagogen sind in den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts ausgemalt worden, und zwar von demselben Meister Elieser Sussmann, einem Kantorssohn aus Brod. Die Kunstübung als solche stammt offenbar aus dem Osten, auch Wandaufteilung und Motivenschatz zeigen ähnlichen Charakter, insbesondere kehrt auch hier die Verbindung von pflanzlichen und tierischen Motiven wieder. Freilich vollzieht sich hier eine Wandlung im Ornamentalen, offenbar unter dem Einfluss der neuen Heimat, in der auch im Volke alte Kunsttradition lebte. Verfasser weist m. E. mit Recht auf die verbreiteten Arbeiten von Ornamentstechern des 17. Jahrhunderts hin, die hier ins Grosse übertragen werden; reizvoll und mit gutem Verständnis sind Tier- und Pflanzenformen ineinanderversdilungen. Zur strengen Stilkritik reichen allerdings die Abbildungen nicht aus, zumal sie nidit alle nach Originalaufnahmen hergestellt sind. Aber es erscheint mir müssig, hier in diesen Formen etwa einem spezifisch Jüdischen nachspüren zu wollen. Es mag uns genügen zu wissen, dass zu Anfang des 17. Jahrhunderts bereits ein jüdisdier Meister von der Umgebung lernt und eine Tradition im Sinne der Zeit weiter führt. Und er ist gewiss nidit der einzige gewesen, wie es wohl ausser den erhaltenen Stätten noch weit mehr gegeben hat. Was ist nicht alles zu Grunde gegangen in jenen Jahrhunderten der Verfolgung? Wir können nur noch Trümmer, nur Reste noch sammeln, und wir dürfen dem Verfasser danken, dass er dies mit Eifer und Verständnis tut. Rudolf Hallo: Jüdische Kultaltertümer aus Edelmetall in der Ausstellung „Religiöse Kunst aus Hessen und Nassau". Marburg a./Lahn, Sommer 1928. Notizblatt der Gesellschaft zur Erforsdiung jüdisdier Kunstdenkmäler. Nr. 23 und 24. Verfasser sdiildert in den mit vorzüglichen Abbildungen ausgestatteten Heften eine Anzahl prachtvoller Silberarbeiten, Thoraschmuck und Besomimtürme, aus dem Gebiet von Hessen und Nassau. Thorakronen aus Friedberg und Kassel, Thoraschilde aus denselben Orten, aus Hofgeismar und aus Eschwege, werden ausführlich beschrieben und im Zusammenhang mit zeitgenössischer Kunstübung und zeitgenössischen Kulturströmungen gewürdigt. Aufschlussreich ist das Beispiel der Krone aus der Hauptsynagoge in Kassel, deren Vorbild die Totenkrone des Kurfürsten Wilhelm I. vom gleichen Meister Kompff 1821 geschaffen worden ist, aufschlussreich die Beziehungen der jüdischen Kultgeräte zu diristlichen, das zeigt sidi besonders bei dem interessanten Kapitel der Besomimtürme, von denen hier zwei besonders schöne Beispiele aus Kassel und Frierlberg vorgeführt werden. Hallo zeigt, wie stark die Wechselbeziehung zwischen jüdischen Auftraggebern und christlichen Meistern allezeit gewesen ist und wie die Formen für den besonderen Zweck die charakteristischen Abwandlungen erfahren. Später als in anderm kunstgewerblichen Kultgerät, später als im Malen, Illustrieren, Illuminieren, als im Sticken betätigen sieh jüdische Meister im Goldschmiedehandwerk, aber nadi der Emanzipation gegen Mitte des 19. Jahrhunderts erscheinen sie auch hier, und so manches Stück aus ihrer Hand ist noch in Kleinstadtsynagogen zu finden. Es verlohnte sich, diese Entwicklung bis auf unsere Tage zu verfolgen und weiten Kreisen zu zeigen, was heutige jüdische Meister auf diesem Gebiete zu leisten vermögen. Alfred Grotte: :;c!ynagogen"-Kirchen in Schlesien. Der" junge Verein „Jüdisches Museum" E. V. zu Breslau versendet zugleich mit seinem ersten Jahresbericht dieses Schriftchen, in dem einer der besten Kenner des älteren Synagogenbaues, der Pfleger der Kunstdenkmäler Schlesiens, ein bisher kaum beachtetes Gebiet erforscht. Er lenkt die Auf-; inerksamkeit auf einige schlesische Kirchen, die als Umbauten einstiger Synagogen zu betrachten sind. Viele von den.

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