Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 10 (6.1929)
- Date
- 1929-06-01
- Page
- Seite 362 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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362 disnsts des Herausgebers niobt verkleinert werden; man iindet sobleobtbin alles musikalisob I'rag- und Beantwortbare in den beiden Länden, und in dsrubigendster Laobliobksit und ls8barstsr?orm; iob bs.be, natürliob mit Lprüngsn, sinsn gntsn l'sil riobtig gelesen, und niobt etwa bloü aus Resienssntenpniobt, sondern mit wirkliobem 6/knuü. L8 bat Aktualität im besten Linns: man suobt niobt vergebens Lelsbrung über das Neueste, und das ^lte wird unter den Lresiobtspunktsn dsr LsSgsnwart dargestellt. Ion gebe 2um LoblulZ einige Mdisob interessante Ltellsn,?ugleiob al8 LIo8tpr0bsn überbaupt. ^.us ,,^südisoke Tempelmu 8 ik": ,,Lür den jüdisoben l'empelgesang der (Gegenwart sind verläkliobo, auk das Altertum xurüokgebends Iraditionen durobaus niobt erweisbar, und dsr obristliobs?salmengesang stebt in seinen versobiedensn Normen von dsr bloüsn Rezitation bis 2um rsiobvsr^isrten Oantus allslujatious wabrsobeinliob dem alten jüdisobsn?empelgssang viel näbsr als der beutigs Lvnagogengesang". Von diesem altokristliobsn^salmengssang kann siob beute auob derzsnigs ^suds sine Vorstellung bilden, Zern es gesinnungsvdsr gsküblsmäöig niont liegt, einein kremden Gottesdienst s.18 notwendig unbeteiligter Xu8obausr bsi^uwobnen. Line nsugegründete „(^esellsobakt 2ur Förderung ebristlieber Musikkultur" bat eins Loballplattenreibe (Marke „Okristsoball") berausgegebsn mit in der Basilika von Maria I^aaob — inan glaubt siob in den ballenden romanisobsn Oewölberünm versetzt — aukgenommenen (besängen der Benediktiner. ^us ,,M en d ei ss o bn", der übrigens im ..^euen Musiklexikon" in den Aegenwartskursisstteln übsrliaupt niobt notiert wird: „vis Verdienste M.s sind durob die ^ngrikks, welobe niobt obno eine gewisse Lereobtigung auk eine Leite seines Lobakkens gemaobt -wurden, nämbob die 2uin Lentimentalen neigende Melodiosität, welobs seine Lpigousn einseitig naobabmten, über (Z^ebübr verkleinert worden: M. war i'.iebt nur sin begnadeter soböpkerisober Genius, dessen beste Werks den Xunorer duron dio Harmonie ibrer l^orm und ibrsn Oesobmaok und lebendigen (?eist noob lieute geradeso ent/.üoken vis vor 75 sauren, er v?ar vor allem sin Nann von sn'.inentem Veiständnis der ^Verks unserer Xlassiker und kat besonders das groüs Verdienst, Vaob nieder lebendig gemaokt 2» liaben, v^snn aueb die Elemente der altklassisoben Nusil^ in meinem >Vsrk als eine ^.rt von l^remdkorper wirken", ^isoben ^siederselirikt und Xorrektur srbalte iob eine bibliopbils VsröKentliobung der Lonoino-Oesellsobakt mit Fragmenten aus lZrieken Hermann Löbens (der übrigens im kiemann den ibm gebübrenden Artikel bekommen bat). Da das Hektonsn nur in 150 lZxemplaren geciruokt ist, ^ird dem l^-eser die Mitteilung kolgender Ftells willkommen sein-. Biburg, den 12. Dezember 1898. . . . (Gestern waren wir in (AielZen, wo der lAias miob auks tieksts gerübrt bat. Visses ^Vsrk ist vsvebologiseb von grokem R>si?s kür miob, da iob vermöge der Vertrautheit mit dsr Mdiseben Oemütbs-Ii.iobtung in Nendelssobns Nelodik, besondsrs in der rsoitativisoben, einen Mdisoben tiskwurisslndsn Atavismus auk8 deutliobsts erkenne, der miob bei der l'ragik unsrsr Laobs tiek bewegt. Das ist sin Individuum mit einer eigenen Lsslenspraobe, der Vsrglsiob mit Lobumann und Lrabms er8obsiot mir au8 dis8sm l)k8iobtspunkt6 unmotiviert, aber krsiliob diese Eigenart Nendelssobns vsrstebsn nur wenige und noob Menigsrs paokt sis so, wie unser einen . . . Lndliob, als tragisober ^.bsobluL, aus „Nablsr", den das „Asus Musiklexikon" breit mit biogravbisober?sriodisisrung bsbandslt, wäbrsnd er im Riemann nur sn bloo auktritt: „N.s Linkonik, die in ilnsn ^nkängen gans aus seinem I^iedsobakken berauswäobst, ist von einer l^leiobgültigksit gegen die sog. Originalität der Gründung, gegen die ^ewäbltbsit der^ Ibsmatik, dak man N. — auob aus Rassegründen (N. war ^suds) — aus dsr Reibo der sobönkerizodsn Musiker gänsliob ausstoLsn xu dürken geglaubt bat. M. ist in V^irkliodksit primitiv und kompliziert ^uglsiob; seine Nusik ist Vskonntniskun3t, dis wieder unmittelbar siob ans (^etübl 6sr .^.ligemeinbsit wenden möobte, obns siob übsr^ den Lruob im Wesen des spät, am Dnde eines Tulturablanks LsSboi engn "tausoden /u können. H.U8 dem Vsrsuob, diesen Dualismus 2u überwinden, erklä-rt siob die ekstatisobe I^rampkkaktigkeit 8,'iner Musik, in dsr die Nomantik ibrs lstste Xsrsstxung erlebt, und die niobtsdsstowsnigsr dsr wabrbÄktigste, die Osküblswelt des Zeitalters am stärksten svmbolisierends ^us<Zr^iok von Loiiöpkertum ist". — Ungewollt spiegelt sion, nebenbsi bemerkt, in diesen beiden Lätxoben über Mendelssobn und Makler die tvpisobe Situation des europäisoken ^uden su Beginn und am Dnde des ^akrkunclerts der Emanzipation. Damals clienstwiligss Lingeben in den Willen der Xeit, beut eigenwillige Auseinandersetüung mit ibrsr?5ot, und damals wie neuts zur seiten der empiangendsn ^eit die gleiobe Misoliung aus Dank und Undank, die uns selbst an disssn dem Mdisobsn Xrsis Lntwisbenen äas Mdisoiie LobioksÄl xu erkennen Zwingt. Literatur?ur Mdiseben ^riedkokskunst. ^lüdisobs Grabmal Kunst in Osteuropa. Dr. ^.rtbur I^svv. Verlag?ionisr. Berlin, 0. ^sabr. 77 Seiten, 100 ^.bb. Beiträge 2ur Kesobiobte der ältesten Mdisoben (Grabsteine iri Main?.. Dr. Lall l^-evi, Main^ 2um 3. Oktober 1926. IV u. 48 Leiten 19 ^bb. Monograpbien?u Denkmal pklege und ITsimatsobutzi. ^.Ite soblesisobs ^ludenrriedböte (Breslau und Dvbsrrnkurtb).?rok. Dr.-Ing. .Vlkred (trotte, Vorlag Lruidv Haokebeil A., Berlin 8. 14. 1927. 42 Leiten. 45 ^.bb. I^susrs 6/rabdsnkmälsr und Arabgedenkgeloben. Das Ergebnis des Wettbewerbes des Lad. I^andesgewerb samtes u. badisober Ltädts 1927. LadsniÄ. ^. kür Verlag und Druokersi Xarlsrube, 0. ^abr. 75 Leiten, 222 ^.bb.?rei8 M. 3.—. In den letzten Labien bat 3iob das Interesse den Mdisebsn?riedböksn der Vergangenbeit sbsn8o Zugewandt wie den I?eusoböpkungen kür dis Tukunkt. Unter den Arbeiten über die alten ^udenkriedböke ist vor allem diejenige des damaligen I'sldrabbiners im Osten, Dr. ^.rtbur Dsvv, bervorxubeben. Mit grööter Lesobeidsnbsit ist dier sin umkangrsiobss Material kur^ und sorgfältig ausgewertet worden, und neben ^ablreioben ü,u8gS2siobnstsn Abbildungen ist sin überaus instruktiver?ext 2u ündsn.?ür die Mögliobkeiten, bildnerisoben Lobmuok im Ralimen des traditionsmäöig (begebenen auk Mdisoben Orabsteinen anzubringen, wird bier in einer kür ^.ulZenstsbends siobor übsrrasobsndsn Weiss bsriobtst. — Der Rabbiner dsr Isr. Rollgionsgsmeinds Main 2, Dr. Lali Devi, bat 2U dem Denkmalkriedbok dsr dortigen Osmeinds einen kurzen, aber instruktiven Rubrer berausgegeben, der mit sobönsn ^.bbildungen gssokmüokt ist. Drkreulieberweiss ist darin auob versobiedentliob auk den Obarakter dsr bsbräisoben Lobrikt^siobsn bingewissen worden, die der einzige Lobmuok dieser O^bsteine sind. DalZ die bistorisoben Angaben in vollendeter Weise ausgeküdrt sind, bedark keiner Hervorbebung, xumal der Verkasser die ausgs- ^eioknsten Vorarbeiten seines gelehrten ^mtsvorgängers, Rabb. Dr. Liegmund Lalkeld, benutzen durkte. — Weniger srkrsuliob ersobeint .ledoob dsr Versnob, über die alten soblesisoben u d en k r i ed b ö k e in Breslau und Dvberrnkurtb?u beriobten, den?rok. Dr.-Ing. ^.Ikred (trotte unternommen bat. Ds ist bedauerliob, daö liier von einem .lüdisoben ^utor in einer unverkennbar abkälligen Weise von .lüdisoben Handwerkern gesprooben wird, obgleiob auk der anderen Leite die HualitÄt der besten und äann immer obne Leweis obristlioben Meistern 2Ugssobriebensn Lteine gsrübmt wird. Dbenso unbaltbar sobsint 2. B. auob dsr Versuob, das I^evitenseioben obns Begründung Zabingebend auszudeuten: „Dine aus Wolken vortreten<Ze Hand giekt Wasser in ein Oekäü, in dem etwa glübende Xoblen isu denken sind". Wenn cler Verkasser dann kortkäbrt: „Man ist versnobt, bier an die Hand Oottes?u denl^en, eine mit dem biblisoben Verbot kaum xu vereinbarende ^.ukkassung . . 50 beweist er nur, dak er eines der bekanntesten svmbolisobon ^sieben der ^luden kalsob interpretiert. Die von einer ^.nxabl ausge^eiobneter pbotograpbiseber und ^eiobnerisober ^.uknabmen begleitete Arbeit würde in einer entspreobend umgearbeiteten l^euauklage weiteste Verbreitung verciiensn. Den modernen (Grabdenkmälern und (^rabgedenk- ^eioben ist eins umkangreiebe Lammelsebrikt gewidmet. Sie entbält die Ergebnisse des Wettbewerbes des Ladisoben Dandesgewerbeamtes Xarlsrube und der Badisoben Ltädte. der im > dabrs 1927 veranstaltet wurde. lürkreuliob ist es, dak innerlialb der Wettbswerbsbestimmungen ein besonderer ^bsobnitt den rituellen Vorsobrikten kür israslitisolie Orabdenkmäler vorbebalten ist, und dab auk den Leiten 13, 20, 21, 48, 55 und 58 Hüdisobs 0/rab?eioben unter den Imtwürken vorkommen, ^.uob die niobt kür den besonderen Mdisoben ^weok gedaobten Denkmäler sind 2. unter Hin?ukügung Mdisober Lvmbole und bsbräisober ^uksobrikten kür züdisoke?riedbäks vei-wendbar. Xu wünsoben wäre noob gewesen, ein paar Beispiele bsbräisober Lobriktxeiobsn, kür die mit dsr Materie weniger Vertrauten, als Muster beisukügen, obgleiob dies vielleiobt den Rabmen der uns vorliegenden Arbeit übersobreiten würde. Die reiob illustrisrts Lrosobürs, die überdies ^ng^ben über die Künstler und das von ibnsn verwandte Material sntbält. kann allen Mdisoben (Gemeinden und allen denen, die siob mit Mdisobor I?riedbokskunst dienstliob oder aukordisnstliob bekassen. in jeder Bssiebung empkoblen werden. Lriobl'oeplitx. M. ^. br ab am un d ^. B. 1^, sv v , L 0 b a a r s 2 sd s k . . . Ding mstbodisobs Ninkübrung in die Lpraobe der Bibel und des Nebstbuobes. 2.?eil. I^rankkurt a. M. 1929 fDruok und Verlag M. IvSbrbergsr & 0 0.). Unser Asmeindeblatt ist Ä,n sieli niobt 6ie Ltello. die kür Bespreobungen von Lobulbüobern bestimmt nnd geeignet ist. Mobt die I^sssrsobakt soll bier dakür interessiert werden. Unsere Litern seien durob die8e ^n^eigs darauk bingewis3en, wie 3sbr 8ieb un8ers Rsligionspädagogen bemüben. den leider bisber so sebr vsrnaoblässigtsn Ilntsrriobt im Nsbräisoben, dessen Metbo-