Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 6 (2.1929)
- Date
- 1929-02-01
- Page
- Seite 186 (sequence 18)
- Language
- German
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186 IZoorSiseds I^sss-I'idsl von ^. L. 6 v v. Älit Zeichnungen vonDrnaRinner, k'rankkrutMain, Druck und Verlag von N. Lelirberger Vo. 1929. ^uk die (^okalir tun, eines übertriebenen l^okalpatriotismus gerieben xu werden, gebe ie.Ii msiner besonderen ll^reude ^Vusdruck, daL sied in diesem Lücldein drei frankfurter Zusammengskundsn haben, urn das vorliegende V^srkciisn?u vollbringen: ö. I->svv, der bekannte Pädagoge; Lina Dinner, die überaus geschätzte ^sicbnsrin; dsr Vorleger, 6er an der Kpitxo der dsutsensn Verlags kür Mdiscbv Literatur steht, Dr. felix Kaukkluann. Haben wir wirklich ein Recht, auk die hier gemeinsam vollbrachte Leistung 8tolx xu 8ein? ^Varum so viel Aufhebens von einer kebräisclien k'ibel, dis 23 Leiten in (ZrolZquart umkalZt? I^un, F. L. I-svv liat, sich wolil auk Arbeiten von Vorgängern und auk eigne krünsrs Rsmühungen stützend, klar erkaont, woraus es kür uns in dem grundlegenden so wichtigen dem Kinds dai-geooten und das Zugehörige Lernmittel demgemälZ gestaltet werden. Halten einige hebräische l?ibeln 6er neuesten Xeit, dis von den (Grundsätzen des modeinen ^rbeitsunterrichts ausgingen, im wesentlichen Rüder, die ,.dem profanen ^.nsekauungskrsiss entnommen waren", so hat .7. lZ. l^, e v v mit vollem Lewuütsein und mit vollem Recht nur rein religiöse Ltokke dakür gewählt, Rilder aus der biblischen (Zeschichte und dem Mdisollen öraucbstuin. V^er einmal sein Büchlein' in die Hand bekommt, sieht auk den ersten Rück, dak es ein ausgesprochenes Religions buch ist. Da Iv. vernünktigerweise den Leginn des Unterrichts im Hebräischen erst kür das Zweite Lchul^akr anniinmt, so sind die herangezogenen biblischen Erzählungen den Kindern bereits bekannt, sie können durchaus als Grundlage kür den Ilnterriclit dienen. Welch ein glückliclier (>rikk und welch ein keines Verständnis kür wahre „Rildung" unserer Kinder, dalZ sie „Rilder^ ,^braksm' . deoräiscliHn Ilntsrricht^ sukommt. XVährsnd.uns früher von den Lchulauksichtsbehörden Schwierigkeiten erheblicher ^rt gemacht wurdsn^sobatd wüäuob das Hebräische im Mdiseden Rsligions- Unterricht' der ökksntlichsn Lcbulen/bshandsln wollten, .so ist uns ^'st2t auk Srund neuerer össtimmungen die ^uknahme dieses (Aegenstandes in den l^ekrplan unseres Religionsunterrichts gestattet worden. Das. krühsre- Verbot wai . damit begründet, dak . 2umal kür die Volksschulen keine Fremdsprache und kür die anderen Lckulgattungen keine weitere Fremdsprache dem 'allgemeinen I^ebrstykk hinsugekügt werden sollte. Die Behörde bat eingesehen, dalZ die Kenntnis des Rebräischen, wenigstens in seinen Grundlagen, kür die Teilnahme am Oemelndelsben, d. i. in erster Reihe am (Gottesdienst derselben naoli unseren Veroältnisssn unsrläülioh ist. Demnaok ist also Hst2t das Lsbräisods sin Teilgebiet unseres ökkentlieben Religionsunterrichts, wobei das ^Vort Religion mit Nachdruck?.u unterstreichen ist. Das bedeutet, wir haben in den ökkentlioben Ledu- Ivo (was in privaten Anstalten gesekieht und auek gescbedsn kann, ist eins andere Angelegenheit) das Ilsbräiscbe niebt im Linns eines sigentlieken Kpraenuntsrriohts?u behandeln. ^.Is ein lebendiges 8tüek -Religion muk die „Lpraohs der Heiligkeit" einer wirkliehen Künstlerin vorgelegt erlialten.^ Min^D'robK-ist vorstehend wiedergegeben.) I^jebt plumpe, meb^ ode») wen^er täppisehs' ^eiehnungen treten ilinen entgegen.- IZegrsikliek iind erkreulieb, weil bs8onders dem kindlielmn - (^emüt nade stehend, ist die verhiiltnismälZig groKe Xalil der prächtigen?ier - Figuren, dis uns die bsdeutencle?ier-Malerin l? r n a Rinn er gsselienkt hat. loh will nieht verschweigen, dalZ bei einzelnen der dargebotenen Lienen dis 2ahl der k'igursn vislleiebt 2u groÜ ist, um der kindliehsn ^ükkassungsart g^n? xu entspreeken. Oas Kind will eins L a n d I' u n g sehen, die sieh vor seinen ^.ugen abspielt und an der nient allxu viele?igureu beteiligt sein dürken. Ob der Forderung der Kindertümliehkeit bei allen ölättern vollauk (Genüge getan ist, darAber kann vielleiedt klsinungsversekiedevheit herrschen, ^oer die? ist xum ersten Nals sine Künstlerpsrsönliehksit von Rang und Zusehen in den Dienst unseres Unterrichts getreten. Auch'hier gilt es, mühsam in der IZrkakrung des llnterricdts 2u erproben, ob und wie sied die aukgestsllten und durchgerührten Oriindsät?e 2ur Förderung unserer Kinder bewähren. Religion nnd Kunst stehen hier im geschwisterlichen Verein. Ihrs gsmeinsÄme Krakt veredle (?eist und (?smüt unserer Kinder! A Arnold l^axarss. I^I^PIOI-l^ l_li>lc)l_IIUIVI Vv8ioktigkn 8ie meine 8onaufen8t«f, pfiiksn^Ljo «!io Preise H vlualitsten. vom grSVtvn SpsxSalksus Sü«IÄ!sut»ckIsnSs K««»«e 2«zo