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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1929-01-01 · 5 (1.1929) · p. Seite 144

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
7 (1928-1929)
Issue
5 (1.1929)
Date
1929-01-01
Page
Seite 144 (sequence 12)
Language
German
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Aus den Gemeinden. Deutschland. Berlin. Am 13. Dezember wurde die Ausstellung des Verbandes der Gesellschaften zur Förderung von Handwerk und Landwirtschaft unter den Juden „O r t" in den Räumen der Berliner Sezession eröffnet; sie zeigt Schülerarbeiten der Fachschulen und landwirtschaftliche Erzeugnisse der jüdischen Kolonien im Tätigkeitsgebiete des Verbandes „Ort". — Am 20. Dezember begannen die Sitzungen des Aktions-Comitees der Zionistijchen Organisation, die sich hauptsächlich mit der Frage der Erweiterung der Jewlsh Agency befassen sollen. — Umer Beteiligung von 17 Staaten, vertreten durch die bedeutesten Repräsentanten des Judentums aller Parteien wurde der Wettoeiband der ch o rn r e S ch a o b o s" gegründet. — In der Sitzung der Repräsentantenoersammlung der Bertiner jüdischen Gemeinde vom 8. 11. fand eine Resolution, die gegen die Störung des Gottesdienstes am höchsten jüdischen Feiertage an der Klagemauer zu Jerusalem Protest erhebt, einstimmige Annahme; auch der Gemeindevorstand schloß sich dieser Protestkundgebung an. — Gotha. Das Thüringische Ministerium für Volksbildung und Justiz hat der Israelitischen Kultusgemeinde Gotha die Rechte einer Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen. — Hamburg. Herr' Professor Dr. Isaak Markon wurde von der jüdischen Gemeinde Hamburg zum Leiter ihrer in der Ausgestattung begriffenen Bibliothek berusen. — Köln a. Rh. Zum Direktor der „Jawneh" (Reform-Realgymnasium i E. und Lyzeum) in Köln a. Rh. wurde der zurzeit an der Höheren Jüdischen Schule in Breslau tälige Studienrat Dr. Erich Ktibansky berufen. Der erst 28jährige Studiendirektor ist gebürtiger Frankfurter und hat sich durch eine Reihe von Arbeiten auf dem Gebier der Geschichtsforschung und der Jugendliteratur hervorgetan. — Königs, berg. Der Steuersatz für das Verwaltungsjayr 1928-L9 (1. Oktober 1928 bis 30. September 1929) wurde auf 20 Prozent festgesetzt; das bedeutet eine Erhöhung von 5 Prozent gegenüber dem Steuersatz für das Vorjahr. — Leipzig. In der Sitzung der Repräsentantenversammlung der Israelitischen Religionsgemeinde Leipzig vom 17. 11. wurde die Erhebung einer Steuer von 12 Prozent beschlossen. — Liegnitz. Am 2. 12. fanden die Wahlen zur Repräsentantenversammlung statt; die Liberalen erhielten 8 Mandate, während der vereinigten Mittelstands- und Volkspartei 7 Sitze zufielen. — Mainz. Herr Rabbiner Dr. Levi hat sich entschlossen, sie Berufung zum Rabbiner der jüdischen Gemeinde Berün abzulehnen. — Stuttgart. Die Stelle eines Rabbiners der Israelitischen Religionsgemeinde Stuttgart wurde Herrn Rabbiner Dr. ^üäiscke >VonlkanrtspfleKe Frankfurt a. Hl. ^dteilunA II: ^u^en6kür80rAe Kinäer8ctiut2, Pk!e^e8tel1enwe8en, LrkoIunZ8kür8orAe, 8amme!vormun68ckakt Auerbach aus Göttingen übertragen. — Danzig. In einer Versammlung jüdischer Kaufleute wurde die Gründung einer jüdischen Volksbank aus genossenschaftlicher Grundlage nach dem Muster der Berliner Volksbank „JWRJA" und des dortige« „Jüdischen Kreditvereins für Handel und Gewerbe" beschlossen. Ausland. Los Angeles. Die Inhaber von Warner Bros, einem der größten amerikanischen Filmkonzerne — H. M. Warner, I. L. Warner und Major Albert Warner — haben 40 000 Dollar zur Beschaffung von Wandgemälden für den Neubau des Tempels B'nai B'rith gestiftet. Die Gemälde werden von Hugo Ballin, dem bekannten amerikanischen Maler, gefertigt und sind bereits in Angriff genommen. Die Gebrüder Warner haben vor etwa einem Jahr schon 150 000 Dollar zur Aulage eines großen Sportplatzes für jüdische Waisenkinder gestiftet. — Paris. Der bekannte englisch-jüdische Philanthrop Lord Melchett (Sir Alfred Mond) wurde zum Ehrendoktor der Sorbonne ernannt. — Wien. Am 2. 12. fanden die Wahlen in den Vorstand der Wiener Israelitischen Kultusge'.neinde statt. Die „Union österreichischer Juden" hat 17 Mandate fest errungen, während ein 18. Mandat für sie noch zweifelhaft ist. Die Zionisten uud Misrachisten haben zu- ~ sammen 12 Mandate errungen, ein weiteres Mandat ist zwischen ihnen und der „Union" noch strittig. Die unpolitischen Orthodoxen Habel! ein Mandat erhalten, und die Partei der Werktätigen behauptete ihren bisherigen Besitzstand von 5 Mandaten. — Am 5. 12. verstarb im 70. Lebensjahre der hervorragende Anglist und Shakespeare-Forscher, Universitätsprofessor Dr. Leon Kellner, ein Freund und Mitarbeiter Theodor Herzl's. Anstalten und Vereine Aufruf. Die jüdischen Frauen Deutschlands schulden dem großen rabbinischen Meister Dr. Neh emias Anton Nobel s. A. größten Dank. Durch seine Entscheidung ist in der Verwaltung der Frankfurter Gemeinde die Zusammenarbeit von Männern und Frauen verfassungsrecytlich anerkannt worden. E.r hat als Lehrer und Führer weite Kreise für die hohen Werte des Judentums begeistert, in der Jiigend jüdisches Leben geweckt, erneuert und gefestigt. Von Frankfurt a. M. geht darum die Anregung aus, jenem Dankgefühl einen dauernden und sichtbaren Ausdruck durch Schaffung einer Nobel-Stiftung zu verleihen. Ihre Aufgabe soll es sein, jüdischen Lehrerinnen, die auf dem Boden des positiven Judentums stehen und sich für den Religionsunterricht ausbilden oder fortbilden wollen, Stipendien <5MSÄ//M.' ^0 S/Seo - 6t5ttM/dm/M <^6///7?<3/^6/ 6^o/?/6<5 6/7??/<S/I6. Ase/AeFmFe /5 Vas LS/M Ai7//s e//? 6MM/-Se«5chck/7. Qrüütes 8pexia!ll»u8 keiner IMMU IlM «.»eke-Mleii unerreicnte ^usvanl in jeäer pro Zglsxe Loewenherz gtgr.1881 Goechestraße IS gegr.1881 IIIIWIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIItt VTSI^QK^ 3l^t2k(Zt2(Z^3^I<sl)L ).L. Schlund 6I^IVTN57V^55^ 28 lUVVt^t^N OOI.I)5(5NNUOk( IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIWW

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