Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 7 (1928-1929)
- Issue
- 4 (12.1928)
- Date
- 1928-12-01
- Page
- Seite 113 (sequence 21)
- Language
- German
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113 reebto I^iobt. Von woltbistoriseber Bedeutung ist dis 3ebilderung der Kriegs- und ^aebkriegsjakrs, bis xu dem sntsst^lioben I5nde am 24. duni 1922, ein Dnds, in dessen Wurzeln man bineinbliokt, wenn man bort, vis sebon 1916 gesagt wurde: „Wenn dieser Ratbenau uns gebvlken bat, so ist) es Line Lebands und ein ^.srgsrnis". ^Vber dieser Ratbsnau batts bald naeb dem ersten Rauseb, iin Oktober 1914, visllsiobt als sinniger, die wakrs 15insiebt in die „kommenden vinge" besessen und vergebens ver- Mündet, Wie man auen ^u seiner vorausgegangenen 15ntwioklung stellen mag, so wird niemand ibm das Zeugnis versagen, dsL er von 6a ad ^usenends an (Zrööe und menscnlicner >Vurde gewinnt.. 15r war ein glübender Patriot trow aller ^nkeindung, und sein (xleielimut gegenüber dem drobenden Attentat stebt in srsebüttsrndem Aegensat? xur?sigbsit seiner Nördsr. /Vus dsr deutselien (xssebiebte dieser dabre ist sein ^lame niebt mebr wegzudenken, von seinem l^riedensprogramm aus den ersten Krisgsmonaten an, über die Idee der Laeblieksrungen, dis ^u dein denkwürdigen Vortragssebluk in Rapallo am Ostersonntag 1922 ist die deutsebsPolitik in allem Wessntlieben seineu Weg gegangen. Llrak Kesslers Bueb — es ist ausgexeiebnet ausgestattet, init vielen Lildeiii, von denen besonders die aus den dugendjabron reizvoll sind — sollte sebon un^ der letzten ^.bsebnitts willen jeder (gebildete und politisob Interessierte lesen. Dem, Mdiseben I^sser insbesondere wird es an vielen Ltellsn wielitige und anregende ^ukseblüsse geben. 15. U. düdisolie d u g e nd b ü e b e r e i. d. Kaukkmann Verlag.?rankkurt a. N. 1928. Bilder 2 urLibsl: 15 rxvätsr. 15intuwuriZ v. ^. (Za11iner. 30 8 21 ^doildunAen. Kart. km. 2 50. Nit I'reude begrüKe ieli ein Werk, das dein Herxen unserer duzend die ebrwürdigen (Gestalten unserer Bibel nalisbringeu will. Lei dieser Publikation stebt eine Zweite .Absiebt gleiobsebr iin Vordergrund: die Wirkung biblisober Ltokke auk die Kunst des /Vbendlandes ^u Zeigen. Lei dein auk 17 Leiten ^usammengedrängten .VbriL über Bibel und bildende Kunst wäre aber, da das Lueb kür Düdisebe Kinder gedaobt ist, clie >Vbbandlung über ebristologisebe ^pen und irübebristllebo ^eit vold entbelndieli gewesen. DaZeAen vermisse iob ein ^Vort über die ^rübrenaissAnee. Die groüs ^Vandlunzdes 15. dabrbundsrts, von cler der VerlÄsser sebreibt, vollxiebt sieb duroliaus niebt abrupt. leli liütte go^vünselit, daü das berrliobe „Opker Isaaks" des Oimabue aucli bildlieli ^e^eiAt >vä.re,?unral es in religiöser Xratt den Verzleieli mit den liembrandtbildern ausbielte. Lo einkael, lio^t die (ZlsieliunA niebt: lue R-snaissanee Aleieb Körnerlivl'.er Xamsil »nd dramatisebe KeroenZestalten — Iiis kembrandt gleie!'. seebsebes liing-en und religiöse Alenseben. Lobon in 6iotto, von späteren Künstlern, abgegeben, ist starkes seeliseil es Idingen und eebts Religiosität. — I)ie .^us^vabl und Wiedergabe der Lilder ist reolit gut, die Tinkübrung so. dalZ sie von reiieren Lebülern sebr vobl verstanden werden kann^ Die 1^ sgende von Rabbi ^. kiba v. 15. L. L o Ii n. 34 L. Xart. lim. 1.—. Wie der einkältigg Hirt /Vkiba, bsn dosek 2um groöen Leset^eslelirer, ^um Empörer und Närtvrer >vurde, das ist bier spannend und stellenv/sise mit groüer dioliteriseber Krakt er^älilt. Lin Ileldenbueli im besten Linn des Wortes, niebt nur kür die dugend und niebt nur kür duden. Oer Heine-Lund. 15 i n e düdisebe Lueligemein de. — I5in doppeltes und boeb anzuerkennendes Verdienst er^virbt siell diese vortrekklieb geleitete IZuebgemeinsellakt, indem sie .lüdisebe Unterbaltungsliteratur von livbem Niveau in Auten ^us^aken vorleZt. Von den in der letzten ^eit ersebienenen Länden seien bier bervorgeboben: Opatsoliu, Oer letzte Wald^'uds, aus dem diddisoben übertragen von Liegkr. Lelimitx. I5in Roman aus der Xeit vor dem polniseben Entstand von 1863, auk dessen Hintergrund sieb ebassidisebes I.eben in eindrueksvollen Bildern darstellt. Lelir gut srnäblt und dabei sebr belebrend, nie langweilig. — In ein anderes, berübmteres Ivapitel der jüdiseben (Aesebiobte kübrt N a r k u s ^brenpreis, Oas I^and «visoben Orient und Okzident. Oiess spanisebe R^ise eines gelebrten duden ist weit mebr als sine Reisebesebrsibung durob Lpanien u. Marokko. Alan kann das auob im Ausland sebr beaebtete, interessant bebilderte Luob niobt besser empksblsn, als mit den Worten aus dem begeisterten Vorwort von Nikons?ao.uet: „Line Reiss dureb dabrbunderte, ein Lrang dureb grolZe Mntergründe, ew Weg dureb die Religionen der Mttelmeerländer, dureb diese Xulturen, die sieb auk der iberiseken Halbinsel in einer unvergleieblieb karbigen und lebendigen Begegnung, in den Bauwerken uralter ilüsternder Städte trekken und gemeinsam die Lonne, die I^ukt, die vükte dieses glübsnden Äimmeis atmen und ein ewiger l'sd der Nensebbeit sind." — Leit dem Hrsclieinen des längst vergrikkenen Lammelbuebs „düdisebe Künstler", also seit über 25 dabren, gibt es keine susammsnkassende Oarstellung Mdisober bildender Kunst. Diese I^üeke versuebt X. arl Leb war 2 dureb sein Lueb „Die duden in der Kunst" (mit 50 laksln und 9?sxtbi1dern) aus^uküllsn, und man dark ibm gern xugestebsn, dalZ dieser erste und sebr ernstbakte Vsrsueb, die Mbrtausend alte LetÄtigung der duden in Kunst und Kunstgewerbe?u sebildern, allen Respekt verdient; 2umal er summariseli bleiben mukte und dis Zugrundeliegenden Problemstellungen seinumstritten sind. Ls wäre allerdings 2U wmiseben (und wolil auek ein siebsrer buebbändlerisober Lrkolg), dak wir bald ging repräsentative Lammlung von l^aebbildungen aus diesem Ltokkgebiet erbielten, an Natsrial keblt es wabrlieb nielit. Einstweilen aber ist die soeben ersobienene Arbeit von Lebwar? als unser erster „Oieerons" xu begrüüen und xu empkslilen. — Visse und die trüberen Verökkentliobungen des Keine- Bunds sind im Begriff, sieb xu einer guten und preiswerten Mdisebsn Hausbibliotbek xu entwiekeln, die bokkentlieb ibren Weg in reebt viel Mdisvbs Häuser nnden wird, vis AesebäktssteÜe des Bundes ist in Berlin W. 57,?allasstr. 10—11. öernard l.a2!are, l^e Ruinier de ^ob. Paris 1928 174 L.?r. 10.50. — ver bier sebon öktsrg rübmliob erwäbnto Verlag Bieder verökkentliobt in der von lÄlmond?1eg geleiteten Reilie ..dudaisme" dieses in doppelter Rinsiebt bemerkenswerte Bueb: Vnverökkentliebte Fragmente eines der bervorragendsten, wenn auek kast sebon vergessenen kransösiseben duden. Wer über das lieben Lernard Oa^ares I^älieres erkabrsn will, der less das dem Buck vorangestellte „Portrait" aus der?eder des de» rübmten, im ersten Kriegsjabr gekallenen?übrers des zungkatlivliseben?rankrsieb, Obarles Reguv, der in dem bewundsrten und geliebten jüdisebsn?reund niebts weniger als einen „propbst in Israel" erbliekte. vis ^pborismsn selbst, die sieb in immer neuen Abwandlungen mit der (^esekiebte und dem Lein der duden belassen, tragen den Ltempel eines grolZen und in die lieke sebauenden (Geistes. Wer?ran2ösiseb kann, wird duroll dieses Lueb bundertkältige Anregung empkangen. Isidor Kaliseb, 8t u dies in ^.neient and N odorn d u d a i s m. Rerausgg. v. 8. Kaliseb, eingel. v. d. Bloeb. ^ew Vork 1928. XVI, 350 8. — ver Verfasser, dessen IV in ^eitsebrikten verstreute, 2. 1. ungedruekte ^uksätzie und Brieke von seinem 8ol,n, einem boben amerikaniseben Riebtsr, gesammelt wurden, lebte 1816—1886, war in Krotosebin geboren und starb als Rabbiner in Xewark. Lr war einer der kübrendsn (Deister des amerikaniseben Rekormjudentums aus dem Kreis der Wise, Lilientbal, Zlei^baebsr u.a. und einer der Älitarbeirsr am ersten rekormisrten (?ebetbueb. 8eine ^.uksät^e Zeugen von gründlieber Lebulung und stetem Lsmüben um den Wabrbeitsgebalt der jüdisebeu Religion und 8ittenlebrs. Wer dis Oedankenwelt ^ener I5poebe kennen lernen will, dem werden Kalisebs vielseitige 8ebrikten eine besonders ergiebige?undgrübe sein. - d!. 8sligwann, Rsligiös-liberales dudentum. predigt in der Xeusn Lvnagoge 2u Berlin anläüliob der Tagung des Weltverbandes kür liberales dudentum am 18. August 1928. ^. Kaufmann Verl. k^rankk. 1928. 16. L. br. p.m. 1.—. «5^t,H ^^v?- tt^css k>Ztt»//lF/?MVS/i?/»^ »^55^/15/ ^ie^allLentj/atFl Z^on <^en ^lr?ten Unerkanntes Lcnu^» unci De«n« /«/ctionsmittsi Mr ^unci u. backen. Q/./^^ N/T- 6 t. 7° 7° L° M^>WWM^WMWM^>WWT>WMM^»K«KW5 M?^NDMKWW^D^M?MV?^UM WM^UW^M ^^A^Uß»MU^M»sWR^ «ZWM^W^DD'NWiU »DVD 5. V^U-sSQI-i^ k^^Lllk? 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