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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-04-01 · 8 (4.1928) · p. Seite 257

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
8 (4.1928)
Date
1928-04-01
Page
Seite 257 (sequence 21)
Language
German
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L0u 11 s Äs0^1 A ^10 m 8 " V ^öiididsrL- Z 922. - ^. ^,? ' ä<: vi dl Das Judentum und feine Umwelt. Bemerkungen zu einem Buch von Dr. N. May. Wie die Werke des Landes Aegypten, wo ihr gewohnt habt, und wie die Werke des Landes Kanaan, wohin ihr geht, sollt ihr nicht tun (3, V. ^. 18.3) ist eine bekannte Stelle unserer Thora. Sie leitet Gesetze ein, die sich gegen das Tun der Umwelt der damaligen Israeliten richten. Seit jener Zeit, wir können also Wohl sagen, seit es Thora und Judentum gibt, hat die Auseinandersetzung mit der Umwelt nicht aufgehört. Und das ist nicht verwunderlich. Denn gegen die bestehenden Kulturen,^ mck^ um — es Ware falsch^ zu sagen,^ eine neue Religion —^nit dem Angehende, uud darum eben' für die Menschheit bestimmte Sendung zu haben. Deun im jüdischen Kreise wird ebenso weder Monotheismus noch der Mono-anth^ d. h.^hier^vird zwecke des Menschengeschlechts gelehrt. Die Vielheit im Begriff des Menschentums ^ist für die heidnische WeltaM)auung^ nicht zug des Heidentums riß die Menschheit w feindliche Gruppen ausis/da? Hohelied von der Ewheit des M enschengeschlechts. Gott hat sich ursprünglichst dem ^Menschen^offenbart, so lehrt Menschbeit. Daher werden die alle Menschen bindenden und ver- Ab->r selbst als Abrabam "orwählt" wird, aeschiebt es mit der ^esti^m mit Rücksicht darauf „doppelt" schuldig,^ wenn es seinen Beruf, Träaer des Gotteslichts, der Menschheitserleuchtung zu ftin, nicht erfüllt. ich, der^Ewik^ ^4.^22,19M?^FreÄ 257 jeder „herabsetzende" Beigeschmack dem Worte genommen wird, heißt es von den Israeliten: ,,Denn Fremdlinge und Beisassen ^ich Aufhaltende, „braucht" sich diesem Recht nicht"'zu unterwerfen, sondern darf ein Wohl international geltendes „Blutrecht" und Verkehrsrecht für sich in Anspruch nehmen. Der im Lande wohnende „Ger" genießt alle Rechte des Einheimischen, die Ecke des Feldes und der Armenzehnt gehören ihm. Verpflichtend sind für ihn nur die noachidischen Gebote: Er darf dem Moloch nicht seine Kinder opfern — Gott sich menschlich vorzustellen: d. h. „Schituf" ist ihm erlaubt! Er darf nicht, im Lande wohnend. die Rechtsordnung des Landes anerkennen. Blut darf er nicht ge¬ Heiden, die als „Gottesfurchtige"" die Götzenverleugnende, die ersten An^äng^er des Ch^risteMums bildeten, eigen war, geht^ aus He^ J^qui^ D^h^ ^il^ Reihen der ^opheten^ eine dogmatische^ Auseinandersetzung gehaben. ^Jhr Kampf galt^der Auswirkung eines unsittlichen Kultes Universellen Das Arbeitsg?bie^'der Apostel ^wird das Dogmatisch-Universelle. Nicht wer gegen die Ethik, wer gegen das Dogma, sich vergeht, ist der Sünder, wer es nicht den Montanisten und Arianern bis hin zu Luther.^ Da/Luther- IWMIM IMeMMeMiilM »k!iM-MMede^ VersiclierunKea je 6 er ^rt AuLU°5?°UAÄoÄ'e«L frankkurt s ^1., ^VestenästrsLe 6 Telefon: ^sinZsu 76654?ßsrvenxQ?rüNung 0er gslvsniscke Zck^seks^vm ciss ^silniittsl ctss mocts^nsn k^S^vsnsn^tss! V/okIinutk eis,' gslvsnlSQi^S SQtiws<?l-»stnOm-I-!SiIspx>srst! Oss Iclssl clsi' K-Isimdslisnciiung! Vsnlsngsn» Sis kostsrilos lDi-uc:»<sc:»iniftsn. SSSUQilSN Sis UNSENS I<c>stsnlc>ssn S^tlic-ilSN S p i°sc:Ii stu i>» ct s n Wo^lmllt^-institi-it, ^Si! 26

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