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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1928-04-01 · 8 (4.1928) · p. Seite 250

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
6 (1927-1928)
Issue
8 (4.1928)
Date
1928-04-01
Page
Seite 250 (sequence 14)
Language
German
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Aus der Gemeindevertretung. Sitzungsbericht von B ü r od i r ek t o r M e y er. In Anwesenheit von 29 Mitgliedern der Gemeindevertretung und fünf Mitgliedern des Gemeindevorstands eröffnete der Vorsitzende Herr Dr. Richard Merzbach die Sitzung. Auf der Tagesordnung steht ein Antrag der Fraktion der jüdischen Volkspartei auf Abänderung des § 39 der Gemeindeverfassung (Entsendung von Delegierten der Gemeindevertretung in die Ritualkommission). Die Beratung dieses Antrags wird auf Wunsch der genannten Fraktion zurückgestellt. Der Ieschiwa des Herrn Rabbiners Dr. Hoffmann wird nach Befürwortung durch die Finanzkommission für das Rechnungsjahr 1927/28 eine weitere Subvention von Mk. 2000— bewilligt. Die von Fräulein Bertha Pappenheim übermittelte Schenkung eines unbekannten Spenders in Höhe von Mk. 10 000.— für bevölkerungspolitische Aufgaben wird mit Dank an den Spender angenommen. Die Durchführung der «vorgefchlagenen Maßnahmen soll dem von Fräulein Pappenheim vorgeschlagenen bevölkerungspolitischen Ausschuß überlassen werden, wobei in Uebereinstimmung mit dem Beschlüsse des Vorstands festgestellt wird, daß die Gemeinde durch die Annahme dieser Schenkung keine Verpflichtung übernimmt, den Schenkungszweck (Uebersendung von Geldbeträgen an Mütter bei Geburten von zweiten und mehr Kindern) weiter zu verfolgen, wenn die Mk. 10 000.— aufgebraucht sind. Ein Antrag des Gemeindevertreters Dr. Freimann, die Angelegenheit zunächst an die Kommission für soziale Fürsorge zu verweisen, wurde abgelehnt. — Für die Beschaffung einer rechnenden Remin'gton-Schreibmaschine für das Gemen.debüro wurde ein Kredit von Mk. 2023.50, für die Versorgung minderbemittelter Gemeindemitglieder mit Mazzen ein solcher von Mk. 3000.— bewilligt. Hieran schloß sich eine nichtöffentliche Sitzung an, in welcher die Ablösung der Vorkrieg s'anleihen und der beigen Anleihe von 1921 behandelt und außerdem beschlossen wurde, das Angebot der Direktion der Discontogesellschast auf Uebernahme einer 7^igen Anleihe vonl Million Mark auf Feingoldbasis anzunehmen. Ehrung. Herr Rabbiner Dr. Hoffmann hat Herrn Julius Goldschmidt, dessen Persönlichkeit in der letzten Nummer des Gemeindeblattes gewürdigt wurde, anläßlich seines 70. Geburtstages den Chower-Titel verliehen. Die gleiche Auszeichnung wurde Herrn David Hermann zuteil, der trotz seiner 76 Jahre zu den pünktlichsten Besuchern der Synagoge am Börneplatz gehört und wegen seiner tiefen Frömmigkeit, seiner Bescheldenheit und Werktätigen Nächstenliebe allgemeine Wertschätzung genießt. Zahl der Gynagogenplähe. Die Volkszählung von 1925 ergibt für Frankfurt eine jüdische Bevölkerung von insgesamt 29 385 Seelen. Soweit es sich um die Israelitische Gemeinde handelt, standen im Jahr 1926 in den Synagogen insgesamt 3761 Sitzplätze zur Verfügung, die Zahl erhöhte sich an den höchsten Feiertagen durch die Filialgottesdienste auf 4600, davon für Männer 2552, für Frauen 2048; an diesen Tagen werden die Synagogen erfahrungsgemäß von weit mehr (durchschnittlich etwa 25A) Personen besucht als Sitzplätze vorhanden sind. Außerdem stehen für öle gottesdienstliche Versorgung der Frankfurter Juden die Synagoge der Israelitischen Religionsgesellschaft und eine Reihe Privater Betvereinigungen zur Verfügung. Jüdische Wanderung in Deutschland. Der im 1. Jahrgang erscheinenden, sehr gut geleiteten Zeitschrift „Jüdische Arbeits- und Wanderfürsorge" entnehmen wir die nachstehenden Angaben: Im Jahr 1927 betrug die Gesamtzahl der bei der Hauptstelle gemeldeten Wanderer 17 I 05, sie war am höchsten im Monat März mit 1940, am niedrigsten im Monat Oktober mit 976. Unter den Wanderern befanden sich 15131 Männer und 1974 Frauen und Kinder.' Der Staatsangehörigkeit nach waren es 3233 Inländer und 13 867 Ausländer. Unter den Ursachen der Wanderung steht obenan die Heimreise, in weitem Abstand folgen dann Arbeitssuche und Arbeitsantritt, Paßangelegenheiten, Auswanderung usw., während in 4673 Fällen Angaben nicht vorliegen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf M. 82 439.57, wovon M. 21 409.25 auf die gewährten Unterstützungen entfallen. Die Statistik weist einen nicht unerheblichen Rückgang der Wanderung im Winterhalbjahr auf, gleichzeitig aber auch eine bemerkenswerte prozentuale Steigerung der deutschen Wanderer. Parkhotel Giadtküche KÜttgSs-S Sc O(). Intl.: Waltsr?s6nsf. Lsg,-. 1S37 l'zpLI'eN l_INOl.^UIVI /<m Leliauspisllisus 2 I^I_T?0tt älVÜ ttkN8/< 2S04 k^l-i^l^^l.^KI'^ ^ncZNpfii-t^s^stnslZs S / Xsissi'sti'slZS 37 t-isnss 2S21 eivktrlseli« änlsgen fllri I.iekt / KroN / Sekvsekstrom / ksölo SslSiuQl-»tur-,gs»<L5np>sr flln slis StiltzsisuQl'ttllngskLnpSi' (^ad^ilcst k^i-sri? I»in><) SsrÄusOtilOSS k^SilisIskti-s-Stsudssugsr ^lsktfiselis Apparats slls»- ^«-t k^SPSI'StUI'Sri H u s s k? s 1° s I» s 1- I s s L» l 51 S!^ n <Z »I l

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