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Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1927-08-01 · 12 (8.1927) · page 18

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Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
5 (1926-1927)
Issue
12 (8.1927)
Date
1927-08-01
Page
– (sequence 18)
Language
German
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18 Firenze. Wilhelm Taubert, der bekannte Frankfurrer jüdische Maler und Graphiker, hat jetzt im Brogi-Verlag, Florenz, zehn Aetzradierungen von Florenz erscheinen lassen. In erstaunlich feiner Technik und ganz auf den malerischen Eindruck gestellt, bieten sich diese Blätter dar: die Flußlandschaften mit dem beweglichen Häusergewirr, das sich im Flusse spiegelt; der Palazzo Vecchio in seinem monumentalen quadratischen Bau; die Loggia dei Lanzi: der Hof im Bargello; der Kreuzgang; das Fenster des Campanile; der Straßendurchblick; der Blick auf Florenz. Besonders schön ist die Raum- und Tiefenwirkung gelungen, indem von den Hellen und Dunkelheiten virtuoser Gebrauch gemacht ist. Obwohl die Themen mit fast Photographischer Treue festgehalten Werden, bleibt als wichtigster Eindruck der künstlerische bestehen. Weil die Aehnlichkeit hier nur Voraussetzung ist für einen künstlerischen Formungsprozeß, indem der Gegenstand, weil bekannt und von allen Betrachtern auch sofort erkennbar, immerhin so Phantasievoll geschaut und auch wiedergegeben wird, daß rein das Imaginäre des künstlerischen Prozesses und Erlebens erhalten bleibt. Betrachtet man die Blätter in der Nähe, so wird man von der Feinheit der Technik überwältigt. In mMutiösester, fast lehrhafter Weise wurde da gearbeitet, kalte Nadel, Aetzung, Glaspinsel, Aauatinta, und alles vermengt zum einheitlichen Kunstaebilde. Schon rein technisch eine erhebliche Leistung. Darüber hinaus aber ein gefälliges und edles Sammelwerk, vom lebhaften Geist eines schönheitsdurstigen Auges durchdrungen, ein kurzes und erquickendes Brevier für Kunstfreunde, ein freundlich-ausgewählter Führer durch die herrliche und erinnerungsschwere Stadt. Denn die Themen werden markant gewählt, der Sinn für's Charakteristische ist stark vorhanden und bestimmte die Auswahl. Vor allem werden Uebersichten gegeben, mit schönen und dekorativen Bauten und Fernen, und mit einem Zug ins Weite und Umfassende. Die alte Brücke gibt z. B. die horizontale oder diagonale Leitlinie ab, und darum gruppiert sich das ineinander geschachtelte Häuserdasein, Licht und Schatten und feine Uebergänge in reizvoller Belebtheit, die sich im Flusse spiegelt. Die- Idee der malerischen Stadt am Wasser scheint jetzt im Kleinen realisiert. Oder es gibt einen Blick arH Florenz mit Dom. Mächtige dunkle Bäume und Hecken mit Sonnenschatten im Vordergrund, und daran baut sich winzig, fern und doch sehr klar und vertraut die Riesenstadt an, mit Dom und Kirchen und dem alten Palast. Oder wir haben den Hof im Bargello, ein Prachtstück graphischer Kinefse: iwie sich die Galerien in Wappentier hinziehen, auswärts führt eine Steintreppe, und der Hof dehnt sich breit. Alles ins Ganze geschaut, kein Teil ohne den anderen denkbar^ eine schöne Notwendigkeit. Oder die Flucht und Tiefe der Perspektiven im Kreuzgang und in der Loggia dei Lanzi, mit Denkmälern und Fassaden und Gärten. Der Raum springt uns entgegen, und überall das Licht, das die Kuben und Winkel und Fassaden aufteilt, rhythmisch, mit mannigfachen Valeurs. Oder der Palazzo Vecchio, durch das vorliegende Plattensormat wohl etwas zu zierlich geraten, da die Monumentalität dieses mittelalterlichen Kastells so nicht ganz getroffen ist. Das interessanteste Blatt: das Fenster des Campamle — wir blrcken durch diesen dunklen, breiten und so zierlich geteilten Rahmen tief hinab in die Stadt, die sich jetzt weltfremd dehnt. Dr. H. Weyl. Angehörige gesucht. Herr Arnold Schelansky, Berlin-Spandau, Teltower Straße 8, sucht Angehörige seines 1857 in Schaulen (Litauen), geborenen und 1913 in Berlin verstorbenen Vaters Moritz Moses Schelansky (oder ähnlich geschrieben). Ein Bruder namens Meyer Schelansky, von Beruf Klempner, soll um 1L69 in Frankfurt gelebt haben. Veränderungen im Personenstand vom ilS. Lunl ^927 bis 55. Juli 5927 Barmizwa-Feiern. Hauptshnagoge: Erwin Hoch stein, Stiegelschlag 9. - Synagoge am Börneplatz: Adolf Felder, Windeckstr. S6. — Salo Unger, Egenolffstr. 40. — Ludwig Schwarz, Löbersgasse 6. — Fritz Eichen bäum, Baumweg 23. — Max Matthes, Schwanenstr. 7. — Hans Mayer, Am Tiergarten 50 — Siegfried Strauß, Kronvrinzenstr. 38. Synagoge an der Königsteinerstraße: Hans Bobenheim e r, Sofienstr. 12 — Walter Plaut, Eschenheimer Anlage 31 — Bruno Kiewe, Weidmannstr. 39 — Heinz Bier, Leerbachstr. 53. Trauungen. Willy D a nziger, Köln-Ehrenfeld, mit Edith Sommer, Körnerwiese 3 — Luzer Ehrlich, Franken-Allee 6H, mit Bronzia Baitel, Aschaffenburg — Julius Weichsel. Marburg, mit Rebeka Stern, Gilserberg — Eduard Strauß, Idstein i. T., mit Lilli Geisner, Breiisach i. B. — Josef Strauß, München, mit Hedwig Op p e nhe >i m er, Schwindstr. 6 — Siegfried W i es >n er, Wingertstr. 23, mit Else >Goldschmidt, Schweizerplatz 49 — Gerhard Hör Witz, Kaulbachstr. 41. mit Margarete Stockmaier — Harry Plonski„ Berlin-Charlottenburg, mit Hede Bachrach, Unterlindau 47 — Cäsar Cohn, Berlin, mit Friede! Bachrach, Unterlindau 47 — Felix Ham >bur g e r, Braunschweig, mit Louise Lehmann,, Mannheim — Jakob Blum, ViWeler Straße 15, mit Selma Stern, Elkenba chstr. 23 — Gustav Oppenheimer, Dörnigheimer Straße 10, mit Bertha M«ndl, Fürstenbergerstr. 147 — Max Kaufmann, Offenbach a. M.,. mit Henriette Kahn, Mauerweg 32 —Simon Sonntag, Saarbrücken, mit Tom Dankowitz, Hanauer Landstr. 13 — Fritz Lieb mann, Oberweg 58, mit Martha Huzenlaub, Ulm a. D. Sterbefälle. Lina Vogel geb. Wertheimer, Am Tiergarten 24 — Jeanette Bluhm gelb. Josephsohn, Herderstr. 38 — Cilly Eichenberg geb. Wartensleben, Eschersheimer Landstr. 72. — Laura Frensdorf geb. Ronnefeld, Amsterdam — Ernestine K a h n geb. Frank, Kaiserslautern — Regina Frank geb. Moßmann, Klaus-Groth- Straße 10 — Henriette Goldschmidt geb. Mandel, Eiserne Hand 31 — Bernhard Mainzer, Habsburger Allee 63 — Heinrich Siegel, Buenos Aires — Simon Schmitt, Hanau — Simon Glauberg, Hermesweg 12 — Saly Strauß, Leipziger Straße 32 — Caroline Hatry geb. Kopp, Arndtstr. 19 — Moritz Mantheim, Robert-Mayer-Straße 22 — Jakob Heß, Schleidenstraße 30 — Heinrich Bing, Rödevbevgweg 45 — Meier Flörsheim er, Höchst >i. O. — Martin Meyer, Königswarterstr. 11 — Julius Kohn, Oedevweg 7 — Hugo Schwarz,. Beethovenstr. 33a. Austritte aus dem Judentum in der Zelt vom 29. November 1926 bis 21. Mai 1927. Anna Flörsheim geb. Doctor, Beethovenstr. 43 — Johanna Lustgarten, Elefantengasse 17 — Fanny Feuer, Gellertstr. 12 — Günther G ug gen he i>mer, Hauffstr. 4 — Karl Frank und Frau Wanda geb. Popenthm, Dittmarstr. 4 — Dr. Edgar G r a u, Schwanenstr. 10 — Otto F e i f enberger, Leerbachstr. 100 — Martin Hoff,, Offenbacher Landstr. 541 — Anna Lieder, geb. Klingler, Kl. Brückenstr. 12 — Else Hoff - ß>MSVI!.I!^ IN"^ ^5<5^ (5^ >>5' X, - in sinfsOliskunci k-siotisk' ^usfülik-ung W^!I^f?ÖlV!^f? vol> «ASM! SO^I-1^S1-^SS^ - Voekvndvtt- Ku88tattung NT5r in der IlrMle MMMN zg

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