Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1927-02-01 · 6 (2.1927) · page 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
5 (1926-1927)
Issue
6 (2.1927)
Date
1927-02-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
85% known words query
IRI
…/3094266-3094312-3094317--0896-3095607
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

10 Anstalten und Vereine Wohltätigkeit. In der Sammelbüchse auf dein Gemeindefriedhof fand sich dieser Tage ein Briefumschlag mit 15 Mark, der auf der Außenseite — anscheinend von Fraüenhand — folgende Aufschrift trug: „Preiset Gott, «denn er ist gütig, nnd seine Güte währet ewiglich. Diese Güte wurde mir in der letzten Zeit des öfteren zuteil, und aus diesem Grunde, ferner zum Andenken an meine unvergeßlichen, lieben und guten seligen Eltern spende ich diesen Betrag von 15 Mark zum Wohl der Armen. Nimm, o lieber Gott, diese Handlung wohlgefällig von mir auf . . . Einer Deiner treuen und ergebenen Diener." Möchte diese Spende eines Unbekannten mit ihrer ans der Tiefe eines einfachen Herzens -kommenden Gesinnung viele veranlassen, ein Gleiches zu tun und der Notleidenden barmherzig zu gedenken! Soziale Krankenhausfürsorge. Die Zentrxllwohlf.ahrtsstelle der deutschen Juden und der Bu-nd der jüdischen Krankennnd Pflegeanstalten Deutschlands hatten am 17. Januar 1927 zu einer Aussprache über die Soziale K r a n k e n h a u s fü rs o r g e eingeladen. Unter Leitung von Prof. Dr. Seligmann wnrde das Thema von verschiedenen Gesichtspunkten aus eingehend erörtert. Aufgaben und Ziele der sozialen Krankenhausfürsorge sind fest umrissen, sie erstrecken sich einmal auf den Kranken selbst, zum anderen aus seine Familie, die hilflos zurückgeblieben ist. Hier mnß die Verbindung geschaffen, für die Abstellung wirtschaftlicher und gesundheitlicher Nöte gesorgt werden. Die Ueberführung des Genesenen in das Berussleben, die Betreuung des noch behandlungsbedürftigen Entlassenen sind vorzubereiten; die Verbindung mit dm Organen der allgemeinen und sreien Wo'hlsahrtspslege ist herzustellen. Alle Referenten waren sich darin einig, daß eine beamtete gut vorgebildete soziale Kranken Hausfürsorgerin (möglichst Gesundheitsfürsorgerin) eingestellt werden müsse, die ihre Wirksamkeit nicht nur auf die in den jüdischen Anstalten befindlichen Patienten, sondern vor allen Dingen anch aus die in den nichtjüdischen Kranken- und Pflegeanstalten untergebrachten Inden erstrecken müsse. Ebenso wnrde die Wichtigkeit der Betreuung der Besucher der Polikliniken hervorgehoben, um eine Gewähr dafür zu geben, daß die gesundheitsfürsorgerischen Anordnungen anch wirklich durchgeführt werden. Es gilt, eine Form zu finden, um eitle gedeihliche enge Zusammenarbeit mit sämtlichen in Frage kommenden öffentlichen und privaten Fürsorgeeinrichtungen sowie vor alleu Dingen mit den Fürsorgerinnen, die an den nichtjüdischen Anstalten wirken, zu erreichen. Es wurde weiterhin von allen Anwesenden betont, daß ans die Mitarbeit der ehrenamtlichen Hilfskräfte trotz Einstellung einer Berufskraft nicht verzichtet werden soll, daß aber diese ehrenamtlichen Mitarbeiter durch besondere Kurse geschult werden müssen. Solche Kurse, verbunden mit einer Praktikantentätigkeit in Krankenanstalten, sollen in Gemeinschaft mit dem Jüdischen Frauenbund eingerichtet werden. Die Zentralwohlfahrtsstelle der dentschen Juden und der Bund der jüdischen Kranken- und Pflegeanstalten Teutschlands werden es sich angelegen sein lassen, die Durchführung oder den Ansban der Sozialen Krankenhansfürsorge anch in anderen jüdischen Gemeinden Deutschlands anzuregen und durch Nat unv Tat zn unterstützen. Isr. Hilfsverein und Beratungsstelle, Langestraße 30 (Hansa 3728). In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen Dnrchw a nd er er des Abends Gemeindemitglieder aufsuchen und um Unterstützung für ein Schlafquartier bitten. Von feiten der Durch¬ Wanderer wird auch des öfteren behauptet, daß unser Heim, Einhorngasse 4, neu Angekommene nicht aufnimmt. In einer Reihe von Fällen war es uns möglich, die Angaben zn prüfen, und es stellte sich heraus, daß diese nicht vichtig waren. Wir bitten, alle nelmngekommenen Dnrchwanderer auf unser Heim zu verweisen, das bis 11 Uhr abends Leute aufnimmt. Auf jeden Fall bitten wir um Feststellung der Personalien, damit unser Büro auf Wunsch nachträglich Auskunft geben kann. Erneut tauchen in Frankfurt Schwindle2: auf, die mit gefälschten Papieren versuchen, von Privaten auf Grund der vorgezeigten Bescheinigungen Geld zu erhalten. Wir bitten, in allen Fällen bei uns anzufragen und während dieser Zeit sowohl die Bescheinigung wie auch sonstige Legitimationen festzuhalten. Wir warnen insbesondere vor Leuten, die mit der gefälschten Bescheinigung der „Arbeitsgemeinschaft Jüdischer Hilfsausschuß Lew Tow" herumgehen. ttOILI. MWl'UellWle M«l!W-7Mlee. 8onn- und k^elertaAL »i°Ke8el!Mll8MMii,.'l'M l'anö-KapeUe „l'ne snockmA IZo^s" Sonntag. 6en s. k-sbrusr 8ek>variW6ik>kielloute in 83mtlicnen FZumen. Eintrittskarten ä Alk. 3.— an 6er Kasse 6es Hotels ^Mellen »Uli zcdvScliezliMlltt VVoklmutk-^ppar'Ai <LIektro-Z2lvsniscIie Lckvscliströme) Lckmer2lose Leldgtdelisnälunx, 3r2llicli vvsrm em- MiWili-Wiliii riMiiirl s. Iii. liexl! MiMlrsM »4. lel. Isiimiz M Oekler's Libliotkek Frankfurt a. Main lel. Nanss 9365 o. 100000 ksnäe ^Ue weuneiten 8lZatnenaupIat?8 l'neaterplst? Eintritt ta^Iicn ^donnem. per klonst IVlk. 1.60 Hdon. kür I^leuneiten p. __ ÜS8 AdlilliieMllt bemlitigt?II elüWligm llwtMeli im Wem fgge. MW. 8llllii-li.Ihiör!M Gemeinde-Mitglieder berücksichtigt unsere Inserenten! cMM-W^ ensi'K^ssiL pkti^swsn'r limmvn mit tlielZenciem Wa88kr unll sski-nteleton 6. - lVIK. k«8tt-enommZentk Küo!w.Kkmütliene8 kkZtaui'ant. Mittagolier Hbenägeljeek 4.— Mk. Vsgliek Xsnxert xum S Ukr «<0I^kIKLN22IIV!lV!en unä 5581'8kl_e:: Vonnei-Ztag, 8sm8tag, 8onntag Kk8«!l8ekatt8abenli mit l'an? KspeUv Lr«>ner?rivMle l« jener »e lilr riliielle verMislWeii

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.