Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 5 (1926-1927)
- Issue
- 5 (1.1927)
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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13 ^in^elne VeranLtaltunZen l)ien8taZ 4. ^ücl.-lib. ^usenäeemeinsckakt, ^eimabencl über „Qottesüienst" Referenten: riermann (ZeiZer unck I)r. Martin (ZollZner, Lyn Köni^sleinerstr. 8^ Unr. Sonntag 9. Verkerirsverein, l^übrunA äurcn äie ttaupt8vnaZoAe. vorm. 10 Ubr, Irekkpunkt: 9.50 Ubr Kon8wdler>Vacrie. Karten?u ^V!lc. 0.50 gut 6em Qerneinciebllro, l^einertraZ Qun8ten äe8 Krankennau8e8 6er Israettti8crlen Qemeincle. 8onntaS 9. I^reie8 jücli8cne8 I^enrnau8. Secnste k>Iobelvorle8unZ: Das >Veid cle8 ^kida, ein Drama von IVlorit^ Jeimann. Linleitencle Worte : Martin Luder, Vo!k8diIäunZ8neim 8aal 2. 11^ I^nr vorm. Samstag!5. l<on8erv. ^üä. Qemeinäeverein, Hkkentlicne Ver8smmlung: „Oer preuLiscrie l.anäe8verbanä" k^ek. ^ecrnsanvalt ^. Norovit?, I^lnr, r-locn'8cke8 Konservatorium. Sonntag 16. 8saIbu>-A-^icnt8pieIe, Vortünrun^ des voriger ^entral^vonlfanrt88telle äer cieutscnen ^uclen nerZesteüten Wonlkanrtskilms ,.Lin r^reitag-^beuä". vienstsA!8. ^ücl. - lib. ^uZenäAemeZn8ckaft,U l^eimabentZ über „^iberaIl8MU8 in äer (Zemeinäepolitili". Referent: Or. I^uäolk QeiZer, 8vn. KöniZ8leiner3tr. 8^/2 vbr. vonner8tsZ 20^ücZ.-Ub. ^uAenäAeme!n8cnakt, iNo8L8 ^Vlenäel88onnkreier, Irausaal äer 8vn. KöniZsteinerstr. 8^/4 I^br. 8onnwA 23. ^almuä - ^tiora - Verein, Vortrag über l'ebiUim» t^add. Or. riokkrnann, 8vn. öörneplat^, abci. 6 vlir. /VtontaA 24. Zentral verein äeutcker LtaatsdlllZer jüäi8cn. QIauden8 vekfentlicns Ver8ammlunZ, I^eäner: HelcristaZsabZeoräneter Or. I^uä^viA ttaa8. VoIksdiIcIunZ8neim. ^iitt^ock 26.8vmpnonie-0rcne8ter. Lonäerkon^ert jiebraiscner Nusik, ^oowZi8cber Oarten, 8 llbr. e b e n, N a t n r. Religio n," von Friedrich D e s s a u e r. Bonn 1924 (Friedrich Cohen). Mit dem Begiim der Renaissance zerfiel das einheitliche Weltbild des Mittelalters. Neben die Religion, die bis dahin das ganze öffentliche nnd Private Leben beherrscht hatte, trat die weltliche Wissenschaft. Die Naturwissenschaft entwickelte sich seit den Tagen Galileis 'in zuerst langsamerem, dann immer stürmischerem Aufstiege, bis ans ihr in unseren Tagen die das ganze äußere Dasein' umgestaltende Technik erwuchs. Aus d^m Nebeneinander der beiden geistigen Mächte wnrde bald ein Gegeneinander. Unübersehbar ist die Zahl der Kampfschriften einerseits und andererseits der Versnche, den Gegensatz zu überbrücken oder auf einer höheren Ebene aufzuheben. Diesen Versuch macht auch die Dessauersche Schrift. Sie erweckt deshalb -besonderes Interesse, weil der Verfasser nicht, wie es fönst meist der Fall ist, vom biologischen Standpunkte, sondern als Physiker und Techniker an die Frage des Verhältnisses von Naturwissenschaft und Religion herantritt. Seine Darlegungen sind ausdrücklich für den großen Kreis derer berechnet, denen der harte Dienst des Tages fast keine Zeit und Kraft znm Nachdenken über fich und den Sinn des Lebens übrig läßt. Der Verfasser versteht es, die naturwissenschaftlichen Begriff und Gesetze anschaulich darzustellen und den Leser unvermerkt an den Kernpunkt heranzuführen. Das Problem lautet: „Wenn Dinge sich ändern, nnd diese Aenderungen auf" bekannte Naturgesetze zurückgeführt werden können, ist es dann ausgeschlossen, daß außer den bei den Analysen gefundenen noch andere Wirklichkeiten, vielleicht sogar solche nicht naturgesetzlicher Art einwirken?" Dessauer bemüht sich, an der Hand geschickt gewählter Analogien Plausibel zu machen, wie ein Ablauf von Geschehnissen durch eine Wirklichkeit fremder Art beeinflußt werden kann, ohne daß ein Naturgesetz verletzt wird. Wenn also jemand eine übernatürliche Ordnung für eine Wirklichkeit erklärt, so kann die Naturwissenschaft dem nicht widersprechen, sie kann sich höchstens für unzuständig erklären. Der Verfasser geht aber noch einen 'schritt weiter, indem er in der Erfahrung positive Hinweise auf Wirklichkeiten fremder Art aufzeigt, und hier zieht er besonders die Geschichte heran, in der die „Werte" eine überragende Rolle spielen neben den Wirknngsgesetzen nach Art der naturwissenschaftlichen. In Anhängen des Buches sind, um den Fluß der Darstellung nicht zu unterbrechen, für den tiefer Interessierten einige naturwissenschaftliche und Philosophische Fragen genauer behandelt. Der Verfasser ist Nichtjnde, doch tritt die nicbtMdische Einstellung nur an ganz wenigen Stellen hervor. Die Lektüre des gut ausgestatteten Buches sei angelegentlich empfohlen, auch solchen, die von der Seite der Religion her an das Problem herantreten. Sie werden dann oerstehen, wie es geschehen konnte, daß im letzten ' halben Jahrhundert so viele Gebildete sich von der Religion abwandten. H. 3. Kochbuch für die jüdische Küche. (Herausgegeben vom Jüdischen Frauenbund, Düsseldorf 1926.) Einem schon lange in weiten Kreisen der rituellen Judenheit, empfundenen Bedürfnis ist der Jüdische Frauenbund durchs Herausgabe dieses Buches gerecht geworden. Wir glauben, daß die anspruchslose Bezeichnung nicht erschöpfend für den Inhalt des. schmücken, fast dreihundert Seiten starken Bandes aufkommt, der bereits bei flüchtigem Durchblättern eine Fülle von Belehrung,, bietet und zu immer gründlicherem Studium einlädt. Denn er,, enthüllt nicht nur die Geheimnisse der Küche, er gibt nicht nur. eine große Zahl vortrefflicher Rezepte sowohl für den einfachen, wie für den etwas anspruchsvolleren Tisch an Werktagen, an,, Schabbos und Jomtof — er bietet auch eine kurze, leichtverständliche Abhandlung über die Ernährungslehre, über den Einkauf und die hauswirtschaftliche Rechnungsführung, über Krankendiät und anderes mehr. Wir erfahren daraus, wie die Lichter zu Schabbos und Jomtof anzuzünden, -wie die Religionsgesetze in Küche und Haushalt durchzuführen sind. Das Wefen der Speise- > gesetze lernen wir erkennen, die nicht blinde Willkür geschaffen ' Mk. S7.— leiefunken-Aipks 8oedsn ei-sokisnea unii 8»kon «tsr vsgekrtssts Tvsi kvk?sn kmOksngsr MIMen-VerM L, m» d. krsnkkurt s. KsssSrstrske 42 cani.iW-nlliil. cnsi'Kl.ässKZ k'kmswcni' Timmen mit tlielZenökm W»88ki' uncl ^ennteleton 6.— M. Kk8tfknommikl-te Küekk. Kemütliekvs k?68taui'ant. Mittagoäsikbenöl gvlieelc 4.— IVIK. Vsglick Kon-ert -um S Ukr K0Nk^k5N??IlVIM5k unli l^8I8Ü!.c 0onnek-8tag, 8am8tag, Zonntag Kk8kll80kast8adknö mit 1°an? Xsps»« LZrvinvr MsiM li M «e U Hineile VerMlsilMkii äb4t//»-