Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Journal
- Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
- Volume
- 4 (1925-1926)
- Issue
- 6 (2.1926)
- Date
- 1926-02-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Völlig von der handschriftlichen Behandlung haben sich die Typen noch nicht gelost, sie zeigen zuweilen Formen, die nicht ganz mit unserer Anschauung vom Druckbuchstaden für maschinelle Zwecke Übereinstimmen diirften. Aus dem gleichen Grunde ist auch nicht völlige Gleichheit einzelner konkruenter Buchstadenteile erzielt worden: bei dieser wichtigen Angelegenheit hätte «in Studium vorbildlicher alter Hanoschristen schon nützliche Resultate zeitigen können. Der Katalog gibt aber sitr die ernst» liehen Bemilhungen, die hebräische Tl,pe zu verbessern, gute Beispiele. Bon den beigegebenen Initialbuchstaben und von den Randleisten etc. besonder» aber von den farbigen weiten kann man nicht immer befriedigt sein. Erich Tveplijz. Sr. Arthur posner, Sie Psalmen, Das Rcli.nonsbuch der Menschheit. — Ein cthisch-äslhctifchc Wertung des Psalmbuchcs. Berlin (C. A. Schwctschkc 6 Sohn) l'.,25>. .Was das Herz im Menschen, das ist der Psalter in der Bidell" Dies Wort eines nichtjildischcn Theologen mag dem Verfasser vorgeschwebt haben, als er sei» Büchlein schrieb. Er ivcndet sich nur an religiöse Menschen, die »die Erkenntnis eines persönlichen Gottes erleben", zumindest aber .eine göttliche Wallung" anerkenncn. Alle», .deren Gefühl nicht tot ij>-, will er .zeigen, wie die Psalmen das Aeligionsbuch der Menschheit sind-, wie sie rein menschlich zu uns svrecken. im Sinne fast des Dichter- Wortes: .Ein Mensch bin ich. nichts Menschliches ist mir fern': wie sie alle religiöse Gefühle in uns wecken, sittliche Wertungen aussprechen, im Hinblick aus den einzigen Gott; wie sie sich an den Menschen schlechthin wenden, nicht etwa nur an den Juden. Die Sehnsucht des Menschen nach Gott; das Lob der Eigenschaften Gottes, seiner Gerechtigkeit. Liebe. Güte: das Gottvertrauen de» Gläubigen, seine Ehrfurcht vor dem Göttlichen — allein geben die Psalmen einen hochpoetischcn Ausdruck. — Die Sittlichkeit des Menschen wird gewertet, das Gute dem Schlechten gegenübergestellt, selbst .AUzumcnlchlichcs' zu erwähnen wird nicht vermieden. Wahrlich, ein hohes Ziel, das unsterbliche Psalmduch religiös-ethisch zu werten! Leider aber ist dieses Ziel nicht erreicht. Unsere hohen Erwartungen, wachgerufen durch den stolzen Titel, werden nicht ersilllt. Die «Sprache des Buches ist osi schwerfällig, mit Fremdwörter durchsetit, durchaus nicht der Schönheit und Erhabenheit des behandelnden Gegenstandes angeinessen. Man vennißt Ordnung in den Gedanken; Gedanken selbst erscheinen wie nicht zu Ende gedacht. Die wahttsf- ^--führun^ u»o Häufung von Psalmverfen, zu jede n Gedanken durcheinander aus oielei» Psalmen, zerstört jeden ästhetischen Genuk. Und der könnte doch gerade bei den Psalmen so hoch sein! Auch die deutsche Uebersefiung ist keineswegs immer schön. Sehr zu loben ist die schöne und gedieaene Ausstattung res Buches: ein reckter Gesckenkband. E. Grönheim. Ztidlsche Zamiliensorschung (Mitteilungen der Gesellschaft für jüdische Familienforschung) Jahrgang l, Nr- 4. Dezember 1925. Diese sowie die vorhergehenden Nummern dieser recht wertvollen Zeitschrift interessieren unseren Leserkreis insbesondere wegen der dort erscheinenden Frankfurter Iudenstättigkeitsliste vom Jahre lttOL. die Herr Dr. Erich Klibanskn veröffentlicht. Sobald die gesamte Liste erschienen sein wird, soll sie tR unserem Gemeindeblatt zum Abdruck gelangen. > Des weiteren heben wir aus dem Inhalt des hier angezeigten > Hcstes hervor, das! in den beiden ersten Artikeln recht interessante Einzelheiten über den lrgendarisckcn Eintagskönig Saul Wahl, beigebracht werden, den die polnisckcn Schlackzizen lc>« für eine Nacht zum .völlig von Polen wählten? Mar Wollsteiner. selbst e n Nachfahre jenes Saul Wahl, berichtet über seine langjährigen Forschungen und?r. Ezclliyer gibt Ergänzungen hierzu aus seinem seit!t>^t gesammelten Material, und Obcrbibliothekar Stein seht seine Artikel fort über die Berliner Familie Ephraim, die Nachkommen des bekannten Münzjuden Friedrichs des Grossen. Artur Bab aus Rivers in Argentinien macht uns bekannt mit einem kulturhistorisch pikanten spanischen Semigotha. d. h. einem in Lima-Peru erschienenen Adelals manach, der auch eine Anzahl Marannen enthielt idas sind pvangs-! getaufte früher jüdische Scheinchrislcn). Die Inquisition hat desj hals diesen Almanach auf den Inder gesel>t aber nicht verhindern können, das; ein Exemplar sich bis heule erhalten hat Der Schlujz ' der Dinkclspi-l'schen Familienchronik von Larl Simon. Notizen von L. Moses über jüdische Namenscthiimologie. sowie das übliche Suchblatt mit zahlreichen Fragen und Antworten aus dem Leser-! kreise runden den Inhalt des Heftes ad. Allen Interessenten ist der Eintritt in die Gesellschaft für jüdische Familirniorschung umsomehr zu empfehlen, als die Blerteljahrshefte allen Mitgliedern unentgeltlich zugchen. Zeoalad. ^elttchnst der ,tiö,schea SohlsahNlmlege («1 Seiten, i Preis M. l.5C das Stück). 5 D?e Zentralwohlsadrtsstelle der deutschen Juden. Berlin C ».! Rosenstr. 2—4 hat diese Zeilschrist vor kurzem herausgegeben. Die vorliegende Nummer umsafjt!S Aufsähe aus den Gebieten der Organisation der jüdischen Wohlfahrt«pslege. der Winschastsfürsorge. Gesundheitsfürsorge und Iugendwohlfahrt. Bestellungen sind an die oben genannte Adresse zu richten. Aus der Gemeindevertretung. Sitz»»« do» 2Z. Veze«b«r l»2S. Die Borlage des Vorstandes in Sachen der Ausnahme eine? Anleihe von 1' » Millionen Neich»mark. zu welcher der Regierungspräsident die erforderliche Genehmigung erteilt hat, wurde der Finanzkommlision zur Borbcralung überwiesen, desgl. die Borlage betr. Nackprüfung der Besoldungsord»ung an eine Soezialkom« misston. In nichtöffentlicher Sizung erfolgte die Gewährung einer Beihilfe an verschiedene Beamrenn'jrwen. Wäseksrei „VI5570KIA"?A SuUsu«»»'. «5 <t»rn Scr,»urplalr»»u» Inrisdor: s. sc«Ql«?«tXll. ttsr,»» «oo». Spezialität: Sv?<^Sii.k5, tteKkettttlN^O^KI bei garantiert tadellosem 81t?.?Ln>5»i!Li»S t^»??»v»»-iZiZ? e»»S»S»^»s»l» jj