Mannheim
Compact Memory

Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main · 1925-06-01 · 10 (6.1925) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main
Volume
3 (1924-1925)
Issue
10 (6.1925)
Date
1925-06-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
76% known words query
IRI
…/3094266-3094288-3094297--0368-3095063
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

an die Zrauerhalle und in direkte? Verbindung mit der Aus« bahrungsntscbe wird eirre doppelgeschossig« Leichenhalle mit Zufahrt über einen Arbett«hof von einem besonderen Straheeetngang her erbaut. Da» VerwaltungsaebSude an der anderen Zeit« de« Portalhofe» enthält Aäume für die Friedhofs-Verwaltung. Gärtnerei and drei Wohnungen für die Friedhossbeamten. Bi» vor wenigen Jahrzehnten erschöpfte sich die Aufgab« de» Architekten bei Nruanlage eines Friedhofes «n der Gestaltung dieser Baugruppe und der Ausstattung U>rer Äuume. Als einer der Ersten erkannt, Prof Dr iü^'!>.-.. Har-? Grässei, Münzen die -zebleterische ^Pflichr des Architekten, in weitgehrnstem Au»mafz staltung, Brunnenpläste "lc. gleichzeitig zu entwerfen und ju bestimmen Darüber hinaus sollic er durch Schaffung einer für den Friedhof geltenden Grabmolordnung die gleiche Aufgabe Übernehmen, die bei der Anlage und Erweiterung unserer Städte erst wirdrl s»ii den u'-cr Iahren ors oorrgen ^»hrhundcrts aus den Händen der Gesmeter übernommen und das Werk des Architekten und Elädtrbauer» wurde. Wie unfrre Städte durch die gedankenarme, rein schematikche Auitrilung neuer Erweiterungoslüchen durch den Geomrter und durch eine lediglich von wirtschaftliche» und juristischen Bindungen entstandene Bauirdnung in diesen letzten Jahrzehnten des vortaen Jahrhunderts ein Bild künstlerischer Unkultur zeigen, so rächt sich uucd in den grosistädlifchrn Friedhöfen der gleichen Zeit der künstlerische Mangel der Anlage, umsoinehr, al» die B^iuordiiuno. in Gestalt einer Denkmalordnung vollkommen fehlte und die Grösse und Aufstellungsart der Grabsteine und Denkmäler dein Besteller und seinem Bildhauer überlassen blieb und ohne Bücksicht aus Nachbarschaft und Wege fllhrunq sich auswirkte. Mit stolzer Genugtuung lesen mir in Schriften der Friedhvfs- Neuformcr dicser Zeit, das; gerade unsere alten jüdischen Friedhöfe als Miisterdeispiele erhabenster Hriedliosskniist dararstellt werden- Dieser kostbare Bcsih ui d das Beivus;lsein seines Wertes verpflichte» «ns adrr, de: unseren )!r.ia..'.üg-.„ zu «irsri u!ir» iivhen Tradition zurückzukehren, die leider auci» a»t Begriidilisstiitteir unserer Gemeinden i» den lrsjlrn Inli^z» Hillen verloren gegungci» ist. wo Bilder entstanden sind, die melir dein bunten L.'aacr eines Sleinmeiz^eschäftc >, als der pirtätvollcn Würde eines Bes olom (ein?« Hauses der En-iakril) kulsprrclicn Da-, vorn errvannte Bariprr'gramm. das dem Architckien unseres Friedhofes die zn>eckliche, äsibetische und rituelle Grundlage silr seine Aufgabe gab. bestimmt daher. ... "... Die Hieuanlage soll von den allen jüdischen Hrtedliöfen die unbedingte Paralrlliiäi beibehalten und dadurch dir Gleichheit im?ode zum Ausdruck bring?n, die sich auch im Übrige» in den jüdischen Bejtottn>'g>sor>»ei, erhalten hat. Zur Erreichung dieser Einheitlichkeit bleibt es ausdrücklich vorbehalten, über die künstlerische Äii.uejtaltuiig der Gradstellen Borschriften im Gahmen einer GraZi»alv>dnu»>i ergehen ,u lassen . . " Getragen ovn diesen inneren und äus;ere,r Bindungen zeigt der Entwurf des neuen ^riedhoses eine Ausleil»»., »on >ec!>leekigen. nach 5?steu orientierte» Gr»dscld, rii. deren Anlüge aus dem — von der B<'r:a!sei!c ,ur Hlimburgel - ^andslrusie leicht ansteigende» Gtlonde eine St'n'frluna >^er jeweils an glci^ier Stelle des Grabes vorgesehenen und beslrininten Grabstein? zeigen wird. Nahe dkn» Eingang und besondere Reiben für zrohaninrgräber ringrlrill. die ohne Lrtrrlcn des Friedhofes von den Graddesuchern gesehen iverden können. An den Haupt- OueraUeen sind Erbbegräbnisse angcordnel. außerdem kleine BrunnenpläNe, die die Grabpsicge und die Unterhaltung ihr«» psiar.ztic-ren «chmnckes erleicbtrrn sollen Die Bepslanznng bevorzugt Nadelhölzer, Douglastannen. Värch.n.?aiu>^. immergrünen Liguster «lc Hoffentlich wird es gelingen, einer Grodinalkommiision in ZuKunst einschneidende Rechte zu gewahren, um das uns vorschwebende pietätvolle und traditionell gew ihte Bild de? Friedhofe, erstehen zu lassen, das auch die v 'llendeste und glücklichste Planlösuiig nicht schassen kaun. wen» nicht der Berwaltung Handhaben gegeben werden. Störungen der harmonischen Gestallung zu verhindern. Amtliche Anzeigen des SemeindevorstandS Mtassteuer. Die Gemeindebehörden haben den Kultussteuersag für da» am l April beainnende Rechnungsjahr 1925 noch nicht endgültig festgesetzt. Bis zur endgültigen Regelung ist vorläufig, ebenso wie im Vierteljahr Ianuar,März. ein Zuschlag von lo-o der Reichs» tinkommensteusr jeweils mi: der Einkommensteuerzahlung an die Finanzkassen zu entrichten. Die Lohnsteueroftichtigen erhalten besondere Veranlaauna. S StatWches »ettblatt. z Eine große Anzahl von Gemeindemitgliedern hat bisher das von uns versandte statistische Formular mcht! an uns zurückgeschickt. Wir bitten nochmals dringend! darum, dies umgehend nachzuholen und dürfen wohl i erwarten, daß alle Gemeindemitalieder sich dieser kleinen! Mühe unterziehen. Die Formulare sind ceaebenenfalls i im Gemeindehaus. Fohraasse!4H. Erdgeschsg «^Steuerbüro) erhältlich. Sräberpflege. Wir brtnaen wiederholt »r,e >>2^ d:? Pf!?gc der Gräber, soweit sie mit Efeu oder Immergrün bepflanzt, sind, übernehmen. Bestellungen können bei dem ,^rieddo>soerwalrer ode? im Gemeindebüro. Fahrgaste l^tt. in den üblichen Geschäftsstunden erkolgen Synagogenchöre. öummbegable Gemeindemitqiievrr. die gewillt sind, regelmäßig in den Chören der Gemeindesnuagogeii minuwirken. werden gebeten, sich zu melden bei den Herren Ehardirigenten: A. Holde. Bockenheimer Anlage 20 für die Hauptknnagoge, Dr. Nathan Ehrenrrich. Bärrnstrafze I4,l.. für die Zrinagoge am Borneplal;, Frank Rothschild. Unterlindau öl. r'ür die snnagoge an der Kuniasteinerstraf.e simonEfchivege.Zosienstr. t2'!.Hcinrich<?chlvsz.?ldalbertilr. l i, für die Snnagoge Bvekciiheim Vekanntmachung. Der neue Frirdhof an De? ^icdd"gc? Warle, mit dessen Erstclimrq nunmehr begonnen wird, soll September eröffnet werden Mit diesem Zeitpunkt wird der i^lae Friedhus sür reyelmän.ige Beerdiaunaen aeschlvssen werden, wdas! oorausstchtlich einiqe an bepslaniten 'N,.c^eil geleilene i''räbcr zur Reservierunci füt Gemeindemitalieder ^ur Verfügung stehen. Dlejeiiicieli NNtylieder unserer Gemeinde, welche aus Pieläl^ariuiden aus dem jelüaen Friedhof, wo l^enerulioncii ihrer Borfahren ulr lenien Aude qebettet find, dereinst bei^eser.l werden Möllen, bitten ivirReservlerun^en bis ^itm i Juli setirifilich unter Angabe der AiivUjl der qewünütiteii Gradüülien bei dem uillenelchneleii .xriedlivlvcnnl zu beantragen, da eine besonders starke Nachfrage;u erwarten ist. 5riedl,ossamt der )srae!itischen Gemeinde. Veränderungen im Personenstand vom l Na« zvz.-; dt» ». Zum t»25 Sarmizwab-Zeiern. Hauplsynaaoge Kurt Gngqenbeim. Töngesgasse S7 — Paul Jakob Drenuk.«lernjlr l» - Ludwig sachs. Äbönstr. >t7 Ernst Kaufmann, .^euerdachstr 40 Synagoge am Bornevtaz: Werner Aiseldächer. Bäckerweg -i< - Martin Neudaus, ttamstr — Leo Heiz. Langrjlr i7 -> Kurt Brumlik. ^rondergerstr. i-i Heirij Weinberg. Hölderlins»? 2'» Waller Struvv. MauerlZqnagoge an der jiSni^stetnerstraße. Karl Joses Murr. Morgensternstr. - «un Julius «eligmann. Beet- Atödcheaeiasegnangen. Synagoge an der Köni^stetneritraße: Mathilde Bloch, Bren:anostr 12 — Hertha Bornheim. Parkst? 46 — Ilse Hermann, Richard Wagnerftr. 5 — Eiisaderh Herz. Weoernr 7 - Liest Isen derz. Wedersrr. v» — gned«t ÄtSss:»?.ÄS^^i-ist».^ »öiii, Zieujchüier. Bac»errseg« — R«isr»ir>»l, «oohirnstr iö Sei7^»s schne».

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.