Selbst-Emancipation
- Journal
- Selbst-Emancipation
- Volume
- 1885
- Issue
- Heft 21 (2.12.1885)
- Date
- 1885-12-02
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. LI - S e l b st - E in a n c i p a t i o >i! Seite 7 3. Wahl der Vereinsfuiictioiiäre. 4. Statutenänderungen. 5. Anträge der Vereinsleitung. 6. Anträge und Interpellationen. Die Herren Mitglieder werden d r i n g e n d st ersucht, pünktlich und recht zahlreich zu erscheinen. Sitzungen: Sonntags den 6. December, halb 2 Uhr: Finaiiz- Comitv; 2 Uhr Nachmittag-: Ausschußsitzung (im Vereinslocale). — Sonntag, den 13., halb 2 Uhr (bei Robitschek): Ausschußsitzung. Für die Vereinsleitung : Lazar Rathhaus, Schriftführer. Wien, am- 22. Xislev 6646. Rudolf Feldbau«,, Präses. 30. November 1885. Mit Bezug auf mehrere Anfragen erkläre ich auf'S Bestimmteste, eine Wiederwahl als Präses nicht mehr anzunehmen. R. Feldbaum. Wsvein „Ahavass Zijon“ irr Kcrrrrbrrrg, Awelgverei» de, Manleflare-Aerl-nd««. In den beiden letzten Montagssttzungen hielten Herr S. Gokfdschmidt und Herr M. S. Wolfs, beide Mitglieder des literarischen ComitsS, Vorträge. Ersterer sprach über die Geschichte der Juden in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts und verglich besonders die traurige» Verhältnisse unserer Nation in jener Zeit mit denen der Gegenwart. Letzterer sprach über Moses Mendelssohn, namentlich die Angriffe gegen denselben abwehrend,' welche ihn zum Assimilatoren stempelten. Die Lern-Abende wurden auf die Montag-Abende tierlegt. Am Ausgange des Schabbath Chanukab findet in Hirschkl's Hütet eine Makkabäer-Feier-statt, welche in Form einer Festtafel ohne Damengesellschaft arrangirt werden soll. Karten a 3 Mark sind beim Vorstand und dem Fest. Comite erhältlich. Im Aufträge des Vorstandes: Hamburg, Hermann Wolfsberg, derzeit Schriftführer. 21. Kislev 5646. 29. November 1885. Herein „Mikra Kodesch” in kemberg. Bei der am 31. v. M. stattgehabten dritten ordentlichen Generalversammlung wurde der Bericht über die Thätigkeit deS AüSschuffes auf Antrag des Juristen, Herrn Josef Auerbach ohne Debatte zur Keniitniß genommen, dem abtretenden Ausschüsse ein Absolutorium rrtheilt, demselben der Dank votirt und einstimmig der Beschluß gefaßt, dem Präsidenten, Herrn Rabb. Dr. Kobak, für dessen unermüdliches Bestreben zum Wohle des Vereines, den Dank in öffentlichen Zeitschriften auszudrücken. Der zweite Punkt der Tagesordnung, die Revision der Statuten betreffend, wurde auf Antrag des Herrn Auerbach vom Programme gestrichen und einem Anträge des Herrn A. Menkes zufolge einer Commiffiou zugewiesen. Auf Antrag des Herrn Feld beschloß die Generalversammlung, der Zeitschrift „Selbst-Emancipationl" den Dank für ihr ersprießliches Wirken, und auf Antrag des Herrn Carl Stand den Vereinen „Kadimah“ und „Zukunft" in Wien die Sympathien auszudrücken. Hierauf schritt die Generalversammlung zur Wahl der Mitglieder für den neuen Ausschuß. Da man aber mit derselben nicht fertig wurde, mußte sie in der am 14. d. M. stattgefundenen Generalversammlung fortgesetzt werden, und ist das Endresultat folgendes: Es wurde» gewählt: Als Vorsitzender Herr Rabbiner Dr. Kodak, dessen Stellvertreter Herr Jacob Stroh, Schriftführer der Umgangssprachen Jurist Herr Josef Auerbach, Schriftführer der hebräischen Sprache Herr Oser R o h a t i n e r, Cassier Herr Jacob L e w i n, Controlor Jurist Herr Jsac Feld, als Ausschußmitglieder Herr Dr. Wilhelm Holzer, Landesadvocat, Jurist Herr Hermann D i a m a n d und Herr Carl Stand. Zum Schluffe wurde zufolge Antrages des Herrn Feld, den die Herren Stand und Auerbach unterstützten, Herr Dr. Rüben B i e r e r in Belgrad zum Ehrenmitglieds ernannt. atud. jur. Josef Auerbach, Rabb. Dr. Kobak, Secretär. Präsident. 0 , 14. Kislev 5646. Lemberg, am ^--——- - ö 22. November 1885. Briefkaste» der Redaktion. Herr» E. B. in Berlin. Ger»« bereit, Ihre eventuellen Correspondeuzen und Artikel anfzunehme», vorausgesetzt natürlich, daß wir sie geeignet finden. Herrn D. M. in Czernowrtz. Die Furcht der orthodoxen Juden ist völlig grundlos: Die Colonisten verstoßen in nichts gegen die Gesetze der mosaischen Religion. Wenn aber die Frömmsten der Frommen ganz sicher sein wollen, dann können sie nichts Besseres thun, als die Sache nach Kräften unterstützen und dann wird bestimmt die Entscheidung in ihren Händen liegen; freilich, wenn sie nicht mithelfen wollen, also sich keinen Einfluß sichern, dann laufen sie Gefahr, daß ihre Grundsätze unbeachtet bleiben, was aber übrigens ganz und gar nicht der Fall ist. — Bon Zuknnfls-Krenzzügen zu sprechen, ist fast lächerlich. Die Intoleranz der Neuzeit beruht lange nicht mehr auf religiöser Grundlage. — Der Thätigkeit der Missionäre muß man entgegentreten können. — MaffenauStreibungen? Die Einwanderer erwerben das volle Bürgerrecht, also unmöglich. — Warum die „Alliance Israelita“ gegen de» Plan ist? Weil sie cs »och nicht wagen darf, mit naiionalen Plänen hervorzutreten. — Warum namentlich Dr. Jeilinek in seiner „Neuzeit" der Sache so entschieden entgegentritt? Ja, gibt es denn Leute, die von einem Manne, der die Zionsstellen aus de» Gebeten auSmerzen wollte, ein anderes Vorgehen erwartet haben? Die „Neuzeit" wünscht daS Aufsehen der Inden in den anderen Völkern und, um die Palästina-Colonisation zu unterstützen, muß man für ihre separate Wciterexistenz, also daS stricte Gegentheil, eintreten. — Besten Gruß! — Herrn H. <S. in Podg. Novelle leider nicht verwendbar, folgt daher nächstens mit Grundangabe zurück. — Gedicht wird bei Gelegcuh.'il verwendet werden. — GesiniiungSbrüverlichen Gruß! Herrn M. K. in München. Ob acceptirt, in nächster Nummer. — GesinnungSbrüderlichen Gruß! Herrn M M—n in St. Petersburg. Wegen allzu kurzer Zeit ist die Erfüllung der Bitte leider unmöglich gewesen; Sie erhalten das Gewünschte nächstens, so daß Sie es wenigstens bei späterer Gelegenheit werden brauchen können. Korrespondenz der Administration. Herrn G. Lesterreicher in Wien. Der Empfang der vierteljährigen Abonnementsgebühr wird dankend bestätigt. Das Abonnement läuft bis Mitte Jänner 1888. Frau R-gine Fifchler in Stanislau- Der Empfang von 2 fl. 70 kr. als dreivierteljähriger Abonnementsgebühr wird dankend bestätigt. Herrn L. Leoy-Bing in Paris. Der Empfang von 4 FrcS. 8V CtmS. für daS zweite Halbjahr wirs dankend bestätigt. Herrn I. M. HennefelS in BorySlarv. Der Empfang von 1 fl. 80 kr. iür das zweite Halbjahr wird dankend bestätigt. Frl. R. Trotzky in Libau. Der Empfang von 2 Rbl. als halbjähriger Abonnementsgebühr wird dankend bestätigt. DaS Abonnement läuft viit Ende Jänner 1886 ab. Herrn Moses den S. in B—t. Ueber die Nummern werden wir dieser Tage erfahren und dann folgt Briefs— GestnnungSbrüderlichen Gruß! Frau Caroline Weist und Hermine Srüuwats in Wie« wird der Empfang der Fördereibeiträge von der Leitung deS Be reineS „Hiijam“ dankend bestätigt.