Programm
- Journal
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- Volume
- 1912
- Date
- 1912-01-01
- Page
- Seite 28 (sequence 27)
- Language
- German
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— 28 — Klasse II. Deutsch: Laokoon \ Französisch: Das Milchmädchen nach Lafontaines Fabel | auf Grund der Lektüre. Englisch: Becky Sharp's Kindheit J Geschichte: Der Bundesrat. Erdkunde: Die oberdeutsche Hochebene. Naturkunde: 1) Die Kohlensäure. 2) Das Eisen. Klasse IIL Deutsch: Schillers Lotte j Französisch: Szene aus dem Familienleben > auf Grund der Lektüre. Englisch: Die Armada ) Geschichte: Vergleich zwischen Karl d. Gr. und Otto d. Gr. Erdkunde: Die geographische Breite. Naturbeschreibung: Der Samen. B. Die Schule besitzt a) eine Lehrgruppe für Chemie und Naturgeschichte mit Hörsaal und anschliessenden Vorhereitungs- und Samml ungsräumen. Die Bänke im Hörsaal steigen stufenförmig an, Verdunklungsvorrichtungen an den Fenstern, ein an der Rückwand aufgestellter Projektions-Apparat (Epidiaskop von Leitz) und andere technische Einrichtungen ermöglichen in weitgehendster Weise die Benutzung von Bildprojektionen zu Lehrzwecken. Der Hörsaal hat ein Digestorium, und das Vorbereitungszimmer für Naturgeschichte besitzt — in das Fenster eingebaut — ein kleines Gewächshäuschen für pflanzenphysiologische Untersuchungen. Im Sainmluugsraum für Chemie ist ferner eine photographische Dunkelkammer eingerichtet. Ueber dieser Lehrgruppe befindet sich im dritten Obergeschoss b) die Abteilung für Physik mit Hörsaal, Vorbereitungsraum und Sammlungsraum. Im Vorbereitungsraum steht ein Transformator, der den städtischerseits gelieferten Wechselstrom für Experimentierzwecke in Gleichstrom umformt. Diese Anlage wird durch die Akkumulatorenbatterie, welche gleichfalls im Vorbereitungszimmer steht, und durch einen umfangreichen Schalttafelaufbau im Hörzimmer ergänzt. Auch im Hörsaal für Physik sind alle Vorkehrungen für Bildprojektionen getroffen, c) Der Zeichensaal befindet sich im zweiton Obergeschoss und ist nach Norden gerichtet. Er. nimmt 40 Zöglinge auf. Jeder Zögling erhält einen besonderen Tisch, der durch Stellvorrichtungen für alle Zwecke des Zeichenunterrichts nutzbar gemacht werden und dessen Tischplatte in aufgeklapptem Zustande als Tafel für das Zeichnen mit Kreide benutzt werden kann. Die Beissbrett-und Materialienschränke sind im Zeichensaal selbst untergebracht. Jede Klasse verfügt über eine besondere Schrankabteilung. Die Fenstervorhänge im Zeichensaal sind von oben nach unten und umgekehrt stellbar. Unmittelbar an den Zeichensaal schliesst sich d) die Modellierklasse an, die mit durchgehenden Tafeltischen ausgestattet ist. Joder Teilnehmer an diesem Unterricht erhält ein eigenes verschliessbares Fach für seine Materialien. Zeichensaal und Modellierraum sind mit Abwaschungstischen versehen, ersterer auch mit einem Wandgestell für lebende Blumen, e) Das Handarbeitszimmer ist mit den nötigen Nähmaschinen und Zuschneidetischen ausgestattet, f) Der Gesangsaal, gleichfalls im dritten Obergeschoss, enthält einen Flügel und ein Harmonium. Von der nach E 10 Absatz 1 der Bestimmungen vom 12. Dezember 1908 gestatteten Befreiung vom Unterricht in einer der beiden Fremdsprachen hat keine Schülerin. Gebrauch gemacht. Die Beteiligung der Schülerinnen in der Nadelarbeit hat sich im Schuljahr 1911/12 folgendermassen gestaltet: Klasse I . 4 Schülerinnen 36°/0 „ H 9 „ 82% ' „ HI 5 „ 38% „ IV 21 „ 95% „ V 21 „ 81% „ VI 24 „ 96% „ VII 39 „ 100% „ VIH 33 „ 94% „IX 28 „ 100%