Mannheim
Compact Memory

Programm · 1910-01-01 · 1910 · p. Seite 16

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Programm
Volume
1910
Date
1910-01-01
Page
Seite 16 (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
95% known words query
IRI
…/3089693-3089774--1391-3092313
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Heimgegangenen zum Wohle unserer Anstalt zum Ausdruck: Wir werden dem Dahingeschiedenen ein dankbares Andenken bewahren! Die Stelle des Schuldieners wird seit dem Heimgang durch den 2. Schuldiener, Herrn Georg Linss, verwaltet. In den Lehrkörper des Philanthropins trat mit Beginn des Schuljahrs die bisherige Hilfslehrerm an der städtischen höheren Mädchenschule zu Hamm, Frl. Charlotte Fa lk als ordentliche Lehrerin ein;*) wir dürfen von der jugendfrischen Lehrerin ein gedeihliches Wirken zum Wohle der Anstalt erhoffen. Die Lehrerin Frl. Johanna Ast ruck, die bereits früher ihr Interesse für die Anstalt durch bereitwillige Übernahme von Vertretungen kundgetan hatte, wurde zu demselben Zeitpunkt als ständige Hüfslehrerin berufen. Ebenso übernahm mit Beginn des Schuljahrs der Turnwart des Frankfurter Turnkreises, Herr A. Volze, der als Turnlehrer an der Adlerflychtschule seit vielen Jahren mit grossem Erfolge wirkt, den Turnunterricht in den oberen und mittleren Klassen unserer höheren Mädchenschule. Aus dem Lehrerkollegium schied der Turnhilfslehrer Herr Wilhelm Eichler; an seine Stelle trat sein Nachfolger in der Leitung des Frankfurter Turnvereins, Herr Otto Döbert. Mit Ablauf des Schuljahrs verlässt uns die Turnhilfslehrerin Frl. Florie Horkheim er, die in den beiden Jahren, in denen ihr der Unterricht im Turnen, Spiel und Gesang in den unteren Klassen der Mädchenschule anvertraut war, ausgezeichnete Erfolge durch ihre Lehrgeschicklichkeit und ihr lebendiges Interesse für ihre Kleinen erzielt hat. Wir hegen die Hoffnung, die begabte und pflichteifrige Kollegin bald wieder in unseren Reihen wirken zu sehen. Das helle, luftige Heim, in dem wir seit nun mehr als einem Jahre unser Werk üben, bewährt sich vortrefflich und ist auch in gesundheitlicher Hinsicht zweifellos von wohltätigem Einfluss auf Zöglinge und Lehrer gewesen; ernstere Erkrankungen sind während der Berichtszeit nicht vorgekommen. Der Unterricht in der Realschule vollzog sich in der durch die Lehrpläne vorgeschriebenen Form. Für die religiöse Unterweisung der das Philanthropin besuchenden christlichen Schülei hatten seither die Eltern selbst Sorge zu tragen; durch das freundliche Entgegenkommen des Kuratoriums der höheren Schulen und des Herrn Direktors der Klinger-Oberrealschule, Dr. P. Bode, nehmen nunmehr diese Schüler an dem evangelischen bezw. dem katholischen Religionsunterricht der Klinger-Oberrealschule teil. Wir verfehlen nicht, auch an dieser Stelle dem verehrlichen Kuratorium und Herrn Direktor Dr. Bode für das der Anstalt hierdurch bekundete Wohlwollen geziemenden Dank auszusprechen. *) Charlotte Falk, geboren den 13. Juni 1884 als Tochter des Sanitätsrats Dr. Falk in Hamm, besuchte die Volksschule und städtische höhere Mädchenschule ihrer Vaterstadt und bereitete sich Ostern 1901—1904 in den Lehrerinnenbildungsanstalten zu Hannorer und Hamm für den Lehrberuf vor. Nach bestandener Lehrerinnenprüfung war sie ein Jahr in Genf als Lehrerin tätig und wurde alsdann als Hilfslehrerin an der städtischen höheren Mädchenschule ihrer Vaterstadt angestellt.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.