Programm
- Journal
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- Volume
- 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 24 (sequence 84)
- Language
- German
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24 Iii. 'April strah ltederpra* eh tige Saal des Pahnehgarr.eus in Bitnneiist/hmuek und hellstem Liehtcrgianzeauf eine i'roh. he wogte Menge ''fest Ii eh geselmuiekter Geiste., unter ihnen viele ehemalige- .Schüler und ■Schülerinnen. - Nachdem die Kapelle des Pahnengartens ' die Feier mit '.einem Marsche eingeleitet hatte, hielt der Vorsitzende des Festausschusses, Rechtsanwalt Dr. Ernst Auerbach, die Begrüssungsrede, in der 'er der Freude über den zahlreichen Besuch Ausdruck gab und mit dem Wunsehe schloss. dass niemand unbefriedigt den Saal verlassen möge. In dem hierauf folgenden Prolog gaben Frl. Hello und Frl. TTorkheimer, als Musen verkörpert, in hübschen Versen einen Ueberbliek über die zu erwartenden Genüsse, von denen der Hinweis der Terpsiehore den lebhaftesten Beifall eutfesselte. Auf eine zweite musikalische Nummer der'' Gartenkapelle; Fantasie aus dem Sommernaehtstrautn von F. Meudelssohn- Bartholrty:, -.folgten - Vorträge des. Sängerchors des Lehrervereius unter der Leitung des Herrn Adolf Müller, eines ehemaligen Schülers, des Sohnes .des verstorbenen trefflichen Seh reib! ehrers der Schule' Louis Müller. Die bekannten vorzüglichen Leistungen des Chores errangen, wie nicht anders zu erwarten .war, mir dein Vortrage dreier Lieder ~r- '.,Frühlingsnetz" (mit Klavierbegleitung)-, von Goldmark und zwei a capella* gesungene, von F. Sil eh er bearbeitete Volkslieder: „Die drei Roselein" und ..Wo a klein's Hüttie steht" — einen durchschlagenden Erfolg und kräftigen Applaus. Hierauf gedachte der Vorsitzende des öentralatissehusses. Herr Fritz Auerbach, in humor- und gemütvollen'.Worten der geliebten Vaterstadt, die stets die Fahne vörangetragen habe ..für Aufklärung und Humanitär-, und in der allezeit das beste Verhältnis zwischen allen Konfessionen■ geherrscht habe; dies sei auch in dein :das Philauthropin besuchenden Publikum stets zum Ausdruck gekommen*}. Begeistert stimmten alle in sein Hoch auf Frankfurt ein. Nun. trat Herr Adolf Müller, mit reichem Beifall, empfangen, zu einem Solo-Vortrag auf das Podium und erntete, mit der Löwesehen - Ballade Der .Nock" den ihm und seinen dankbaren Hörem gewohnten Erfolg. Nach dem von der Kapelle ausgeführten Geisha-Walzer ' ergriff Herr Max ■ Bothbarth das Wort zu einem Trihkspruche auf die Schule. Seine Ausführungen, die in den meisten Anwesenden freundliche Jugenderi.nneru.ugeu weckten und deren, humoristische Zutaten vielfach Heiterkeit hervorriefen, gipfelten im dankbaren Gedenken der früheren Lehrer der Schule, im besonderen des früh verstorbenen feinsinnigen .Gelehrten La zarus Geiger. Aufsein Hoch auf das Philauthropin erwiderte sofort Herr Direktor Adler, zugleich auch im Namen des Lehrerkollegiums. Er dankte allen, die durch die Teilnahme an dem Feste ihre Anhänglichkeit an die Schule bewiesen hätten. Im besonderen gelte sein Dank der unermüdlichen und aufopfernden Tätigkeit der Ausschüsse, vor aüem aber dem Manne, der mit nie ermattender Arbeitskraft und Energie in fast allen Ausschüssen angestrengteste Tätigkeit entfaltet habe, dessen Bureau -der örtliche und dessen Persönlichkeit der" . *) Es sei an dieser Stell»1 auf oine in den Jubiläumstagen in der Kleinen Piv.?st\ am 16. April 1904 (Xo. 89). vcröifontlichte Reminiszenz dop Yolktischr if tetellers Ed.• Kossimissler in seinem Buche: '„Mehi Lohen und Streben im Verkehr mit der Natur und dem Volke" hingewiesen, der im Jahre 1S4S als Mitglied der Nationalversammlung seine zwei Kinder dem Philauthropin anvertraute.