Programm
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- Volume
- 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 42)
- Language
- German
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Die Geschichte des Philanthropins zu Frankfurt a. M. ist eng verknüpft mit der Geschieh te der Frank furtcr Israeli tischen G emeinde/ wie diese seit Jahrhunderten mit den Geschicken unserer Vaterstadt Jahrzehnte lang neben der nur um ein Jahr älteren M ustersehule die einzige.reale Bildung vermittelnde Unterrieh tsanstalt Frankfurts, hat sie bei ihrer Jahrhundertfeier alte, liebe Erinnerungen geweckt, längst erloschen geglaubte Anhänglichkeit'sieh ihr wieder zuwenden sehen. So ist diese Erinnerungsfeier des Philanthropins zu .einem Festtage der israelitischen Gemeinde, zu einem Tage treuen Gedenkens für weite, auch mchtjüdische Kreise unserer Stadt geworden. Wie diese Jahrhundertfeier in den Tagen vom 14. bis 16. April von allen Seiten mit lebhafter Begeisterung begangen "worden, wie sie würdig verlaufen ist, das soll hier in möglichst getreuer, wenn auch gedrängter Darstellung geschildert werden. Möge dieser Rückblick dazu beitragen, nicht nur die so herrlich in inniger Gemeinschaft verbrachten. Festtage vor rascher Vergessenheit zu bewahren, sondern, wie er für die weitgehende Anhänglichkeit an die bewährte Anstalt Zeugnis ablegt, auch all denen, die sich aus vollem Herzen an ihr beteiligten, als Erinneriuigsbiatt willkommen sein. Die im vierten Jahre des neuen Säkulums zu begehende Jahrhundertfeier der Realschule und höheren Mädchenschule der israelitischen Gemeinde bedurfte zur Erreichung.'"einer ihrer Bedeutung entsprechenden Form längerer „Vorbereitungen, eingehender Beratungen der für ihre Gestaltung verantwortlichen Kreise, in erster 'Linie des Schulrats und des Lehrerkollegiums. Bereits in den letzten Jahren der Tätigkeit Direktor Baerwalds, sowie während der interimistischen Leitung des leider bereits vor anderthalb Jahren verstorbenen Oberlehrers Dr. Dobriner, wurden die Vorbereitungen für eine der Vergangenheit der Schule würdige Festschrift getroffen, die nach dem Amtsantritt des derzeitigen Leiters der Schule aufs kräftigste gefördert wurden. Sudann wurde unter der sachkundigen Leitung des Oberlehrers Dr. Löh reu dieSammlung der Adressen, alier noch lebenden Schüler und Schülerinnen frühzeitig in die Wege geleitet. Nach Gründung des Vereins ehemaliger Schüler des Philanthropins (Frühjahr 1902) übernahmen viele Mitglieder desselben einen Teil der hierzu nötigen umfangreichen Vorarbeiten. Auch viele auswärts lebende frühere Schüler stellten sich dem Unternehmen bereitwilligst zur Verfügung; dadurch gelang es bald, in vielen grösseren deutsehen Städten sowie in den grösseren Hauptstädten des Auslandes besondere Komites für die Zwecke der Jahrhundertfeier zu bilden. Die eigentliche Arbeit für die Jahrhundertfeier begann im Frühjahr 1903 mit der Berufung einer Versammlung aller für diese Feiersich interessierenden Kreise seitens eines vorbereitenden Ausschusses unter der Leitung des Schulrats-