Programm
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- Volume
- 1905
- Date
- 1905-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 21)
- Language
- German
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t — 22 Yerfügung vom 21. September 1903. Die Anstellung des Lehrers Arthur Galliner als Zeichenlehrer und Lehrer an der Realschule wird genehmigt. Terfügung vom 30. November 1903 genehmigt, dass die Feier des hundertjährigen Bestehens der Anstalt in den Tagen vom 14. bis 16. April 1904 abgehalten und die Osterfeiern bis zum 17. April verlängert werden. "Verfügung vom 7. Januar 1J904, Ein Exemplar des Bohrdtschen Werkes „Deutsche Schiffahrt in Wort und Bildu wird als Geschenk Sr. Majestät des Kaisers und Königs an einen besonders guten Schüler der mittleren Klassen überwiesen. Verfügung vom 12 Januar 1904. Die Grundzüge für die Reihenfolge bei Verleihung des Professortitels an die Lehrer höherer Unterrichtsanstalten werden mitgeteilt. Verfügung vom 13. Eebruar 1904 genehmigt die allmähliche Einführung von Schillings Grundriss der Naturgeschichte, Teil I das Tierreich, Teil II B das Pflanzenreich, von Ostern ab. III. Zur Schulgeschichte. 1. Lehrerkollegium. Schüler. Unterricht. Das neue Schuljahr, das hundertste seit der Begründung der Anstalt, nahm am 20. April seinen Anfang. Bei der Eröffnungsfeier führte der Direktor die in das Kollegium neu eingetretenen, Herren Oberlehrer Hermann Schaumberger*) und Lehrer an der Realschule Dr. David Hartmann**) feierlich in ihr Amt ein und begrüsste den zum ordentlichen Lehrer an der Realschule ernannten bisherigen Hilfslehrer Herrn.Frank Rothschild. Herr Schaumberger ist an unserer Anstalt der Nachfolger des dahingeschiedenen Kollegen *) Hermann Schauinberger, geboren den 11. August 1875 zu Angenrod, Kr. Alsfeld, besuchto die Volks- und Realschule zu Alsfeld sowie das Gymnasium zu Giessen, das er 1893 mit dem Zeugnis der Reife verliess. 1893—1896 studierte er auf der Universität zu Giessen Mathematik und Naturwissenschaft und bestand daselbst am 2. März 1897 die Prüfung für das höhere Lehramt. Nachdem er während eines Jahres Mitglied des pädagogischen Seminars zu Giessen gewesen war, wurde ihm Ostern 1898 die Verwaltung einer Lehrerstelle an der höheren Bürgerschule zu "Neu-Isenburg übertragen. Ostern 1903 wurde er, zunächst commissarisch, als Oberlehrer an das Philanthropin berufen. Am 9. Februar 1904 promovierte er in Giessen auf Grund seiner Dissertation „Über einen besonderen Linienkornplex vierten Grades" als Doctor der Philosophie. **) David Hartman]], geboren den 2. Februar 1868 zu Mayen, besuchte die isr. Schule und die Präparandenanstalt seines Heimatsortes und trat 1885 in die Bildungsanstalt für jüdische Lehrer zu Hannover ein, die er April 1888 nach bestandener Lehrerprüfung verliess. 1893 legte er am Israelitischen Seminar zu Cassel die zweite Lehrerprüfung ab, war dann als Lehrer in mehreren Orten Westfalens, zuletzt in Hagen, tätig und begab sich 1897 zu weiterer Ausbildung nach Bonn, wo er sieh an der Universität philosophischen Studien hingab. Ein Jahr darauf bezog er die Universität Berlin und hörte zugleich an der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums theologische Vorlesungen, 1899 siedelte er nach Zürich über und erwarb hier 1900 auf Grund seiner Dissertation „Das Buch Ruth in der Midrasch-Litteratur" den Titel eines Doctors der Philosophie. Nach kurzem Wirken in Hagen wurde er Ostern 1903 zum Lehrer am Philanthropin und Religionslehrer an höheren Lehranstalten Frankfurts ernannnt. .