Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 156 (sequence 162)
- Language
- German
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156 Deranberuitgen in bat Derwattung unb bem Ufyxkoxpa bei* 2lnftalt; tt>enige Jal)re nach Auerbach [Rieben von ber 2lnftalt 3wei TITdnner, bereit Erinnerung bis an bie frühen. Seiten ber Schute reichte, unb beren qan$ts leben ftd) in bem Hammen unferer 2tnftaü bewegt l)at, Dr. Hermann Sirnborfer unb Dr. Bernharb tefymann. 25eibe waren Söhne von Cefyrem ber Schule, beibe empfinden an ihr oV ©runblagen ihrer Bilbung, unb beibe traten fogleid) nad) 2lbfd)Iuf5 i^rer Uniperfitdtsftubien in ben £el?rkör;per ber Schule ein, bem fie burd) mehr als 4O.0ahre (Sirnborfer war 42, tefymann 41 Jahre am philan* tfyropin unterrid)tlid) tätig), angehörten. Sirnborfer würbe ber Ttacfyfolger bes £ehrers &od)ftdbter unb erteilte an ber 2lnftalt nad? unb nad) Unterricht in allen £e1)rgegenftdnben unb Jftlaffen, bis er in ben legten 15 Jahren vornehmlich ben mathematifchen Unterricht in ben oberen Staffen übernahm. Bein eigentliches TDiffensgebiet waren bte klaffifchen Sprachen; fd)on als Stubent in ttlarburg hatte er fid) mit einer trefflichen 2trbett über Euripibes ben Preis errungen. 2tm Philanthr^pin konnte er fein 5ad)wiffen nicht verwerten; ber UTann ber TPiffen* fd)aft, ben ber grofje Philologe Jft. 5. Hermann für bie Untoerfitdtstaufbalm 3U er* warmen fuchte, übernahm ofme 3ögem lieber ben beutfd)en Cefeunterricht an ber unterften klaffe unferer Schule, als ba% er fid) felbft untreu geworben wäre unb ben Eintrittin bie akabemifd)e £aufbafm mit bem TDechfet ber väterlichen Äeligion erkauft hatte. 2lud) Zexnfyaxb tefymann konnte bei feinem Eintritt in unfere Schule nicht in ben Dtsätplinen, ber franjofifchen unb englifchen Sprache, befchdftigt werben, bie er auf ber Unwerfitdt vornehmlich betrieben h<*tte; aud) er erteilte jahrelang Deutfch unb Rechnen in ben unteren Jftlaffen ber PoIrs* unb Healfchule, ehe ihm. wenigftens ber englifche Unterricht übertragen würbe, ben fr^öfifchen übernahm er erft nach bem 2lbgang Crefouffes. Ebenfo langfam rückte er auch bei ben bamals beftehenben Suftdnben in feinen 2lnfteüungsverhdltniffen vor — nach lOjdhriger Mfslehrer3eit würbe er aufjerorbentlicher £el)rer unb erft nach weiterer lOjdhriger (Tätigkeit 1861 als orbentlicher £ehrer angefteüt. (Tro^ biefer wibrigen üerhdltniffe wibmete er ber Schute feine ganje Jaraft unb bewahrte ihr bis ju feinem Cobe, ber 1884 kurge 3eit nach feiner penfionierung erfolgte, innige Tinhanglichkeit. Äur3 vor Cehmanns 2lbgang enbete auch bie £ehrtätigkeit eines anbeten )Tlitgliebs bes Kollegiums: Dr. Serb. Tleubürger, ein mit reiben ßeiftes* gaben ausgeftatteter, anregenber £ehrer, fah fich aus (Sefunbheitsrückfichten ge-- nötigt, um feine penfionierung nad)3ufuchen; nach längerer Jtrdnklichkeit ift er 1895 verfd)ieben. Srüfföeitig würbe 1883 ber Schule Dr. £ubwig #04ber entriffen, ber namentlich an ber TJIdbchenfchule gewirkt unb burch feine feinfinnige eble Per* fönlichkeit bie Schülerinnen in unnachahmlicher TPeife erziehlich 3U beemfluffen verftanben 1)atte. Jfturj nad) feinem Cpbe erlitt bie JTTdbchenfchule einen weitexen Perluft, 5rau Jeannette TDolter ftarb im 2tuguft 1884.\5rau TPolter war 1843 an unfere Schule berufen woxbeny bamit fie bie Schülerinnen „in allem, was bie Sittlichkeit, ben llnftanb unb ben guten Con betriff", beauffid)tige;