Programm
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- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 81 (sequence 87)
- Language
- German
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Die 25cauffid?ttgimg ber I)äustid)en 3lrbeltcn. Sl unb Mfsleiftung ber (Eltern bei ben häuslichen Schutaufgaben ber Jittnber." (Er erkennt barin bie i>atbpenftonen ber Cebrer als „nü^ltc^e Beihilfe unb angenehme Bequemlichkeit" an bei tragen unb fdarnach beanlagten Jftinbern, bei Äinbevn befonbers rDoipl^abenber (Eltern ober foldper, benen jebe Seit für bie Jftinber fehle, unb für ben Sali, baß bie Jftinber burd) bie Unterhaltung 3U&aufe von ihrer Arbeit abgelenkt ober gar gefchdbigt würben. Daß bie Schule eine Beauffidptigungsanftatt übernehme, fei barum nicht ratfam, mett, wenn man in biefer Anftalt nicht biefetbe ftrenge Dis3iptin wie in ben Scfyiilftwtben fyalte, bie Schüler leid)t bagu peranlaßt mürben, bie Schul3immer als Cummelpld^e 3U bemühen, was bann auch ^en Unterricht fcl)dbige, unb meil auch baburch leicht unbemittelte €ttern 3ur Permehrung ihrer Ausgaben t?erantaßt mürben. &eß teilt bie häuslichen Arbeiten ein in (Sebdchtnisaufgaben ((Erlernung bes TlTaterials einer fremben Sprache), fchrifttiche Überfettungen aus einer Sprache tn bie anbere, Übungen im febrifttichen (Sebankenausbruck unb münbtiche Hepetitionen (in ber (öefchichte), HTemorieren von (Sebichten; mathematifche Aufgaben müßten ebenfo wie bas Anfertigen geographifeher harten unb mathematifcher Körper freimiHig fein; bei Anfängern kommen nod) Übungen in ber Sormenlehre unb im Schreiben ba3U. Durch , bie häuslichen Arbeiten foH ber Schüler 311m felbftanbigen Gebrauch feiner Jardfte unb feines TPiffens geführt werben. TTadplpxXfe bei ihnen Rann leid)t in inteöektuelfer unb moralifcher Anficht Schaben bringen, bal?er muß fid? bie TTachhtlfe in engen (Sre^en Raiten. Die erfte Pflicht ber (Eltern ift, nach ben Aufgaben 3U fragen; wenn bie (Eltern keine Seit fyabzn, fo genügt bie (Er* füHung biefer Pflicht fchliefelich allein (er empfiehlt ein Aufgäbebuch, in bem ber Cag, an bem bie Aufgabe gegeben mürbe, unb ber, für ben fie beftimmt ift, per3eichnet wirb). Sobann müffen bie Jftinber regelmäßig 3U beftimmten Stunben arbeiten; finb für ben ndchften (Tag keine Aufgaben ba, fo ift in biefer . Seit für einen fpdteren Cag 3U arbeiten. Auch muß ber nötige Haum 311m Arbeiten ba fein. Befonbers ift auf Peinlichkeit bei ben fchriftlichen Arbeiten 3U achten, unb bie Cehrbücher finb manchmal baraiif nach3Hfel)en. Die TIachhilfe fott im Ab* hören ber 6ebäd}tnisäuf^aben unb geringen 5inger3eigen bei fchriftlichen Tivbeiten, 3umal &mweifen auf bas TDörterbuch, beftehen. (Eine eigentliche Mfeleiftung folt alfo nicht gefchehen, unb bie (Eltern brauchen keine Kenntnis aller £e1)rgegenftdnbe 3Ü h^ben. Pater unb JTÜutter können fid? in bie Arbeit ber Beauffichtigung teilen unb lernen fo bie Schule unb bie Anlagen ihrer Jäinber beffer kennen. Daß obige Anwetfung bas?le<fyte treffe, ergibt fid? nach baraus, baß bie Schülerinnen ber TUdbchenfchule, welche 3um größten (Teile ohne Aufficht waren, aud? gut mitkamen. Die (Erwägungen über bie TIachhilfe Raiten ben (Erfolg, baß feitens ber Sd)ule für fold)e Schüler, welche, bei genügenben allgemeinen Sortfehritten, in bem einen ober anbeten &auptle1?rgegenftanbe 3urückgebliebert waren, in ben piei*3iger Jahren aus ber Sd)utkaffe be3ahlte ITachhtlfeftunben eingerichtet mürben, eine (Einrichtung, bie etwa 20 Jahre beftanb. ... e