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Programm · 1904-01-01 · 1904 · p. Seite 74

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Journal
Programm
Volume
1904
Date
1904-01-01
Page
Seite 74 (sequence 80)
Language
German
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74 Der tefyxpiän. 2tuf biefe lt)eife ift man batyn gekommen, für. bie Anabenffiuk einen Cehrplan fchaffen, ber im wefenttichen bem fpäteren Hormatplan ber preufeifchen lateinlofen Reatfchuten entfprochen hat. 2luch in begug auf bie lUethobe bes Unterlides waren fowofyl ^eß unb Stern als bie Ce^rer immer bebad?t, Sortfehritte fid7 anguetarten unb 3U r>erwerten, ol)ne fid) inbeffen bünblings jeber Tleuerung 311 ergeben. (Eine eingehenbe Darlegung ber Entwicklung bes Cef^rplanes unb ber Derdnberungen in ber metf^obifd^en Befyanblung, bie fid? aus ben Programmen ber Sdnde unb aus ben im Sdmtard)ir> niebergetegten Perhanblungen ber tefyxex-- unb 5achkonferen3en ergeben mürbe, fcheint hier nicht erforberlid?, weit fie keine befonbere <£igen* tümlichkeit geigen, mürbe. TC)ir begnügen uns baher, bie (Entwicklung bes hebräif d?en unb Religionsunterrichts in ben j&anpt-uigen 3ü betrachten. Dem hebrdifchen Unterricht waren in ber Dolftsfd)ute um 18B5 in ber unteren iltaffe noch a# wöchentliche Stimben, in ber oberen fünf Stunben 3ugemiefen (bie T]Tdbd)en nahmen nur an brei bapon teil); ber Religionsunterricht umfaßte in ber unteren Jftlaffe eine, in ber oberen brei wöchentliche Stunben. Jn ber Janabenreatfchute 3dhtte ber fyebxätffye Unterricht in ber PorbereitungsMaffe unb in ber I. ad)t, in ber H fieben, in ber III. unb IV. fünf unb in ber V. Jittaffe brei wöchentliche Stunben. Der Religionsunterricht begann in ber. II. Jftlaffe mit 3wei Stunben, in ber IE. waren ihm brei, in ber IV. unb V. je ^wei Stunben eingeräumt. 3n ber ITEäbchenfchute würbe &ebräifch nur in ber Vor-- bereitungs* unb. 1. Jfttaffe mit ad?t be3W. brei Stunben erteilt. Der Reügions* Unterricht fycäte in ber 2., 3. unb 4. je 3wei, in ber oberften Jftlaffe brei Stunben. Durd) ben Sternfchen Cehqrtan von 1866 erhielt ber ^ebrdifche Unterrid?! in ber VI. (2/SchuIjahr), V. unb IV. Jftnabenklaffe je mer, in ben beiben HL je brei, unb in ben brei oberen Jataffen je 3wei wöchentliche Stunben, ben TITdbchen würbe in ber 6. (gwettunterften), 6. unb 4. je 3wei Stunben wöd)ent* lid) fyebxätffyex Unterricht erteilt. Die Jftnaben unb TITdbchen h^ten von bei* fünften (brittunterften) Jftlaffe an aufwärts je 3wei wöchentliche ReKgionsftunben. Das 3iet bes hebrdifchen Unterrichts bei ben Mnaben war bas Perftdnbnis. ber Bibel im Urtext, bas burd? ausgebelmte Xektüre unb grammatifche Behanb* hing ermöglicht werben foHte. Die Cektüre umfaßte um 1820 ben Pentateud), 3ofua unb bie übrigen htftorifchen £üd)er, Jefajas unb bie Pfalmen, le^tere mit bem hebrdifchen Jftommentar 3m* TTTenbelsfohnfchen Überfe^ung. TTTtt ber Seit würbe ber \)ebxä\\ti)e Unterricht etwas .eingefchrdnkt, bod? umfaßte bie Cektüre etwa 1840 nod) ben gangen Pentateuch, bie Pfalmen unb tyxovtyten. 2lud? in Sterns Cehrplan ift nod? bie Überfeimng ausgewählter Stücke aus bem Pentateuch, ben früheren unb fpäteren Ißxovfyeten unb ben Pfalmen -angeorbnet. Daneben wuxben febon früh bie .hauptfäd?ltd)flen lebete überfe^t. Bei ben ITÜdbchen beffixänkte fiel) ber hebrdifche Unterricht auf Cefen unb Überfein einiger föebete.

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