Programm
- Journal
- Programm
- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 71 (sequence 77)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 71% known words query
- IRI
…/3089693-3089764--0907-3091823- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
^Itlgemetne t)erf?ältniffe ber £ef?rer. 71 unb betten - pou bem fyerporragettb begabten Dr. THichaet (Cretgenad) ntd)t reben — ber Bilbungsmeg fd?ön einigermaßen geebnet mar, mie Sabet, Ceopolb Beer, feqchftäbter, Cenblau, ift 311 'jagen, ba% fte fid? erft f?ter bte für t^ren Beruf erforbertichen jäenntntffe angeeignet J^aben. Der erfte, ber als geübter unb erfahrener Schutmann an bie Sd)ute kam, war Dr. Joft; Aud) bte Cel)rer, welche bei ir;rem Eintritt in bie Schute mit akabemifcher -BÜbung ausgerüftet warm, mie Dr. Cefmtann unb Dr. Sirnborfer, beibe Söf/ne von £el)rem, \)dhen mit (Erteilung von (Elementarunterricht begonnen uno finb erft nad? Jahren 311m Unterricht in ben fyöfyeren Jfttaffen aufgeftiegen. Ceblee kam als Abiturient bes )TTaitt3er (Simmafiums, Blum unb Schemhof als geprüfte (Elementarter/rer; bie hübenerfteren Ratten ifyre imterrichtliche (Tätigkeit an ben Penfionaten pon Cer/rem ber Schüfe begonnen. Der erfte geprüfte akabemifd) gebtlbete Cehrer mar ber 1859 eingetretene-Dr. Cubttrig (Ötsner. TTCan kann atfo fagen, baß bas Philanthropin bis etma 1860 faft alle feine Cef/rer fetbft herangebilbet l?at. Aud? bie j£el)rer bes 5ran3öfifd)en, TfepiÜV Descostes, Crefouffe, bie 311m Unterricht if;rer TTTutterfprache herange3ogen maren, Reihen erft l)ier Schulunterricht erteilen gelernt. Bei biefer Sachlage erfd)eint es natürlich, ba§ bie eisernen Cel?rer 3Uttächft probemetfe, mit kur3er JRünbigungsfrift unb mit einer meift geringen Stunben3af/l, eintraten. TDenn fie fich brauchbar ermiefen, gelangten fie nach unb nach 3U poller Befchaftigung, nach einigen Jahren 3ur Aufteilung als aufjerorbentliche Cehrer; ein Ceit pon biefen mürbe fchtießlicb, oft erft nach langen Jahren unb in porgefchrittenem Atter, orbenttiche, penfionsberechtigte Cehrer. Die (S eh alter mürben mit jebem Cehrer befonbers perembart. Sie maren gering unb reichten felbft bei bem bamaligen höheren TPert bes (Selbes 3umeift nicht für ben Cebensunterhalt. Die Cehrer maren baher barauf angemiefen, jebe freie Stunbe 3U Pripatunterricht ober fonftigem Tüebenermerb 3U benu^en. 1820 hemegtenfid? bie (Sehalter Pottbefd?äftigter Cehrer mit etma 30 wöchentlichen Stunben jmifchen 400 unb 900 ft.; ber (Dberlehrer be3og bei freier TPofmung, Cicht unb &ei3img 1250. fl. 1850 maren bie betreffenben (Sren^en [wenn man Pom (Sefang* unb Seichenlehrer mit 400 unb 500 ft. unb ben Cehrerimten abfieht) 800 unb J300 ft.; ber (Dberlehrer be3og bamats 1800 ft. Bargehalt. (Eine Regulierung ber Behälter mit fefter (öehattsfkata trat erft 1871 ein. Bei (Erkrankungen maren bie orbentlid)en Cehrer perpftichtet, fich gegen* feitig 3U erfe^en, bie auf$erorbentlichen Cehrer mußten für ihre SteHper* tretung auf eigene Jftoften forgen; bei längerer ilrankheit eines Cehrers übernahm allerbings ber Schulrat oft bie Soften auf bie Rechnung ber Schule. Balb naß? feinem Amtsantritt führte ber (Dberlehrer Dr. Stern ein Reglement über ben (Erfaig fehienber Cehrer burd) Cehrer ber Anftalt ein; es mürbe genau per3eid)net, meld)e Cel)rer für jebe Unterrichtsftunbe als (Erfaij bereit ftariben. Bis 1856 mürbe, wenn ein Cehrer in ben Ruheftanb perfekt mürbe, fein Ruhegehalt auf Antrag bes Schulrats burch befonberen Befchtuß ber (Semeinbe* behörben feftgefe^t; befonbers perbiente Cehrer erhielten ihr poHes ©ehalt meiter.