Programm
- Journal
- Programm
- Volume
- 1904
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 71)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 70% known words query
- IRI
…/3089693-3089764--0901-3091817- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Perl)altms ber Scf?ulc~3uv ifraetttifcfyen (Semcinbe. 65 Da■ ' brach jählings übet* bie Sd)ule bas Perhdngnis fyetein, ba% bem (Sro^ergpgtum ein Cnbe gemacht würbe, imb baß bie neue Regierung ber wieber* hergestellten freien Stabt Srankfurt jebe ftaatlid?e Subpentiou fetbftperftdnblich Der weigerte unb 3ur Srage ber Schutauffid?t zundchft gar nicht Stellung nahm. Den. Cehrern fehlte bie Bel)örbe, bie ilmen ifyr (Einkommen garantiert ^atte, bem Sd)ulrat fehlte Stüige unb 5d)ut3. 3u biefer £age bat er wieber eine Subfkription eröffnet; aber bemerkenswert ift, bajg er fortan bie 3al)resre<%tung ber Perwattungsbehörbe ber ©emeinbe 3ur #epifion vorlegte, unb md?t bjo% biefes, jebe ©ehattserhölmng eines £el)rers/ jebe Seftfe^ung einer Cehrerbefolbung erfolgte erft nad) (öene^migung burd) ben (öemeinbeporftanb, olme ba§ trgeinb eine gefc^Udpe Beftimmung bies perlangt Tratte. Jm Jahre 1819, nadjbem bie Subfkrtption aufgehört hatte, fanb ftd^ ber (öemeinbeporftanb peranlajgt, ber Schule äunäcfyft auf 3 Jahre einen jährlichen Beitrag von 2000 ft. §u bewilligen. Dtefe Bewilligungen würben fortgefe^t unb .enbeten erft, als im Jahre 1S23, wie aus bzn eingereichten Jahresredmungen erfichttich war, bie anberweitigen Einkünfte ber Sd)ule 3U ihrer (Erhaltung genügten. Die Perfyanblungen 3m: Schaffung einer Schulorbnung vouxban nicht pom Sd)ulrate birekt mit ber (Semifc^ten Jaird?enunb Sdpulkommiffion refp. bem Senate geführt, fbnbern fie gingen burd? bie Perwattungsbehörbe ber (öemeinbe. . Die 2lnftalt ift nach biefer Sd?utorbmmg von 1822 (§ 1) „bie öffentKdpe Schule ber Jfraetitifchen (Semeinbe". Die obrigkeitlich eingefe^te unb beftdtigte Bel)örbe ber Schule ift ber Schutrat. Cr hat bie 2tufftd?t über bie Schule unb bie Ceitung famtlicher Schulangelegenheiten. Cr beftimmt unb entrichtet bie Be* folbungen ber Cefyrer. Die Betätigung ber von bem Schulrate porgufchlagenben £el?rer erfolgt von ber (Bemifchten Ärchew unb Schutkommiffton. Desfallftge eintrage finb aber nicht von bem Sdmlrat birekt an biefe Jaommtffion 3U richten, fonbern burd? ben <f)emeinbesPorftdnb an ben Senatskommiffar, welcher hierüber, wenn er keinen 2tnftanb finbet,mit ber (Semifd)ten Jaird)en-- unb Schutkommiffton kommuni3iert. Das gleiche Perfahren ift aud? bei ber Cnttaffung von Cehrern einzuhalten (§ 6). Die orbenttichen f ef?rer werben nad? § 26 „als Beamte ber (Semeinbe betrachtet". Tlun fmbet fid? aber an keiner Stelle ber Schulorbnung irgenbwelche Perpflichtung ber (Semeinbe 3U finanziellen Ceijtungen für bie Schule ausgebrochen, aud) keine anberweitige Abmachung beftimmt fold)e. Die Mtmeinbe f^atte alfo Beamte, für bie eine anbere Behörbe (ber Schulrat) 3U forgen hatte. Daxin lag eine Unklarheit, welche in ber Solge, namentlich im Jahre 184:1, als ber Bau eines neuen Schulhaufes nicht mehr 3U permeiben war, 311 weitläufigen (Erörterungen führte. Diefe Unklarheit würbe aud? burch bas Hegulatip für bie Perwaltung ber ifraelitifd?en (öemeinbe vom 8.3Ttdr3 1839 nicht befeitigt. Dort wirb als 3um (Sefchdftskreife bes (öemeinbe Porftanbes (ohne UTitwirkung bes (5emeinbeausfchuffes) gehörig bezeichnet: „fe>anb\}ahungi ber öffentlichen (öemeinbefchute, infoweit biefe burch bie am 14. 2tpril 1822 Pom Senat genehmigte Schulorbnung unter h°herer 2lufft<ht ber (öemifchten Schul* kommiffton unb bes Senatskommiffars naher be3eid)net ift. festerer ha^ bie