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Programm · 1904-01-01 · 1904 · p. Seite 36

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Journal
Programm
Volume
1904
Date
1904-01-01
Page
Seite 36 (sequence 42)
Language
German
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36 Die legten 3af?re bes jübifdpen pf)ilantf?ro;pins. .4) in ben Pier Departementshauptftäbten unb tnTOefelar je ein konfeffions* lofes <5r/mnafium, §>) unb 6) brei £r/ceen unb eine Untperfität*). Die projektierte, einft vom Surften Primas genehmigte (Cartsfchute paßte in keine biefer ScJ)utkategorien; man ift fortan auf fie nicht mel)r 3iirückgekommen. 2luch bas Philanthropen paßte nicht hinein, es mar meber eine Volks* fd?ule nod? aud? eine £ealfd?ulc, hatte aber 21nfä^e 311 beibcn, aud? bie 2tnfänge einer böseren TITäbd^enfd)ute waren bort porfyanben, unb jebenfatls biente es anerkanntermaßen einem porhmtbenen Bebürfnis. Sinanjiett ftanb es fcl)Ied)t. 2üs €nbc 1809 3um britten ATale 3U einer Subfkription auf 3 Jahre aufgeforbert mürbe, mußte perfichert werben, baß bie Perpflichtung ber Subfkribenten mit ber (Eröffnung ber (Carlsfchute aufboren werbe. Die Subfkription tief mit bem 3al?re 1812 ab, unb an eine (Erneuerung berfelben konnte bei ber Unfid?erl?eit bes Sortbeftanbes bes P^ilantfyropins nicht q,ebatf)t werben. Ja, biefe Ungewißheit hatte 3m* Sotge, baß manche (Eltern Bebenken trugen, bas Sdmlgetb, wie bisher gefd?ehen, \)alb\äfyxliä) Poraus 3U be^atyen. Tum erlangte ber Dorftanb bes Phitanthropins 3war im 2lpril 1812 von ber (Über=Schulbehörbe ein Dekret, bas philanthropin könne auch bei ber neuen Sdmlorganifation fortbewegen, unb man unterließ nicht, bies burd? bie Seitungen 3ur allgemeinen Jftenntnis 311 bringen. Allein bie Schutgetber reichten nicht für bie Bebürfniffe ber Schute aus. Die von bem Surften Primas gewährte jährliche Subvention pon fl. 1000 würbe von bem (5roßhei*3og 1810 noch be3ahtt, kam aber, im Einblick auf bcn 3U fchaffenben ftaattichen allgemeinen Schulfonbs, aus welchem für eine jübifche Polksfchule jährlich 2000 fl. überwiefen werben föftren, fchon 1811 in Sortfaft. Don ber ifraelitifchen Derwa-ltungsbehörbe war auch keine Unterftül-mng 3U erwarten* ba biefe neben ben enormen Summen für bas Bürgerrecht auch noch bie großen Soften für bie Zeitteilung ber Schuträume im Jftompoftell 3m* 5eit auf3übringen Tratte. Die Dorfteher bes Phitanthropins ivanbten fich bal?er an bie (Dber=Sdmlunb Stubieninfpektion mit ber Bitte um eine Unterftü^ung ihrer 2lnftatt aus bem allgemeinen Schulfonbs. Daraufhin beauftragte biefe Behörbe ihr THitgtieb, ben Stubiew unb Schulrat Dr. J. S. (Öppenheim mit ber Berichterstattung nicht bloß über bas Philanthropen, fonbem über bie f>iefigen öffentlichen Cehranftalten ber Jfraeliten überhaupt. 3n feinem Bericht be3eichnet Dr. (Öppenfyeim als bie einige pernünftige öffentliche 2tnftatt 3ur Bitbung ber Jugenb ber Israeliten, urfprüngtid? nur für biefe, neuerlich aber auch für °™ d?rifttiche Jugenb beftimmt, bas Philanthropin; er hebt J?erpor, baß bie 5requen3 biefer Schule infolge ihrer tüchtigen £eiftungen in 6 Jahren pon 20 auf 229 geftiegen fei. (Er rühmt bas \)ö\)t Bilbungsftreben ber Juben, ber Staat habe bie Pflicht, biefes Streben 3U förbern unb, ba bie Unterftü^ung ber Schule burd? willkürliche Beiträge 3U unbeftänbig fei, ber Beitrag bes Canbesfürften aufhöre unb bie (Einnahme pon ben 3ahlenben Schülern *) <Sroßf?er3ogltd;>e5 Regierungsblatt I, 10 unb 630.

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