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Programm · 1904-01-01 · 1904 · p. Seite 13

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Journal
Programm
Volume
1904
Date
1904-01-01
Page
Seite 13 (sequence 19)
Language
German
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(Stundung bes pfyüantfyrqpms. n nod? fo beftimrrtt unb fo gern erinnere. Die Prüfung betraf außer bem Schreiben unb Kedjmen befonbers bie tybxätffyz unb beutfehe Sprache, unb ich fanb, baß jene Sprache l)ier auf eine folebe TPeife gelehrt unb gelernt würbe, n>ie es für bie £ntwi<Mung unb Übung ber (Deifteskräfte ber Cemenben fel)r bebeutenbe unb wohltätige 5olgen ^aben mußte; in ber beutfdpen Sprache aber war ber Unterricht fo grünbtid? gegeben unb gefaxt worben, wie man wünfehen möchte, baß es in vielen unferer Schulen gefchehe." ©leid? nach ber Prüfung trat, gemäß ber in bem „profpekt" enthaltenen Anorbnung, eine burd?5 bas £05 aus ben Subfkribenten beftimmte Jftommiffion 3ur 'Revision ber lafyresrechnung unb Prüfung ber Bilan3 jufammen. TTad)bem alles , für richtig btfimben, fanb eine Tteuwahl ber Porfte^er ftatt; bie bisherigen würben wiebergewählt. Auf TPunfch ber Porfteher würben brei wiffenfchaftlid? gebilbete TtTänner, nämlich bie Doktoren (Dolbfcbmibt unb Appenheim unb ber Mathematiker S. Slafchin gewählt, benen unter bem TTamen „Direktoren" bie Sürforge für ben Unterricht, insbefonbere bie Auswahl ber Cehrer obliegen follte. Jn TPirklichkeit blieb biefes alles aber, ba bie gelehrten Herren anberweitig 311 fel?r befchdftigt waren,. ben Porftehern überlaffen. Diefe waren unermübltcb. Sie faxten bie 25ebürfniffe jebes ein3elnen Höglings ins Auge: einem befonbers begabten Högling (tefymann Uaxfyan Sulba) ließen fie lateinifchen pripatunterricht geben, für bie anberen fortgefd)rittenen Schüler würbe ein franjofifcher Sprachmeifter, D u d? a t e l, unb ein, Cehrer ber (Sefcbicbte, D i e h l, angeftellt. Alle Söglinge, aud? bie ^ahlenben, würben gleichmäßig gekleibet. Don befonberer TPicbtigkeit war, baß (Seifenheimer bas Jntereffe ber hiefigen Schulmänner für bas philanthropin 3U gewinnen unb 3U erhalten bemüht war. TTTagifter JUitfcber war Cnbe 1804 aus feinem Amte an ber TTTufterfchule ge* fchieben, er h<*tte Frankfurt nicht perlaffen, ohne bem Philanthropin ein kleines (Oefchenk (eine Keißfeber) 3U übergeben. Sein Amtsnachfolger Dr. (Gruner (geboren 1778, geftorben 1844) wibmete ber Anftatt bie gleiche (Teilnahme, er erfchien im Caufe bes Sommers unb bes &erbftes 1805 wieberholt im pi)ilanthropin, um bem Unterricht bei3iiwohnen unb bie Schüler 3U prüfen; unb wie er, fo erklärte auch TlTofcbe fich bereit, ben Porftehern mit feinem päbagogifchen Kate bet3uftebn. Das war gerabe in biefem €ntwickelungsftabium bes pbilanthropins pon großer 25ebeutung; benn bie <3al?l ber Zöglinge perboppelte fieb im laufe bes Jahres 1805, man hatte €nbe 1805 16 Janaben im Alter 3wifd?en 7 unb 13 Jafyxen. Diefe konnten nicht mehr in einer Jftlaffe pereinigt bleiben. 3nbem man nun ge3wungen war, minbeftens 2, perfd?iebene Unterrichtsftufen barfteßenbe klaffen einrichten, brdngte fid? bie TCotwenbtgkeit auf, eine (Einheitlichkeit im Unterricht unb ber (Erziehung baburch 311 fd?affen, baß'bie Zöglinge nicht femer genötigt fein burften, einen Ceti bes Unterrichts im Philanthropin, ben anbent aber in ber JTtufterfchiile 3U erhalten : bas Philanthropin mußte ihre alleinige Schule werben, bort mußte für allen erforberlichen Unterricht geforgt werben. — Auch praktifd?e Erwägungen brängten 3U einem folchen Unternehmen. Man burfte nach ber Perpollftänbigung bes Philanthropins 3U einer felbftanbigen,

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