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Programm · 1897-01-01 · 1897 · p. Seite 37

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Journal
Programm
Volume
1897
Date
1897-01-01
Page
Seite 37 (sequence 36)
Language
German
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Unterrichts, der Lokalitäten, Einrichtungen, Apparate etc. verwendet werden sollen (Näheres sieheim Programmunserer Schule vom Jahre 1891 S. 26). Mit den Mitteln dieser Stiftung wurde im Beginn^ des Wintersemesters 1892/93 der Handfertigkeitsunterricht an unserer Schule eingeführt und wird seitdem als wahlfreier Unterricht, an dem sich jedoch fast alle Schüler der IY beteiligten, regelmässig erteilt. Ton den Schülern wird nicht blos keinerlei Zahlung für den Unterricht geleistet, sondern sie erhalten auch das erforderliche Hand-. Werkzeug und alle Materialien kostenfrei geliefert. Die Ergebnisse dieses Unterrichtszweiges» über welchen oben S. 13 berichtet worden ist, sind sehr befriedigend. .3)' Die Jacques.'.-lauterbaoh genannt SchoenewalcTsche Stiftung. Es sind eben 87 Jahre, seitdem der Begründer dieser Stiftung, Jacob II o s e s S c h o e n e w a 1 d y am 25. Februar 1810 in unsere Schule eintrat Geboren zu Schönwaid (Baden) am 10. Januar 1803, . wurde er von seinem Onkel Joseph.Simon hier im Philanthropin angemeldet und, da er unbemittelt war, als Ereisehüler aufgenommen; Is a a c Elias E e i s wurdejihm als Yormund bestellt; er blieb bis 1819 in unserer Schule. Tief wurzelte in seinem Herzen die Dankbarkeit für das, was ihm hier geworden war. Ais er 70 Jahre alt geworden, schrieb er am 22. Juni 1873 zu Paris, wo er sich niedergelassen hatte, in sein Testament: „Ich habe in den Jahren 1810 bis 1819 in der „Philanthropin oder Keal- und Yolksschuieu genannten israelitischen Schule zu Frankfurta. M. unentgeltlichen Unterricht empfangen. Dadurch bin ich in den Stand gesetzt worden, auf anständige "Weise mein Brot zu verdienen und durch nieine Arbeit unter Gottes Beistand das kleine Yarmögen zu erwerben, welches ichvjheute besitze. Deshalb vermache ich dieser -Schule eine Jahresrente von .2000 Francs . . . Diese Schenkung soll dazu .verwendet werden, um für zwei oder mehrere arme israelitische Knaben das Schulgeld, die Bücher etc., ferner einfache, aber gute Kleidung und, wenn erforderlich, auch Beköstigung zu beschaffen, sowohl während der Zeit ihres Schulbesuches, als auch um ihnen nachher während ihrer ganzen Lehrzeit, sei es, dass sie sich einem Handwerk, einer. Kunst oder dem Kaufmannsstand widmen, die für ihre Verpflegung und sonstigen Bedürfnisse unumgänglich erforderlichen Mittel darzubieten . . . r Die Zöglinge sollen immer unter der Bezeichnung „Zöglinge der Jacques Lauterbach genannt Schönwald'sche Stiftung" in die Schule aufgenommen werden; denn es ist mein "Wunsch,- dass mein Name immer in den Schriften der Schulverwalnmg vorkomme: das dient vielleicht auch sonst zum guten Beispiel." Am 25. August 1878 starb der Testator, welcher den Namen Jacques Lauterbach gen. Schönewald angenommen hatte, 9 Jahre später seine Gemahlin, welche schon im Jahre 1879 nach erfolgter|landeslierrlicher Genehmigung zur Annahme des Legates die Eintragung einer Jahresrente von 2000 Francs in das grosse französische Staatsschulden buch auf den Namen unserer Schute bewirkt hatte.. Nicht lange nach ihrem Tode trat die Stiftung, über welche in den Programmen unserer Schule von 1879 und 1888 eingehend berichtet ist, in Wirksamkeit. Es wurden damals 4 unbemittelte Knaben in dieselbe aufgenommen. In dem Schuljahr 1896/97 hatte die Stiftung drei Zöglinge, von denen einer nach Absolvierang funserer Schule Zögling des Städelschen Kunstinstituts ist, die beiden anderen unsere Schule noch besuchen. Eür, einen Schüler|dieser letzteren wird genau nach den oben angegebenen*Bestimmungen des Stifters gesorgt. Die Zöglinge stehen unter Aufsicht der von dem Schulrat für die

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