Programm
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- Volume
- 1897
- Date
- 1897-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 28)
- Language
- German
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29 — Das Lehrerkollegium Mit dem Schluß des Schuljahres 1895/96 schied ans Anlaß seiner Übersiedelung nach Stuttgart der Zeichenlehrer Herr Bernhard Dittmar aus dem Lehrerkollegium, dem er seit Januar 1893 angehörte; Ende September 1896 musste Herr Schenkelherg ans ■Gesimclheitsrüclvsichten'.den von ihm seit April 1893 an unserer Realschule erteilten ■Gesangunterricht aufgeben; um dieselbe Zeit unterbrach Herr Wilhelm Müller, der »seit dem Schuljahre 1894/95 in Vertretung seines erkrankten Vaters an unseren beiden Schulen Schreib- und Gesangunterricht .'erteilt hatte, seineLehrthätigkeit, um im Laufe des Winters sich, für die Lehrerprüfung ".vorzubereiten. Jeder dieser drei. Lehrer hatte sich mit großer . Hingebung und entsprechendem Erfolg der ihm übertragenen Lehraufgabe gewidmet und sich bei uns heimisch gemacht. Die Schule bleibt ihnen zu herzlichem Dank verpflichtet. Der Zeichenunterricht in der Realschule wurde dem Zeichenlehrer Karl W.ankel, der Gesangunterricht dem Lehrer Herrn Aloys- Meister übertragen, den Schreibunterrich t übernahmen'- in der Realschule die Herren DDr. Lö h r en und Levy, in der Vorschule Herr Hein om an'n, in der Mädchenschule die Lehrerin Erl. Goid b e rg, den Gesangunterricht in der ersten Vorschulklasse Herr Oberlehrer Dr. Cohn. Im October 1896 trat der Elementar- und Schreiblehrer Georg Müller in den von ihm erbetenen Ruhestand. Er hatunserer Schule seit seinem am 1. October 1816 erfolgten Eintritt in das Lehrerkollegium bis zu seiner Erkrankung im Schuljahre 1894/95 mit grossem Fleiß, Hingebung und Treue erfolgreich gedient; Schüler und Lehrer bewahren ihm ein dankbares Andenken. Möge ihm ein heiterer Lebensabend beschieden sein! Dem Herrn Oberlehrer Dr. Mannheimer wurde von dem Herrn Unterrichts^ minister der Charakter als Professor verliehen. Der wissenschaftliche Hilfslehrer Herr Dr. Max Levy wurde als Oberlehrer* angestellt. .Er berichtet-über, seinen-bisherigen Lebensgang Folgendes: Dr. phil. Max Joseph Levy, Sohn des hiesigen pract. Arztes Dr. med. Jacob■ Levy wurde am 26. März 1867 zu Recklinghausen in Westfalen geboren. Nach der im Jahre 187 i erfolgten Uebersiedelung seiner Eltern nach Frankfurt besuchte er von 1873 bis 1882 unsere Schule, die er mit dem Zeugnis der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst verliess. Hierauf trat er in ein hiesiges Bankgeschäft, entschloß sich aber, nachdem er die zweijährige Lehrzeit bestanden, sich dem Studium zuzuwendeu und,, für den Lehrberuf vorzubereiten und trat Ostern 1884 in die' Obersccimda des hiesigen Realgymnasiums Wöhlerschule. Herbst 1886 legte er das Abiturienten-Examen ab, worauf er sich an den Universitäten zu München, Würzburg und Leipzig dem Studium der Philosophie und Naturwissenschaften widmete. Auf Grund seiner Dissertation: „Zoochemische Untersuchung der Mitteidarmdrüse (Lebor) von Helix pomatia;i wurde er im November 1890 von der philosophischen Facultät zu Leipzig zum Dr. phil. promoviert und bestand im Mai 1891 die Prüfung pro facultatedocendi als Oberlehrer an-derselben Universität. Von October 1891 bis 1892 gehörte er dem unter Leitung des Herrn Geheimen Regierungs- und "Provinzial- Schulrats L ahm ey er -stehenden■■..königlichen Seminare zu Gassei an und unterrichtete