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Programm · 1893-01-01 · 1893 · p. Seite 71

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Journal
Programm
Volume
1893
Date
1893-01-01
Page
Seite 71 (sequence 70)
Language
German
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noch 2 unsere Schule, der dritte ist Ostern 1889 aus einer mittleren Klasse abgegangen, um in ein hiesiges kaufmännisches Geschäft als Lehrling einzutreten, der vierte ist Ostern 1891 nach Absolvierung des Schulkursus aus unserer Schule ausgetreten und wird Kunstmaler. Alle 4 Zöglinge stehen unter Aufsicht der von dem Schulrat für die 'Verwaltung der Stiftung eingesetzten Kommission, welche aus dem Schulrats mitgliede Herrn Victor Uli mann, dem Direktor der Schule und dem Aktuarius des Schulrats Herrn Rechtsanwalt Dr. Ernst Auerbach besteht. 4) Die Adolph Samuel Maas'SChe Stiftung, von den Kindern des am 15. September 1889 verstorbenen, durch seine langjährige erspriessliche Thätigkeit als Mitglied des Schulrats um. unsere Schule sehr verdienten Herrn Adolph S. Maas, zu dessen ehrendem Gedächtnis mit einem Kapital von Mk. 5000 errichtet, hat den Zweck, rückständige Schulgelder befähigter Kinder hiesiger oder fremder, liier wohnender Eltern zu bezahlen. Die Stiftung, welche unter dem 29. Januar 1890 die landesherrliche Genehmigung erhalten hat. wird von dem Schulrat verwaltet und hat auch in diesem Jahre sich als segensreich bewährt. Sie hat im Laufe des Jahres folgende Zuwendungen erhalten: Von den J'schen Kindern am 10. August Mk. 50. Von denselben am Todestage des Herrn Adolph S. Maas Mk. 50. An demselben Tage von Frau H. L. Mk. 50, desgleichen von Frau Dr. L. Mk. 50 und von den Herren Heinrich und Julius Maas in Berlin Mk. 100. Von den J'schen Kindern am Todestag ihrer Mutter (9. Dezember) Mk. 50. Wir sagen den Spendern verbindlichsten Dank. 5) Die Joseph Rütteil'sche Stiftung, von dem am 19. Juni 1878 dahier verstorbenen Verlagsbuchhändler, Herrn Joseph Kütten mit einem Kapital von Mk. 10,000 errichtet, hat den Zweck, die Lehrer dieser Schule, der er, wie es in seinem Testamente heißt, seine Schulbildung verdankte, und an welcher er 18 Jahre im Schulrat thätig war, in ihren Bestrebungen, sich wissenschaftlich und pädagogisch fortzubilden, zu ermuntern und zu unterstützen, und zwar sollen a) die Zinsen in erster Reihe dazu verwendet werden, einem Lehrer der französischen oder englischen Sprache die Möglichkeit zu gewähren, während der Ferien seinen Aufenthalt in Frankreich oder England zum Zweck von Sprachstudien zu nehmen, b) es können aber in gleicher Weise auch die Lehrer der naturwissenschaftlichen und historischen Fächer, sowie überhaupt die anderen Lehrer zu ähnlichen Zwecken unterstützt werden; auch Lehrerinnen sind von der Unterstützung nicht ausgeschlossen, c. endlich können auch die Zinsen dazu verwendet werden, einem Lehrer oder gleichzeitig mehreren Lehrern den Besuch von wissenschaftlichen Wander Versammlungen zu ermöglichen oder auch von Ausstellungen von Lehrmitteln oder von sonstigen Ausstellungen, welche geeignet sind, den Gesichtskreis zu erweitern und den wissenschaftlichen Sinn zu beleben. In diesem Jahre wurden aus den Zinsen der Stiftung einem Lehrer die Mittel dargeboten, während der Sommerferien in Leipzig einen Kursus in der Lehrerbildungsanstalt des deutschen Vereins für Knabenhandarbeit durchzumachen. 6) Die B. H. Goldschmidt'sche Stipendienstiftung, im Jahre 1856 von dem am 6. Juni 1873 verstorbenen hiesigen Bankier Herrn B. H. Goldschmidt gegründet, hatte in dem Studienjahre 1892/93 drei und zwanzig Stipendiaten, darunter 17 Studierende und 6 Seminaristen. Es studierten: zwei Theologie in Berlin und Breslau, einer Philosophie in Berlin, zwei klassische und einer moderne Philologie in Heidelberg, G iessen und München, drei Mathematik und Naturwissen-

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