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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1884-01-01 · 1884 · page 29

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
Volume
1884
Date
1884-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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— 29 - aus etwa 1000 meist größeren Exemplaren von ausgezeichneter Schönheit geschenkt. Diese Sammlung wird seitdem fleißig benutzt und leistet dem Unterricht in der Mineralogie die wesentlichsten Dienste. Ehre dem Andenken der edlen Frau! Aus den Verfügungen des Königlichen Provinzial-Schulkollegiums zu Cassel heben wir folgende hervor: 4. März 1883. K. P. S. K. übersendet unter Bezugnahme auf die Verfügung vom 11. Juli 1882, ein Exemplar der von dem Herrn Minister der geistlichen :c. Angelegenheiten erlassenen „allgemeinen Bestimmungen, betr. Änderungen in der Abgrenzung der Lehrpensa in Folge der Lehrpläne vom 31. März" zur Kenntnisnahme und Nachachtung. 19. Mai 1883 teilt Abschrift des Ministerial-Erlasses vom 23. April 1883, betr. die Vorschulen zur Kenntnisnahme und Beachtung mit. Wir heben aus dem Ministerial-Erlaß folgendes hervor: Als die normale, jedenfalls als die wünschenswerteste Gestaltung ist die Einrichtung derjenigen Vorschulen zu betrachten, welche ihre Schüler vom Beginne des schulpflichtigen Alters bis zur Reife für die unterste Klasse einer höheren Schule führen und dieselben in drei getrennten, aufsteigenden Klassen so unterrichten, daß in jeder Klasse nur Schüler von wesentlich gleichem Wissensstande vereinigt sind. Diese Vorschulen sind als die drei untersten Jahrgänge einer wohlgegliederten und unter besonders günstigen Verhältnissen arbeitenden Volksschule zu betrachten. Diesem Charakter der Vorschule oder einer Volksschule ist dadurch Ausdruck zu geben, daß die Klassen derselben abgesondert von denen der höheren Schule gezählt und nicht durch die hie und da üblichen Ssxtimg.. 0<zta.va., Nona, als Klassen der höheren Schule selbst bezeichnet werden. Von den begünstigenden Umständen, unter welchen diese dreiklassigen Vorschulen im Vergleich zu anderen Volksschulen arbeiten, soll der volle Gebrauch zum Besten der Jugend gemacht werden, nicht etwa, um von derselben in den ersten Jahren des Schulbesuchs höhere Leistungen in manchen Gegenständen zu fordern, sondern um sie in den für den Eintritt in eine höhere Schule erforderten Kenntnissen und Fertigkeiten zu freudiger Sicherheit zu bringen, und dies unter Gewöhnung der Knaben an strenge Aufmerksamkeit in den auf mäßige Zahl beschränkten Lehrstunden, unter Bewahrung ihrer kindlichen Fröhlichkeit und unter Förderung ihrer körperlichen EntWickelung. 1. Die Lehrgegenstände und Lehrziele der Vorschule sind durch die für die Aufnahme in die unterste Klasse der höheren Schulen festgesetzten Erfordernisse bestimmt; ein Überschreiten dieser Lehraufgabe ist unstatthaft. Übungen im Singen, selbstverständlich in der für dieses Alter angemessenen und erfreuenden Beschränkung, gehören in den Vereich der Beschäftigungen der Vorschule; ferner sollten jedenfalls in der 2. und 1. Klasse leichte turnerische Übungen, insbesondere Freiübungen und Turnspiele angestellt werden. — Da die Vorschule ihre Schüler zum Eintritt in eine höhere Schule vorzubereiten hat, so ist im deutschen Unterrichte überall die nachher von den Schülern anzuwendende grammatische Terminologie bereits in der Vorschule anzuwenden. 2. Verfrühte Ansprüche an die geistige Beschäftigung und die andauernde Aufmerksamkeit der Kinder sühren, ungeachtet der etwaigen augenblicklichen Erfolge, erfahrungsmäßig später erhebliche Nachteile herbei. Demnach ist für die Aufnahme in die Vorschule das vollendete sechste Lebensjahr zu erfordern. Von dieser Minimalforderung darf bei halbjähriger Ausnahme höchstens ein Vierteljahr, bei jährlicher Aufnahme höchstens ein halbes Jahr ausnahmsweise nachgelassen werden, beides nur unter der Voraussetzung der ausdrücklich bezeugten körperlichen Kräftigung der aufzunehmenden Knaben. 3. und 4. Für die Gewöhnung der Knaben an wirkliche Aufmerksamkeit und für das Erreichen des Lehrzieles bei möglichst beschränkter Zahl der Lektionen ist eine mäßige Frequenz (als Ziel ist zu erstreben.

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