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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1880-01-01 · 1880 · page 43

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— 42 — dessen ihm auf Grund seiner Abhandlung: „Die Platonische Jdeenlehre bei den Sokratikern und Aristoteles" von der Göttinger Universität die Doctorwürde verliehen wurde. Nach Abhaltung des Probejahres blieb er an dieser Anstalt, zunächst ein Jahr als wissenschaftlicher Hilfslehrer, dann als außerordentlicher Lehrer, bis ihm 1879 die Ständigkeit ertheilt wurde. Robert Steinhard, geb. am 25. October 1849 in Hildburghausen, besuchte 1859—1868 das Gymnasium seiner Vaterstadt und studirte von 1868—1872 an den Universitäten Leipzig und Berlin Philologie. Im November 1873 absolvirte er das Examen pro kaeultate äoeenäi bei der Königlichen wissenschaftlichen Prüfungscommission zu Halle und wurde im October 1875 in Gießen zum Doctor der Philosophie promovirt. Nachdem er das Staatsexamen bestanden hatte, wurde er an die Realschule der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a. M., an welcher Anstalt er schon früher aushilfsweise thätig gewesen war, zur Ableistung des vorschriftsmäßigen Probejahres überwiesen und wurde im Jahre 1874 als außerordentlicher, im Jahre 1880 als ordentlicher Lehrer dieser Schule angestellt. Salomon Heinemann, geb. am 21. Mai 1847 zu Obergrombach im Großh. Baden, erhielt den ersten Unterricht in der Schule seines Vaters, besuchte die höhere Bügerschule zu Bretten und das Gymnasium in Bruchsal, trat 1864 in das Seminar zu Karlsruhe und bestand daselbst 1867 das Lehrerexamen, war bis 1869 Lehrer der israelit. Schule zu Liedolsheim (Baden) und dann an einem Knabcninstitnt zu Frankfurt. An der Realschule der israelitischen Gemeinde wurde er 1875 provisorisch und 1880 definitiv als Elementarlehrer angestellt. Das Lehrer-Collegium besieht gegenwärtig außer dem Dircctor — nach der Anciennetät — aus den Herren: Dr. Zirndorfer, Di-. Lehmann, Teblee, Louis Müller, Schönhof, Blum, Schlimbach, I)r. Neubürger, vr. Röder, Kunkel, St ix, Vi-. Epstein, Wert he im, Herz, vr. Brüll, Vr. Stern, vr. Steinhard, Heinemann, vi-. Mannheimer, Frank, vi-. Philippson, Schulz, vr. Ferwer, Scherer, Bornstein, Georg Müller, vi-. Kracauer, Kauffmann, eauä. xrod. I)r. Otto Meyer und den Damen: Wolter, Beer, Stern, Schier holz, Meier, Fischer. Der Gesund Heilszustand des Lehrer-Collegiums war bis Neujahr im Allgemciuen günstig, von da an traten durch Krankheit mannigfache Störungen ein. Es fehlten wegen Krankheit: Fran Wolter vom 13. Januar bis 5. Februar; die Herren: Georg Müller vom 15. Januar bis 3. Februar: I)r. Lehmann vom 23. Januar bis 20. Februar; Wertheim vom 1. Februar bis 4. März; vr. Röder erkrankte Anfangs Februar, nahm in der zweiten Hälfte des Februar seinen Unterricht wieder auf, mußte aber schon nach einer Woche auf ärztliche Anordnung bis zum Schluß des Schuljahres wieder beurlaubt werden. — Die Vertretung des Collegen Wertheim konnte dem eunä. mob. vr. Meyer übertragen werden, bereitwillig leisteten die übrigen Collegen, soweit Zeit und Kräfte reichten, Aushilfe, es mußte aber auch anderweitige Hilfe beschafft werden und wir sind den Lehrerinnen Fräulein Emma Meier und Fräulein Frances Cahn für den Vertretungsunterricht, den sie in der Mädchenschule übernommen haben, zn Dank verpflichtet. Die Gesammtfrequenz der Schule betrug in diesem Schuljahre 880 Zöglinge, gegen 871 im vorigen Jahre. Davon kamen auf die Vor- und Realschule: 503, gegen 502 im vorigen Jahre, auf die Mädchenschule 377, gegen 369 im vorigen Jahre. Die Frequenz der einzelnen Klassen war folgende:

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