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Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main · 1879-01-01 · 1879 · page 38

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Journal
Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
Volume
1879
Date
1879-01-01
Page
– (sequence 38)
Language
German
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IRI
…/9643684-3089718--0701-3090555
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Schulnachrichten. ^. Chronik, Lehrer, Schüler, Schulgeld. Aus der Chronik des Schuljahres 1877/78 ist Folgendes nachzutragen: Am 28. März 1878 beehrte der vortragende Rath im Uuterichtsministerium, Herr Geheimrath vr. Stauder unsere Schule mit seinem Besuch, wohnte dem deutschen, französischen, englischen, mathematischen, physikalischen und geschichtlichen Unterricht in beiden Abtheilungen der obersten Klasse bei, betheiligte sich in allen diesen Lehrgegenständen selbst an der Prüfung der Schüler, nahm Kenntniß von deren Leistungen in den technischen Unterrichtsgegenständen und verbreitete sich dann vor dem versammelten Lehrer-Collegium in eingehender, wohlwollender Weise über die von ihm gemachten Wahrnehmungen. Das Lehrer-Collegium bleibt der bei diesem Anlaß empfangenen Anregung und Ermunterung dankbar eingedenk. Das neue Schuljahr wurde am 29. April eröffnet. — Die Sedanfeier wurde in herkömmlicher Weise begangen; die Festrede hielt Herr Julius Born st ein über die deutsche Politik der hohenzollerischen Kurfürsten und Könige. Die Festrede bei dem bevorstehenden Geburtstage Sr. Majestät des Kaisers wird Herr vr. Ferwer „über Friedrich des Großen Einfluß auf die deutsche Nationalliteratur" halten. — Mit dem Beginn des Schuljahres nahm Herr vr. Ferdinand Neubürger seine zwei Jahre hindurch unterbrochene Lehrthätigkeit wieder auf. Zu ordentlichen Lehrern wurden befördert die Herren vr. Emil Philippson und Julius Bornstein. Emil Philippson, geb. den 4. Juli 1851 zu Magdeburg, besuchte daselbst das Dom-Gymnasium von 1859—1869, widmete sich auf den Universitäten zu Bonn, Leipzig und Berlin dem Studium der Sprachwissenschaft, insbesondere der deutschen und der neueren Sprachen, und wurde 1873 auf Grund seiner Abhandlung: „Der Mönch von Montaudon, ein provenzalischer Troubadour" in Leipzig zum Doctor der Philosophie promovirt. Nachdem er im October 1874 den Staatseramen pro kaeultats äoeeuäi vor der Königlichen wissenschaftlichen Prüfungscommission zu Berlin bestanden, leistete er sein Probejahr an der Realschule der israelitischen Gemeinde zu Frankfurt a. M. ab und verblieb auch nach demselben, mit der Unterbrechung des Sommer-Semesters 1876, das er auf eine Studienreise nach London und Paris verwandte, an dieser Anstalt, an welcher er im Jahre 1878 zum ordentlichen Lehrer ernannt worden ist. Julius Bornstein, Sohn des Lehrers Sigismund Bornstein, ist am 17. April 1844 in Zduny, im Kreise Krotoschin, geboren und hat von 1855 bis 1863 das Gymnasium zu Krotoschin besucht, welches er Ostern 1865 mit dem Zeugniß der Reife verließ, um in Berlin Philologie zu studiren. Dieses Studium unterbrach er nach vier Semestern, beschäftigte sich eine Zeit lang mit naturwissenschaftlichen Studien, wirkte sodann mehrere Jahre als Hauslehrer, unterrichtete fast drei Jahre im Deutschen, im Lateinischen und in der Geschichte an der Knabenschule der israelitischen Gemeinde in Berlin und beendigte vom October 1869 bis Ostern 1871 seine philologischen Studien. Nach Verwaltung einer Hauslehrerstelle bestand er am 4. Mai 1875 vor der Königl. wissenschaftlichen Prüfungs-Commission zu.

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