Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Volume
- 1875
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 49)
- Language
- German
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— 2 — In das Lehrer-Collegium eingetreten sind: 1. Mit dem Beginn des Schuljahrs: Herr B. Frank, bis dahin Lehrer in Hechingen. Baruch Frank wurde am 18. Januar 1840 zu Nonnenweier im Großherzogthum Baden geboren. Er besuchte die dortige Volksschule und wurde nebenbei von zwei Lehrern, bei denen er Real- und fremdsprachlichen Unterricht erhielt, für das Seminar in Karlsruhe, das er 1856 bezog, vorbereitet. Nach seiner Abiturientenprüfung 1858 bekleidete er die Religions-Schulstelle in Hörden-Gernsbach, bis er Ende 1860 an die Elementarschule nach Hechingen als erster Lehrer berufen wurde. 1862 bestand er zu Sigmaringen die Lehrer-Prüfung für Mittelschulen und war seitdem neben der Elementarschule auch als Lehrer an der höheren Töchterschule und als Translator bei dem Königl. Kreisgericht zu Hechingen thätig, bis er Ende März v. I. einem Rufe an die Realschule der israelitischen Gemeinde folgte. 2. Seit Mitte October v. I. der Candidat des höheren Schulamts, Herr vr. Emil Philippson als eaväiäatus xrodaväns. Von den bis dahin an der Schule beschäftigten Lehrern ist: 1. Herr vi-. A d o l p h Mannheimer, nach Absolvirung des Probejahres vom October v. I. an als wissenschaftlicher Hilfslehrer verblieben, 2. Herr Lehrer Heinemann an der Vorschule mit der vollen Stundenzahl beschäftigt, 3. Herr Robert Steinhardts außerordentlicher Lehrer, 4. Fräulein Josephine Meier als außerordentliche Lehrerin, endlich 5. Herr Joseph Herz als ordentlicher Lehrer angestellt worden. Joseph Herz, Sohn des verstorbenen Kaufmanns David Herz, wurde am 8. Dezember 1835 zu Langenberg in der Rheinprovinz geboren. Er besuchte das Gymnasium zu Recklinghausen, erhielt im Herbste 1855 das Maturitätszeugniß und bezog die Universität Bonn. Nach zwei Semestern unterbrach er seine Studien, verbrachte einige Zeit im elterlichen Hause und bestand im Juli 1862 das Examen pro 8eKoIa. Von 1862—1865 war er Lehrer an einem Privatinstitute in Cöln, nahm dann im Herbste 1865 seine Universitätsstudien in Berlin wieder auf, blieb daselbst 5 Semester, begab sich im September 1868 nach Paris und trat hier in die Leole äes Nantes ötuäes ein. Ende August 1870 verließ er Paris, erwarb im Februar 1872 vor der wissenschaftlichen Prüfungs-Commission in Bonn die facultas äoeenäi in modernen Sprachen, trat Ostern 1872 in die Realschule der hiesigen israelitischen Gemeinde als eanäiöatus xrodanäns ein, wurde nach Ablauf des Probejahrs als außerordentlicher und im Dezember 1874 als ordentlicher Lehrer angestellt. Durch den Druck hat er veröffentlicht: Französische Synonyma, für Realschüler bearbeitet im vorigen Programm unserer Schule. Unter der Presse befindet sich: Vie saivt Alexis, eine kritische Bearbeitung dieser Legende nach einem jüngeren Texte auf Grund zweier Manuscripte der Bibliotheken zu Paris und Oxford. (Im zweiten Bande der vis äe saivt Alexis von Aastov. I>aris.) Das Lehrercollegium besteht gegenwärtig außer dem Direktor (nach der Anciennität) aus den Herren: Tendlau, Trefousse, Or. Zirndorfer vi. Auerbach, vr. Lehmann, Allenberger, Teblee, Müller, Schoenhof, Blum, Schlimbach, vi-. Neubürger, vi-. Roeder, Kunkel, Stix, vr. Trieber, vr. Epstein, Wertheim, vr. Brüll, Herz, B. Stern, Steinhard, Heinemann, Mannheimer, Frank, vr. Emil Philippson (eanö. xrod.) und den Damen: Wolter, Beer, Stern, Schierh olz, Meier, Fischer. Außerdem waren Herr I>. Valentin und Herr Schulz, ord. Lehrer an der Wöhlerschule, jener während des ganzen Schuljahres, dieser seit November mit einigen Unterrichtsstunden an der Schule thätig.