Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Journal
- Einladungsschrift zu der am ... stattfindenden öffentlichen Prüfung der Real- und Volksschule der Israelitischen Gemeinde zu Frankfurt am Main
- Volume
- 1873
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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stitut, in I. Herr Günster und Herr vi-. Neubürger, in der II. und I. Mädchenklasse Fräulein Elize Ansell. — Für Herrn Hey mann übernahmen den deutschen Unterricht in IX. und VIIl. Herr Lehrer Haag, den hebräischen Unterricht in VIII. Herr Candidat Ahrons. Endlich übernahm, mit Ausnahme von 2 Stunden biblische Geschichte in IV., den gesammten Unterricht des Herrn Dr. Bielschowsky, seit Mitte December, der von uns zu diesem Zweck aus Hildburghausen Hieher berufene Candidat des höheren Schulamts Herr Robert Stein hard. — Allen Genannten sind wir für die guten Dienste, die sie unserer Schule geleistet haben, zu Dank verpflichtet. Nicht minder sagen wir den Collegen Dank, die von Neujahr an den bis dahin von Herru Sabor ertheilten Unterricht übernommen haben. In dem Lehrplan sind folgende Aenderungen vorgenommen worden. 1) In der Realschule: die 2 für den naturwissenschaftlichen Unterricht in IV. bestimmten Stunden wurden bisher so verwendet, daß im Sommer Botanik gelehrt, im Winter-Semester die Physik begonnen wurde; in diesem Jahre wurde, statt der Physik, im Winter Zoologie gelehrt. So soll es in Zukunft auch bleiben, der Physikunterricht soll fortan erst in IN. beginnen. Ueber die Verkeilung der Pensa des naturwissenschaftlichen Unterrichtes soll im nächsten Programm berichtet werden. 2) In der Mädchenschule begann bereiis in der VIII. Klasse der französische Unterricht mit 4, der hebräische Unterricht mit 2 Stunden wöchentlich. Mit dem Beginn des laufenden Schuljahres wurde der fremdsprachliche Unterricht auf dieser Stufe zu Gunsten des deutschen und dcs Rechenunterrichtes beseitigt und bei dieser Gelegenheit die wöchentliche Stundenzahl von 27 aus W vermindert. Gleichzeitig wurde mit dem hebräischen Unterricht in der Mädchenschule überhaupt eine Veränderung vorgenommen. Diesem Unterricht waren in der Mädchenschule im Ganzen 6 und zwar in der VIII., Vil. und VI. Klasse je 2 Stunden wöchentlich zugewiesen. Die Stundenzahl ist nicht vermehrt worden, aber seit Anfang dieses Schuljahres beginnt dieser Unterricht erst in der VI. Klasse mit 2 Stunden, wird bis zur II. Klasse inclusive mit je einer Stunde wöchentlich fortgesetzt und ist überall (nur in der V!. Klasse war es diesmal noch nicht möglich) in der Hand des Lehrers, der in der betreffenden Klasse den Religionsunterricht ertheilt. Wir hoffen durch diese Aenderung den Zweck des hebr. Unterrichtes in der Mädchenschule, der, den Religionsunterricht ergänzend, darin besteht, die heranwachsende weibliche Jugend mit dem Inhalt unseres Gebetbuches vertraut zu machen, besser als bisher zu erreichen. — Nur in der II. und III. Mädchenklasse lrurde durch diese Aenderung die wöchentliche Stundenzahl von 33 auf 34 vermehrt, in der IV. und V. Mädchenklasse wurde zu Gunsten des hebr. Unterrichts der Unterricht in den weiblichen Handarbeiten von je 4 auf je 3 Stunden vermindert, wogegen in der Vli. Klasse durch den Wegfall des hebräischen Unterrichts der deutsche Unterricht von 7 auf 9 Stunden wöchentlich vermehrt wurde. Die Frequenzverhältnisse gestatteten diesmal eine Vereinigung der im vorigen Schuljahre in zwei Parallelcoeten getheilten II. Knabenklasse, dagegen war neben der bereits bestandenen Theilung der IV. auch eine Theilung der III. Klasse erforderlich. Ungeachtet der mit Rücksicht auf den Raum bei der Aufnahme geübten strengsten Zurückhaltung hat eine Steigerung der Frequenz nicht verhütet werden können; sie trifft die Mädchenschule in höherem Grade als die Knabenschule. Im Sommer-Semester betrug die höchste Frequenz 788, im Winter-Semester 795 gegen 768 resp. 758 im vorigen Schuljahre. Die größte Frequenz in der Knabenschule betrug diesmal 472, in der Mädchenschule 329, gegen 464 resp. 304 im vorigen Jahre. Die Verkeilung auf die verschiedenen Klassen der Knaben- und Mädchenschule gestaltete sich für die beiden Semester folgendermaßen: